Kundenrezensionen:
Wo bleibt die Neuauflage? Dezember 2, 2005 28 aus 31 fanden die folgende Rezension hilfreich
Leider, leider ist das Bändchen von 1993 und daher nicht mehr top-aktuell. Aber an der Berechtigung der Kritik an dem zitierten sprachlichen Schwachsinn ändert es nichts. Nur wäre es noch amüsanter, wenn man Kommentare zu Wortschöpfungen der letzten Zeit lesen könnte. Trotzdem: so viel gelacht habe ich selten.
in die Jahre gekommen März 5, 2005 freecox 78 aus 80 fanden die folgende Rezension hilfreich
Das Buch entstand Mitte der 80er Jahre und wurde Anfang der 90er ueberarbeitet. Der Autor nimmt darin in lexikalischer Form Worthuelsen und synthetisierte sinnfreie (Werbe-)Begriffe aufs Korn- "Dummdeutsch" eben. Witzig ist das fuer jemand, der die 80er miterlebt hat, allemal. Inzwischen ist aber die Realitaet und auch der missbraeuchliche Umgang mit der Sprache schon ein Stueck weiter. Von daher wirkt "Dummdeutsch" auf mich heute eher nostalgisch denn bissig.
Dummes Buch Februar 7, 2005 Simon Buttermilch 134 aus 246 fanden die folgende Rezension hilfreich
Da war die Enttaeuschung gross. Ich stoeberte so durch Amazon.de auf der Suche nach Buechern, die mein Anekdoten-Arsenal etwas auffrischen sollten. "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" war schnell gefunden und von Empfehlung zu Empfehlung schlaengelte ich mich weiter bis ich voller Freuede bei "Dummdeutsch" landete und es sofort als "genau das Richtige" in meine Kopfschubladen einsortierte...Schnell wie Amazon.de nunmal so ist, nur wenige Tage spaeter trafen beide Buecher ein. "Der Dativ...": Grossartig, genau danach habe ich gesucht...aber das an anderer Stelle... "Dummdeutsch" ist bestimmt genauso genial...Pustekuchen...Herzlich Willkommen Fehlkauf und Hallo "Na Toll"!!! Denke, dieses Buch war bei erscheinen noch ganz witzig aber acht Jahre spaeter, Nein Danke...wer sich dieses Buch zu Herzen nimmt macht sich im besten Fall zum Affen im schlimmsten verliert er seinen Job weil er in Geschaeftbriefen eine nicht zu vertretende Wortwahl nutzt... Aber es wird im nicht passieren, da ca. 2/3 der Woerter ohnehin mittlerweile ausgestorben sind und der einzige Erfolg dieses Buches ist, dass man nur von 1/3 gesagt bekommt es nicht zu benutzen... Ich wuensche einen schoenen Tag...
Laecherlich die moderne Sprache!? Januar 16, 2005 A. Witsch 49 aus 58 fanden die folgende Rezension hilfreich
Dummdeutsch erwartet den Leser oder die Leserin zwischen den reklamgelben Buchdeckeln. Und es schmerzt bisweilen, wenn die eigenen Lieblingsausdruecke (z.B. Handlungskompetenz) als Ausgeburt infantilen Schwachsinns bewertet werden. Ich muss zum Glueck Herrn Henscheid nicht immer recht geben und zum zweiten Glueck nimmt sich der Autor auch durchaus selbst aufs Korn. Anhand der Kritik an den Entwicklungen deutscher Sprache ist dieses Buch aber auch ein kleiner Streifzug durch die moderne Sprachgeschichte. Mich begleitet dieses Buch schon sehr lange und immer wieder. Es schaerft den Blick auf die (eigene) Sprache. Empfehlenswert.
"Dummdeutsch hat mitunter auch was Schoenes" Juli 27, 1999 109 aus 124 fanden die folgende Rezension hilfreich
Dieses Buch ist unglaublich komisch. Erstmals 1985 ist es erschienen, und es sollte jedem Schreiberling in die Hand gedrueckt werden, bevor man ihn auf eine Tastatur loslaesst, und jedem Redner, bevor das Mikrophon angeschaltet wird. Inzwischen liegt die Ausgabe von 1993 vor, noch um reichlich Material der bis dahin vergangenen Jahre erweitert und wohl doch nur besser geworden. Eckhard Henscheid und seiner Mitarbeiter Carl Lierow und Elsemarie Maletzke haben ganze Arbeit geleistet und den dummschwaetzigen Gebrauch des Deutschen nicht nur im Alltagsleben beobachtet, sondern im oeffentlichen Leben gleich noch dokumentiert. So finden sich zwischen "abbauen" und "zynisch" zahlreiche Belege dafuer, dass auch professionelle Sprecher und Schreiber ihr Handwerk zum Sprachmissbrauch verwenden, weswegen... siehe oben. Zwischen A und Z liegen "Nudel-Up", "Emanzentrip", und die "Verzweiflungsspirale"; vor allem die dummdeutschen Anteile der alternativen Selbsterfahrungs-Szene werden kraeftig aufs Korn genommen und es wird enttarnt, wie man sich sprachlich vergreifen kann, wenn man sich gerne mal "einbringen" will. Zum Beispiel bei der "Trauerarbeit". Wahlweise gibt es auch "Wut und Trauer", da muss ich einen Molli werfen, Du. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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