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Deutsch fuer Profis. Wege zu gutem Stil. ( Stern- Buecher).

Deutsch fuer Profis. Wege zu gutem Stil. ( Stern- Buecher).

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Autor: Wolf Schneider
Urheber: Wolf Schneider, Luis Murschetz
Verleger: Goldmann

Kaufen Gebraucht: EUR 4,44



Gebraucht (7) ab EUR 4,44

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen 32 Rezensionen
Verkaufsrang: 135907

Medium: Taschenbuch
Seiten: 268

ISBN: 3442115361
EAN: 9783442115365
ASIN: 3442115361

Publikation: 1986
Verfügbarkeit: Versandfertig in 1 - 2 Werktagen
Zustand: Publisher: Muenchen : GoldmannDate of Publication: 1985Binding: 8 , Pappeinband 268 S. : Ill. ; 18 cmCondition: Ecken sind abgestossen. Schnitt nachgedunkelt und etwas schief. Einzelne Textstellen sind am Rand mit Bleistift markiert. 1985

Auch erhältlich in:

  • Broschiert - Deutsch fuer Profis (4728 130).
  • Taschenbuch - Deutsch fuer Profis: Wege zu gutem Stil

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Redaktionelle Rezensionen:

Aus der Amazon.de-Redaktion
Wir muessen uns belehren lassen! Dass sie das meinen, dafuer sind die Redakteure der Wochenzeitung Die Zeit nicht gerade bekannt. Juengst jedoch haben sie jemanden hoch in ihren journalistischen Olymp geladen, genau dies zu tun. Das Protokoll dieses Uploads haben sie sogar jeden lesen lassen -- in 47 Kolumnen. Da stand dann peinlich exakt drin, wie wenig professionell die Redakteure des Intelligenzblatts manchmal schreiben.

Ihr oeffentlicher Oberlehrer war Wolf Schneider. Und sein Deutsch fuer Profis ist ein Grund dafuer, dass er es sein durfte. Mit dieser profunden Stilkritik stuermte Schneider den Sprachthron der schreibenden Zunft.

Schon als er das Buch schrieb, stand der Hamburger weit oben. Er war Chefredakteur der Welt gewesen, Chef vom Dienst beim Stern, Washington-Korrespondent der Sueddeutschen, er gruendete die wohl beste deutsche Journalistenschule. Der 1925 Geborene hatte es nicht noetig, noch durch Nestbeschmutzen aufzufallen. Aber er tat es, und zwar heftig.

In dem Buch schiesst er Breitseiten gegen schlechtes Deutsch, schleudert dessen Schreibern Schmaehvokabeln wie "Sprachdurchfall!" entgegen. Dabei attackiert Schneider gerade die renommierten Blaetter. 18 Beispiele bietet er allein aus der FAZ. Und nachdem er beispielsweise tadelt, dass manche "auf Glatzen Loeckchen" drehen, leitet er ueber: "Freilich ist das ein kleines Uebel, verglichen mit den miesen Maschen, Moden, Meisen, Maetzchen, Marotten und Manien, mit denen der Spiegel die deutsche Journalistensprache ueberzogen hat."

Trotz der harschen Worte: Die Profischreiber nahmen sie an, adelten das Pamphlet zum Lehrbuch. Die Sueddeutsche etwa jubelte, obwohl selbst darin dutzendmal negativ erwaehnt, das sei "der Koenigsweg". Auch die Verkaufszahlen kuerten Schneider zum Koenig der Sprachkritik.

Zwischen all den Attacken steht sein plausibles Reglement des professionellen Schreibens, das sich auch auf fruehere Stilisten stuetzt, wie W. E. Sueskind, Ludwig Reiners und E. A. Rauter. Fuer Wolf Schneider heisst professionelles Schreiben in erster Linie, verstaendlich zu schreiben.

Dabei scheint immer wieder seine Liebe zur Sprache durch. Sein Buch endet mit den Worten: "Sprache wird verwendet, verformt, verschlampt und aufgeblasen in Finanzaemtern und Diskotheken, in soziologischen Seminaren und bei Schuetzenfesten. Niemand wundert sich, dass sie dort weder liebevoll behandelt wird noch zu frischer Kraft erblueht. Beides muss andernorts beginnen: in den Schulklassen und Redaktionen."

