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Knochenlese

Knochenlese

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Autor: Kathy Reichs
Urheber: Kathy Reichs, Klaus Berr
Verleger: Blanvalet

Kaufen Neu: EUR 5,00



Neu (68) Gebraucht (12) ab EUR 3,97

Bewertung: 3.5 von 5 Sternen 52 Rezensionen
Verkaufsrang: 12504

Medium: Taschenbuch
Seiten: 416
Versandgewicht: 0.7
Maße (innen): 7.1 x 4.6 x 1.2

ISBN: 3442361613
EAN: 9783442361618
ASIN: 3442361613

Publikation: August 18, 2008
Verfügbarkeit: Versandfertig in 1 - 2 Werktagen

Auch erhältlich in:

  • Gebundene Ausgabe - Knochenlese

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Redaktionelle Rezensionen:

Aus der Amazon.de-Redaktion
Vor allem angloamerikanische Krimiautoren bemuehen sich viel zu selten, die Banalitaet des Alltags der weissen Oberschicht hinter sich zu lassen und die wirklichen Tragoedien dieser Welt zu schildern. Kathy Reichs scheint sich dessen bewusst zu sein, denn in ihrem fuenften Roman folgt ihre Protagonistin Tempe Brennan dem Vorbild der Autorin und reist nach Guatemala, um dort bei der Aufarbeitung des Buergerkriegs zu helfen, der 35 Jahre andauerte.

Tempe gehoert zu einem Team international anerkannter forensischer Experten, deren entsetzliche Aufgabe es ist, die Leichen hingerichteter Frauen und Kinder aus einem Brunnenschacht zu bergen und nach Hinweisen auf die Taeter zu suchen. Parallel dazu wird sie von einem Beamten der oertlichen Polizei aufgefordert, bei den Ermittlungen in einem aktuellen Fall zu helfen: Eine Reihe von Maedchen ist verschwunden und alles weist auf einen Serienmoerder hin. Beide Untersuchungen scheinen auf den ersten Blick in keinem Zusammenhang zu stehen -- doch die Verflechtungen von Macht und Schuld sind undurchdringlich. Tempe muss bald erkennen, dass sie bei ihrem Kampf um Gerechtigkeit auch ihr Leben aufs Spiel setzt.

Knochenlese ist ohne jeden Zweifel Reichs bisher bester Roman. Sie weiss ganz genau, wie sie eine Geschichte aufbauen, wie sich Informationshappen und geheimnisvolle Andeutungen die Waage halten muessen, damit ihre Leser das Buch nicht aus der Hand legen. Einzig ihr etwas klischeelastiger Stil faellt angesichts des ernsten Themas unangenehm auf. Aber es ist ihr zuzutrauen, dass sie sich auch in dieser Hinsicht noch steigert. Ihre Kollegin Patricia Cornwell, mit der sie immer wieder verglichen wird, hat sie jedenfalls laengst hinter sich gelassen. --Felix Darwin


Kundenrezensionen:   Gelesen 47 mehr Rezensionen...

1 von 5 Sternen Spass muss man sich selber machen   Juli 29, 2008
Schokolinda
Obwohl ich mein erstes Buch von Kathy Reichs als Krimi nicht gemocht hatte, habe ich mich trotzdem zu "Knochenlese" entschieden. Warum? 1. weil ich gern Krimis lese und 2. weil Reichs so herrlich daemliche Vergleiche hat. Diesen Spass dachte ich mir zu systematisieren und nahm Stift und Textmarker. Schon beim 2. Satz war Frau Reichs zur vollendeten Form aufgelaufen und ich wurde fuendig: die erste Beschreibung! "Die Worte der alten Frau stachen mir ins Herz" - an sich nicht schlecht, allerdings sollte dieser Satz ein boeses Omen fuer Kommendes sein. Ein Grossteil des Romans besteht naemlich in der Darstellung der Tempe Brennan als mitfuehlender, mittrauernder Person, die mit trotz quaelendem Mitleid professionelle Arbeit leistet. Ich persoenlich nehme ihr dies auch in der 100sten Wiederholung nicht ab, zumal der ein oder andere gedankenlose Witz oder eine flapsige Bemerkung auf Kosten eines Opfers gemacht werden.

