Statistik: Fuer Human- und Sozialwissenschaftler (Springer Lehrbuch) | 
vergrössern | Autor: Juergen Bortz Urheber: Juergen Bortz Verleger: Springer, Berlin
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Bewertung: 13 Rezensionen Verkaufsrang: 7730
Medium: Gebundene Ausgabe Ausgabe: 6. A. Seiten: 882 Versandgewicht: 4.5 Maße (innen): 9.8 x 7.6 x 1.6
ISBN: 354021271X EAN: 9783540212713 ASIN: 354021271X
Publikation: 2005 Verfügbarkeit: Gewoehnlich versandfertig bei Amazon in 24 Stunden
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Wie kommt Lob zu diesem Buch zustande? November 19, 2008 S. Scherer Diese Rezension richtet sich vor allem an Studienanfaenger der Psychologie: Der Bortz ist das Standardwerk fuer Psychologiestudenten, das mag sein. Ich kenne in meinem Studiengang (und wir sind immerhin um die hundert Kommilitonen im ersten Semester) keinen Einzigen, der mit diesem Buch in dem Affentempo der neuen Bachelorstudiengaenge zurechtkommt, ohne quasi seine gesamte Freizeit in die Schritt-fuer-Schritt-Entraetselung des Bortz zu investieren. Seine Schwaechen: umstaendliches und viel zu weitschweifiges Geschwafel rund um anfangs ja noch (relativ) einfache Sachverhalte - so man sie denn dann mithilfe von Tutoren, etc. verstanden hat - in komplizierter Sprache, Mammutsaetzen und permanente Abstraktion, statt beispielhafter Konkretisierung von Sachverhalten. Der Bortz ist viel zu sehr um Vollstaendigkeit und Ansehen und viel zu wenig um Didaktik bemueht. Er ist viel zu ausladend geschrieben und macht es einem gehetzten Bachelorstudenten quasi unmoeglich durch die Kapitel zu rennen (wie es in den neuen Studiengaengen ja notwendig wird). Wir bekamen beispielsweise fuer die erste Klausur innerhalb von 5-6 Vorlesungen die ersten vier Kapitel "vermittelt". Das geht nicht ohne sehr gute Tutoren und sehr, sehr viel Extrazeit. Wer eines oder beides nicht hat und es trotzdem schaffen muesste, waere vermutlich ziemlich aufgeschmissen. Diesem Lehrbuch geht es nicht um Verstaendlichkeit und selbst von vielen Dozenten (nicht unbedingt Statistikdozenten ;), Tutoren und Kommilitonen hoeheren Semesters, hoert man immer wieder folgende Satz: "Den Bortz _kann_ man einfach nicht wirklich LESEN." Und das ist schlicht wahr. Man kann darin allenfalls nachschlagen, was anderweitig sehr gut didaktisch vermittelt wurde. Der Bortz hilft also erst weiter, wenn man quasi zumindest schon in Grundzuegen verstanden hat, was in diesem Lehrbuch "gelehrt" werden soll. Er ist haeufig extrem abstrakt formuliert, zu "schwafelig" (nimmt im Vorwort ja selbst den "Vorwurf der Weitschweifigkeit" vorweg) und kostet in der Nachbearbeitung der Vorlesungen schlicht eine Unmenge von Zeit, die nicht vorhanden ist, sollte man schon auf Bachelor studieren. Empfohlene Ergaenzungen/Alternativen: Statistikbuecher von Joerg M. Diehl (ein Prof der Jahrzehntelang dafuer gesorgt hat, dass an seiner Uni Statistik kein "Angstfach" war und dessen hervorragender Ruf noch laengst nach seiner Pensionierung nachhallt). Die Buecher sind zwar etwas "altmodisch" in ihrer Aufmachung, jedoch sehr konkret verfasst und bringen die Materie immer wieder auf den oder die relevanten Punkte ohne zu oberflaechlich zu werden, jedoch auch ohne sich in Galaxien von Abstraktionen (quasi "Bortz-like") zu verlieren. Nachtigall/Wirtz (an anderer Stelle hier schon empfohlen) sind defintiv auch nicht schlecht. Zu guter Letzt - natuerlich wirklich nur als kleine Ergaenzung, wenn man gar keine Lust mehr hat zu lesen und statt gar nix mehr zu machen - ist laut Kommilitonen wohl "Statistik Macchiato" als kleine Abendlektuere nach dem Lernen zu empfehlen um absolute Basics zu verinnerlichen und zu vertiefen... So duerfte man zwar ebenfalls mit einigem Zeitaufwand, aber wesentlich weniger Wut im Bauch und Verwirrung im Kopf sehr gut durch den Stoff kommen. Nur die Defintionen muss man halt fuer die Klausuren aus dem Buch entnehmen, das vom eigenen Prof verwendet und zur Lektuere angetragen wird. Aus welchem Buch man aber gelernt hat, was hinter den statistischen Grundlagen steckt, wie man sie anwendet und Fehler vermeidet ist aber gleich, da all die genannten Buecher sich auf die gleichen statistischen Felder beziehen und somit nichts anderes lehren als der Bortz auch, sondern eben nur anders aufbereiten. Der Bortz mag ja dann gern als Nachschlage- und Vertiefungswerk hilfreich sein, wenn man quasi alles verstanden hat, was man an echten Grundlagen braucht im ersten Studienjahr lernen muss. Aber eben wohl ERST dann, wie hier mehrfach bereits auch von anderen Rezensenten erwaehnt wurde.
