Der Baader-Meinhof-Komplex Das Standardwerk Vollstaendig aktualisiert - Erstmals mit Fotos - Alle Fakten - Alle Details | 
vergrössern | Autor: Stefan Aust Urheber: Stefan Aust Verleger: Hoffmann und Campe
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Bewertung: 87 Rezensionen Verkaufsrang: 214
Medium: Gebundene Ausgabe Ausgabe: voellig ueberarbeitete und ergaenzte Neuausgabe. Seiten: 896 Versandgewicht: 2.7 Maße (innen): 8.4 x 5.8 x 2.1
ISBN: 3455500293 EAN: 9783455500295 ASIN: 3455500293
Publikation: September 2008 Verfügbarkeit: Gewoehnlich versandfertig bei Amazon in 24 Stunden
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| Redaktionelle Rezensionen:
Aus der Amazon.de-Redaktion Gerade noch rechtzeitig, bevor sich das 68-er Jubilaeumsjahr mit dem Kinostart des oskarverdaechtigen Spielfilms Der Baader Meinhof Komplex zu Ende neigt, hat der Autor der Drehbuchvorlage, Stefan Aust, eine neue Version seines gleichnamigen Werkes von 1985 vorgelegt. Natuerlich draengt sich bei diesem Timing der Verdacht auf, es ginge dem unlaengst geschassten Chefredakteur des Nachrichtenmagazins Der Spiegel darum, befluegelt vom Hype um den Film noch einmal kraeftig Kasse zu machen. Doch die Anschaffung des inzwischen auf knapp 900 Seiten angewachsenen Opus Magnus von Aust lohnt sich tatsaechlich! Nicht umsonst galt Austs ebenso praezise wie unvoreingenommene Chronik der Ereignisse vom Juni 1967 bis zum Deutschen Herbst 1977 schon bald nach Erscheinen der Erstauflage als Standardwerk. Die Eliminierung von Fehlern, die Anreicherung mit weiteren Details und die Illustration mit Fotos, die der Autor fuer die dritte Ausgabe geleistet hat, wird diesen Anspruch sicherlich weiter zementieren. Erstehanderfahrungen und die persoenliche Bekanntschaft mit etlichen Akteuren der RAF und deren Umfeld machten das Buch seit jeher so einzigartig und authentisch. Dabei hat es der Sache nur wenig Abbruch getan, dass Aust, der sich seine ersten Sporen noch unter der Aegide von Ulrike Meinhof bei der linksradikalen Postille Konkret verdiente, mit dem Verdikt des Revisionisten und Karrieristen im inneren Zirkel der RAF stets auf eine Mauer des Schweigens stiess. Durchbrochen lediglich von einer Handvoll Renegaten, die sich vor allzu unvorsichtigen Aeusserungen freilich gehuetet haben duerften, um ihre Bewaehrung nicht zu gefaehrden. Vor allem im Umgang mit ihnen und den offiziellen Quellen, die noch immer weit davon entfernt sind, ungefiltert zu sprudeln, ist investigatives Gespuer gefragt. Und ueber ein solches verfuegt der alte Hase des Enthuellungsjournalismus zweifellos in einem weit hoeheren Masse als die meisten anderen Publizisten, die sich in den letzten Jahrzehnten mit der RAF auseinandergesetzt haben. Trugen bei der Neuausgabe von 1997 vor allem Unterlagen des Ministeriums fuer Staatssicherheit (MfS) sowie Aussagen einiger in der DDR untergetauchter RAF-Mitglieder zur weiteren Erhellung des dunkelsten Kapitels der deutschen Nachkriegsgeschichte bei, so kreist Austs Spot diesmal ueber den zwielichtigen Machenschaften westdeutscher Geheimdienstler, die er schon in seiner TV-Dokumentation beleuchtete. Auch in dieser Hinsicht eine erhellende Lektuere! Roland Detsch, literaturanzeiger.de
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| Kundenrezensionen: Gelesen 82 mehr Rezensionen...
Zu Recht das Standardwerk zum Deutschen Herbst November 26, 2008 Hyperboloid (Philadelphia, PA USA) 0 aus 1 fanden die folgende Rezension hilfreich
Wertfreie Dokumentation, Versuch die Gedanken und Hintergruende der RAF begreiflich zu machen, extensive Schilderung der Schnittstelle RAF - Staat (vor und nach Verhaftungen). Ausfuehrliche Dokumentation der Sichtweise der Gefangenen. Besser kann man ein Buch zu diesem Thema nicht schreiben.
sehr wichtiges Buch November 11, 2008 Brigitte Opl (Wetzlar) 0 aus 1 fanden die folgende Rezension hilfreich
Ich finde dieses Buch ist ein ganz wichtiges Werk deutscher Geschichte. Es stellt die Tragik der 60 iger und 70 iger Jahre im politischen Kampf glasklar da.Das Buch ruettelt auf und macht bewusst, dass die Demokratie damals immer noch in den Kinderschuhen steckte...Ich hoffe, dass wir daraus weiter lernen und zu einem demokratischen und sozialen Staat uns entwickeln. Danke, dass es das Buch gibt.