Auf Seite 24 erstarrte dann ihr Blut zu Eis und ich legte fuer diesen Begriff, dessen inflationaere Verwendung mir aus dem frueheren Roman noch in Erinnerung war, eine Strichliste an. Die war dann erstaunlicherweise bei 1 zu Ende. Allerdings kam ich mit meiner Liste "Bauchprobleme" etwas weiter. Im Nachhinein betrachtet haette ich lieber eine Liste "stechen" anlegen sollen, denn gestochen hat viel: Worte, Regen, Blicke, aber nie mit einem Messer.

Insgesamt fand ich die Idee, Spannung durch Fragen zu erzeugen, nicht sehr wirkungsvoll. So fragt Tempe mehrfach und eher aus blauem Himmel heraus, ob sie die naechste sei. Ein Gefuehl der Bedrohung sprang zu mir nicht ueber. Insgesamt plaetschert der Roman so vor sich hin, nicht uninteressant, aber irgendwie baut sich keine Spannung auf. Auch eine drastische Erhoehung der Fragezeichen so ungefaehr auf Seite 350, die zu 3/4 aus Fragen besteht wie "War ich das naechste Opfer? Und von wem? Was war Nordsterns grosses Geheimnis?..." trieb die Erregung nicht in die Hoehe.

Der Abschluss kam dann sehr, sehr schnell und es war im Handumdrehen vorueber.

Bis dahin muss man aber lesen, wie Tempe Brennan sich morgens waescht und was sie anzieht, was sie fruehstueckt, seit wann sie nicht mehr gegessen hat, wo sie sich rasiert, was sie an Ryan toll findet, was sie an dem guatemalekischen Detective Galiano toll findet... alles ziemlich uninteressant.

Aber die Vergleiche und Beschreibungen! Die sind schon was wert. Man muss richtig ueberlegen, was gemeint sein koennte. Z.B. "ein See wie Satin" - soll der blau sein oder glatt? oder: "Er wog weniger als ich" - so ein Fan bin ich nicht, dass ich Tempes Gewicht weiss und daher kann ich mir den Mann nicht vorstellen. Und welche Farbe hat eigentlich Lavendel - blau oder lila?

Ich fand es interessant, etwas ueber die juengere Geschichte Guatemalas zu erfahren und auch von den Bemuehungen, damit umzugehen. Allerdings kam dies ziemlich kurz im Vergleich dazu, dass die Aufklaerung von Kriegsverbrechen bis Ende der 90er Jahre der Anlass fuer Brennans Aufenthalt in Guatemala darstellte.

Was vollkommen uninteressant war, sind die forensischen Methoden. Auf mich wirkte dies bemueht professionell und mit Intelligenz protzend. Intelligent ist der, der sagt, was gehoert werden muss, und nicht unnoetig Vortraege haelt.

Hier noch ein paar Schmuckstuecke von Kathy Reichs:

"Der Kaffee in meinem Mund wurde zu Saeure" - nicht so gut wie Wasser zu Wein, aber immerhin!
"Ein Schachbrett von kuenstlichen angelegten Terrassen (...), die sich spielerisch wie Wasserfaelle in die Tiefe stuerzten" - was kann man auf einem vertikalen Beet anpflanzen?
"Familien, verbunden ueber Fusspfade und ein Netzwerk der Gene"