Immer noch das Standardwerk, nicht nur fuer Psychologen April 7, 2007 Kassander 6 aus 6 fanden die folgende Rezension hilfreich
Es mag sein, dass Bortz nicht die allerneuesten Erguesse der Statistik behandelt. Aber, und das ist das Riesenplus dieses Lehrwerks, wenn er etwas erklaert, dann erklaert er es richtig. Mit diesem studienbegleitenden Werk kann niemand mehr sagen, er habe Statistik nicht kapiert. Es gibt nicht wenige Studenten, die mit Hilfe der einschlaegigen Software Clusteranalysen rechnen, aber die Logik von Null- und Alternativhypothese immer noch nicht wirklich durchblickt haben. Wer es nach dem Bortz noch nicht weiss, der will auch nicht. Ausserdem darf nicht vergessen werden, dass Statistik nicht nur fuer Diplom-Psychologen eine Pflichtaufgabe ist. Paedagogen und Journalisten verstehen zumeist gar nicht, warum sie sich in die Welt der Zahlen stuerzen sollen, da die Statistik fuer diese Klientel wohl eher nur ein (moeglichst kleines) Teilgebiet im Studium darstellt, fuer die Psychologen aber das taegliche Brot ist. Der Bortz erklaert es allen, egal woher sie kommen! Und Likely-Hood im Statistik-Bortz? Da waeren wir doch eher bei der Testtheorie, und da gibts Buecher zu Hauf, die nichts anderes zum Inhalt haben. Ich jedenfalls bleib bei meinem Bortz, auch wenn man ihm das haeufige Waelzen mittlerweile ansieht.
es war mal ein Klassiker Januar 14, 2007 Dannyhey (Tuebingen) 7 aus 9 fanden die folgende Rezension hilfreich
Bortz' Statistikbuch war fuer mich lange Zeit die Bibel der Staistik. Allerdings ist das schon einige Zeit her und es hat sich mittlerweile einiges in der Statistik getan und auch ich habe viel dazugelernt, so dass ich das Buch nicht mehr bedenkenlos empfehlen kann. Bortz behandelt Statistik immer noch wie vor 20 oder 30 Jahren und ignoriert (oder behandelt nur am Rande) moderne Methoden (z.B.: Likelyhood Methoden, Bootstrapping, Bayesianische Statistik, Modellwahl mittles Informationskriterien, Hierarchische Lineare Modelle...). Schwerpunkt ist immer noch das Nullhypothesen testen, die Kleinste Quadrate Methode und im Zweifelsfalle liber nichtparametrisch testen. Trotzdem - Bortz erklaert die Standardmethoden immer noch sehr gut und verstaendlich. Schade, dass es keine wirkliche Neuauflage ist.
Statistik leicht verstaendlich März 7, 2006 9 aus 13 fanden die folgende Rezension hilfreich
Statistik ist ein Fach, wo es eine Fuelle unterschiedlicher Verteilungen gibt, stillschweigend gemachte Annahmen die Mann oder Frau wissen muss und die gilt es zu nennen. Und das ist hier der Fall. Richtig mit Liebe zum Detail, keine geistigen Spruenge, die nur ein Genie versteht, sondern ein Text fuer jederfrau bzw. jedermann.Eiin grosses, wohlverdientes Lob.
Ein Standardwerk und Meilenstein November 17, 2005 Patrick Bartels (Muenster) 5 aus 6 fanden die folgende Rezension hilfreich
Der Bortz ist eines der meistzitierten Bücher in den empirischen Sozialwissenschaften. Neben einem teils vertiefenden Überblick über die Methoden, gibt Bortz auch Mathematische Erklärungen, wie das Rechnen mit Matrizen, um ein Nachvollziehen praktischer Beispiele zu gewährleisten. Überall, wo ein Vertiefen nicht möglich ist, bietet Bortz passende Literatur an, um das Konkrete weiterverfolgen zu können. Auch auf kritische Bücher wird von Bortz verwiesen. Als einziges Manko könnte der rein psychologische Blick Bortz betrachtet werden: So beschreibt er etwa im Rahmen der Diskriminanzanalyse nur die "Descriptive Discriminant Analysis", welche nur in den Verhaltenswissenschaften Anwendung findet und geht nicht auf das in den sonstigen Wissenschaften verbreitete Verfahren der "Predictive Discriminant Analysis" ein. Alles in allem aber ein Superwerk, an dem kein Student der Sozial- oder Wirtschaftswissenschaften vorbeikommen sollte.
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