Kundenrezensionen:
interessante Erkenntisse Oktober 1, 2005 12 aus 13 fanden die folgende Rezension hilfreich
In dem Werk wird die Vorgangsweise der Geheimdienste dargelegt, ohne - aus verstaendlichen Gruenden - zu sehr ins Detail zu gehen. Es reicht jedoch aus, um den Leser von dem Klischee a la James Bond 007 abzubringen und aeusserst interessante Erkenntnisse zu gewinnen. Das Buch enthaelt viel technische Details ueber Ueberwachungssysteme aber auch Tipps, wie wir uns alle vor einer Ueberwachung durch Geheimdienste (und durch andere Stellen) schuetzen koennen. Das weltweite Abhoer-System ECHELON wird derart ausgefeilt beschrieben, dass den Leser als „Normalbuerger" doch ein recht mulmiges Gefuehl beschleichen kann. Und natuerlich wird am Ende des Buches auch noch gruendliche auf den Datenschutz eingegangen. Abgesehen von einzelnen Passagen ist das Werk sehr leicht zu lesen und zu verstehen. Sowohl der lockere Schreibstil als auch die Gliederung in relativ kurze Kapiteln verhindert eine allzu trockene Wiedergabe. Trotzdem darf sich der Leser keine allzu spannenden Hintergrundfakten ueber den Geheimdienst erwarten, sondern das Werk ist geeignet fuer Leser, die sich einen oberflaechlichen Ueberblick verschaffen wollen.
Sachliche Information statt medialer Uebertreibung Juli 18, 2005 Tartschthomas 10 aus 10 fanden die folgende Rezension hilfreich
Wer bei der Arbeit von Geheimdiensten an die Fiktionen der medialen Unterhaltungsindustrie von viel Geld, teuren Autos, schweren Waffen und schoenen Frauen festhalten will, sollte diese als Orientierungshilfe konzipierte Uebersicht nicht studieren. Allen anderen ist dieser schmale Band des Terrorismus- und Geheimdienstexperten Dr. Kai Hirschmann ans Herz gelegt. Beginnend mit einer kurzen Einfuehrung ueber die Historie und die aktuelle Situation, beschaeftigt sich das Sujet mit Aufgaben, Organisation,Befugnisse, Arbeitsweisen und der Kontrolle der deutschen Geheimdienste. Diese nehmen aufgrund des Trennungsgebotes der deutschen Sicherheitsarchitektur bezueglich der Arbeit von Polizei und Geheimdiensten die Funktion der "Vorfeldaufklaerung" durch Informationsgewinnung und -auswertung war. Diese Arbeit verlaeuft entgegen der virtuellen Realitaet unspektakulaer ab, da rund 80% aus OSINT (Open Source Intelligence) Quellen gewonnen wird.Die restlichen 20% bilden das klassische Repertoire an geheimdienstlichen Taetigkeiten, die Dr. Hirschmann anschaulich darstellt. Er scheut sich auch nicht, im letzten Kapitel Misserfolge und zweifelhafte Akktivitaeten verschiedener Dienste anhand von Beispielen aufzuzeigen. Ein Ueberblick ueber die wichtigsten nationalen und internationalen Geheimdienste (USA, England, Frankreich, Russland, Israel) sowie ein Lexikon mit den wichtigsten Fachbegriffen der Thematik runden das Bild ab. Als Einfuehrung und komapkter Ueberblick fuer den interessierten Leser kein Fehlkauf, sondern eine nuetzliche Investition.
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