Danke an Stefan Aust fuer dieses Buch November 11, 2008 Christiane Fischer (Hamburg) 0 aus 1 fanden die folgende Rezension hilfreich
Da ich 1969 geboren bin, gehoere ich der Generation an, die immer neugierig auf die Plakate der Gesuchten starrte, wenn Muttern bei der Bank oder Post war.. Natuerlich kannte und hatte man von der Entfuehrung der Lanshut und Martin Schleiers -auch in meiner Generation- gehoert, dennoch kannte ich viele dieser kleinen Details nicht. Super geschrieben, ein fesselnder Krimi- Danke Stefan Aust
Aktuell wie eh und je November 8, 2008 Mark Frackenpohl Ich denke, viele Dinge sind schon gesagt und muessen nicht mehr wiederholt, und somit viele potentielle Leser bei der Information ueber dieses Buch gelangweilt werden. Das waere naemlich sehr schade - ist dieses Buch doch genau das Gegenteil von langweilig! Ich habe schon in Rezensionen zuvor gelesen, dass es teilweise als trockene Aneinanderreihung von Informationen gesehen wird - das hat dieses Buch nicht verdient, im Gegenteil: gerade eine gewisse nuechterne Betrachtungsweise gibt ihm doch gerade das, was es als objektiv auszeichnen kann. Stefan Aust, der selbst viele Leute kennenlernteoder bereits kannte, welche in die RAF oder zumindest in den Untergrund gingen, haelt trotzdem eine bewundernswerte Objektivitaet zum Thema. In meinem Buecherregal steht noch zudem noch die Taschenbuchausgabe von 1989, bereits "in Ehren" etwas angegilbt; jetzt koennte man denken: Wer ist so bloed und kauft sich dasselbe Buch zweimal? Dasselbe ist es aber nicht, denn was sich seitdem noch an neuen Erkenntnissen ergab, laesst das Thema nicht einfach unter dem Ueberbegriff "Deutsche Nachkriegsgeschichte" versinken. Die gebundene Ausgabe beinhaltet zudem viel Bildmaterial - grossartig! Jetzt fehlt eigentlich nur noch eine DVD-Kollektion mit Doku-Material. Anmerken moechte ich noch etwas, eher allgemeiner Natur denn dem Produkt entsprechend: Ich fand es schade, dass mittlerweile viele Jugendliche oder Heranwachsende keine Ahnung von der Materie haben, obwohl es doch Auswuchs der so wichtigen 68er ist. Bedauerlich, wieviele im Kino sassen und an Stellen lachten, an denen eigentlich das Lachen im Halse stecken bleiben sollte...
Lehrreich... November 3, 2008 Peter Janik (Rhein-Main Gebiet) ... ist fuer mich das Buch von Stefan Aust durchaus. Es blieben einige Ungereimtheiten auf die Aust selber hinweist. Mein Kommentar zu der Geschichte "Two wrongs do not make one right." Die Verflechtungen der Geheimdienste (beider Seiten) zu Zeiten des Ost-West-Konflikts lassen durchaus die Vermutung zu das einige der Informationen in den Giftschraenken der jeweiligen Dienste verwahrt wurden und werden. Gefallen hat mir an dem Buch das der Autor nicht versucht die Motive zu bewerten oder gar welche zu postulieren. Interessant waere es die weissen Flecken die verbleiben auszufuellen. Mit Tatsachen, nicht Legenden. Am Ende bleiben Fragen offen. Und ein Gefuehl das beide Seiten an Glaubwuerdigkeit verloren haben. Fuer mich als Leser bewahrheitete sich das in jedem Konflikt das erste Opfer die Wahrheit ist und das die Entmenschlichung der Gegner ("Terroristen/Mordbuben","Schweine") einer der ersten Schritte Richtung Gewalt ist. Und das es immer wieder fatal ist an die eigene Propaganda bedingungslos zu glauben. Wer sich mit der juengeren deutschen Geschichte bekannt machen moechte sollte dieses Buch unbedingt lesen. Sicher werden beide Lager da auch Argumente fuer sich finden, aber das ist nur Rationalisierung der eigenen Haltung nach den oben erwaehnten "Two wrongs"...
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