4 von 5 Sternen Vier junge Frauen verschwinden - ein Serienmord? Tempe ermittelt...   Juni 2, 2008
T. Zils
Die forensische Antropologin Tempe Brennan exhumiert gerade in Guatemala die Opfer eines Massakers, als sie von der dortigen Polizei unter Fuehrung des attraktiven Detektives Galiano um Hilfe gebeten wird.
Vier junge Frauen sind verschwunden, unter ihnen die Tochter des kanadischen Botschafters, und nun wurde eine skelettierte Leiche in einem Faultank gefunden, bei der Tempe die Identitaet klaeren soll. Die Polizei geht von einem Serientaeter aus.
Gerade als sie die Leiche geborgen hat, wird diese von einem Angehoerigen der Bezirksstaatsanwaltschaft "beschlagnahmt" und eine Untersuchung durch Tempe verweigert.
Ihre Neugierde erwacht. Sie ermittelt alleine weiter und entdeckt dabei Ueberraschendes in den Kleidern der Toten, die gluecklicherweise nicht mit konfisziert wurden.
Als dann zwei der vermissten Frauen in Kanada wieder lebend auftauchen, geraet die Theorie vom Serienmoerder ins Wanken.
Nun wird noch Detektive Andrew Ryan aus Montreal in den Fall involviert, mit dem Tempe immer mal wieder ein kleines "Techtelmechtel" hatte. Auch Detektive Galiano zeigt ein reges Interesse an ihr. Dummerweise kennen sich die beiden Maenner aus frueheren Zeiten.
Trotz aller Widrigkeiten im Arbeits- und Liebesleben schafft Tempe es am Ende, die Leiche zu identifizieren und den Fall zu loesen.
Mal wieder ein Erfolgsroman aus der Feder von Kathy Reichs. Eine spannende Story, glaubhafte Charaktere und erstklassige Recherche machen dieses Buch so lesenswert.
Nur fuer das manchmal so schwer verstaendliche Fachchinesisch und den geheimnisvollen Schluss gibts einen Stern Abzug.






5 von 5 Sternen Kathy Reichs rockt!   August 25, 2007
Josiane Tangeten Stoffel (Mondorf)
1 aus 1 fanden die folgende Rezension hilfreich

Ich habe das Buch mit 12 Jahren gelesen und obwohl es sowohl spannend, humorvoll und grausam ist, ist es in meiner Rangliste auf die Highlights gestiegen! Das buch erzaehlt von einer Anthropologin namens Tempe Brennan, die eines Tages den Auftrag bekommt eine Leiche aus einem Faultank in Guatemala zu fischen und zu analysieren. Doch ein merkwuerdiger Richter namens Diaz, sorgt dafuer, dass Tempe ihre Untersuchung nicht zu Ende fuehren kann. Die unidentifizierbare Leiche wird ihr entrissen und zusammen mit ihrem Kollege Galliano tappt sie im Dunkeln. Mit der Zeit jedoch wird das am Anfang noch verschommene Bild immer klarer und Tempe Brennan enthuellt ein dunkles Geheimnis. Hals ueber Kopf stuerzen Tempe und Galliano in die Gefahr, als sie versuchen dem Taeter auf die Schliche zu kommen.



3 von 5 Sternen Am Thema vorbei   Juli 27, 2007
Angie
Laut Covertext hat man ein Buch erwartet das hauptsaechlich ueber die Opfer des Guerillakrieges handelt. Das ist aber nicht der Fall, es geht um vermisste Teenager und die Aufklaerung von Mordfaellen und krazt dieses Thema nur am Rande an. Das fand ich etwas entaeuschend. Obwohl sich das Buch gut und zuegig lesen liess, ist es nicht das beste von Kathy Reich, eher mittelmaessg.



3 von 5 Sternen War der Abgabetermin schon ueberschritten?   Juni 7, 2007
mo (Juechen)
Ich mag die Buecher von Kathy Reichs eigentlich sehr gerne. Auch das Buch Knochenlese hat mich anfangs ueberzeugt. Spannend war auch ein wenig ueber den politischen Hintergrund von Guatemala zu lesen. Das Buch ist gut aufgebaut und ich habe mich keine Minute gelangweilt. Was mir jedoch sehr unangenehm aufgefallen ist, dass es dem Ende nur einen ganz kurzer Spannungsaufbau gab und ganz aprubt endete. Mir schoss direkt in den Kopf, dass Kathy Reichs ihr Buch dringend beenden musste und hinterliess bei mir das Gefuehl, der Leere. Ich fand das Ende nicht gut durchdacht. Ansonsten ist das Buch gut zu lesen und sehr kurzweilig.