1999 nun fand er von der Zeit-Redaktion ein Wort, das direkt aus dem Soziologie-Seminar kommen kann: "Befindlichkeit". Er schrieb es noch nieder -- und gab die Kritik-Kolumne auf.

Wenn Schneiders Buechers wirken sollen, was sich jeder wuenschen kann, dann muessen sie gut gelesen werden. Spass macht das obendrein. --Frank Rosenbauer


Kundenrezensionen:   Gelesen 27 mehr Rezensionen...

5 von 5 Sternen Trotz alter Rechtschreibung noch genial   Juli 18, 2008
Peter Weierich (Erlangen)
Selten hat ein Buch mich so nachhaltig begeistert: Wolf Schneider ist unterhaltsam und oeffnet einem mit bissigen Negativ-Beispielen die Augen. Manche finden seinen Stil belehrend, aber sicherlich nur weil sie sich persoenlich getroffen fuehlen.
"Deutsch fuer Profis" ist in Wirklichkeit ein Lehrbuch, das Pflichtlektuere fuer jeden sein muesste, der professionell Texte schreibt. Dass es gleichzeitig unterhaltsam fuer denjenigen ist, der keine Angst davor hat in den SPIEGEL zu schauen, macht es zum Klassiker, den ich schon oft verschenkt habe.



5 von 5 Sternen Wunderbares Buch!   Januar 19, 2008
Renate Blaes
0 aus 2 fanden die folgende Rezension hilfreich

Fuer alle, die schreiben oder glauben, es zu koennen. Es informiert und unterhaelt auf sehr amuesante Weise. Und es erhellt so manchen Irrtum.


2 von 5 Sternen Vorsicht! Motzer bei der Arbeit... (Nein, damit meine ich nicht Herrn Schneider, sondern wirklich mich selber :-)   September 13, 2007
Michael Symonds (Duesseldorf)
6 aus 9 fanden die folgende Rezension hilfreich

Wenn ich von Wolf Schneider etwas gelernt habe, dann durch sein schlechtes Vorbild: Man sollte weniger behaupten und mehr ueberzeugen, nicht oberlehrerhaft auftreten und nicht die Welt aus nur einer Perspektive betrachten. Und man sollte auch nicht versuchen, die schillernde Vielgestaltigkeit der Sprachwelt durch allzu simple und auch noch zweifelhafte Regeln in den Griff zu bekommen. Stil ist nichts, das man wie einen Farbanstrich auf einer Wand auftraegt, sondern sollte sich aus einer bestimmten Haltung des Autors gegenueber seinem Thema von selbst ergeben haben - so zumindest sollte es dem Leser am Ende erscheinen. Dass man sich selbst als Autor mitunter kraeftig unter die Arme greifen muss, ist keine Frage. Aber nichts ist schlimmer, als zwanghaft "besonders gutes Deutsch" schreiben zu wollen, die Folgen koennen bei Herrn Schneider besichtigt werden: (nur _ein_ Beispiel) Auf Seite 176 unten werden Literaturempfehlungen gegeben, als gelte es, zu den Fahnen zu rufen. Na gut - wem das gefaellt, dem soll's gefallen; ich empfinde diese stilistische Aufgeregtheit jedenfalls als manieriert und unangemessen. Das wirkt gewollt, aber nicht gekonnt. Ich empfehle fuer "Profis" und alle, die sich drum bemuehen - neben, na klar, Reiners "Stilfibel" / "Stilkunst" - das Buch "Stilistik fuer Journalisten" von Josef Kurz (u.a.), keine leichte Kost, aber sehr viel gutes Handwerkszeug. Und ich empfehle, all die Texte unter die stilistische Lupe zu legen, die einem selbst am besten gefallen und auch die, die einem gar nicht gefallen. So gesehen ist dann Wolf Schneider doch wieder eine Empfehlung wert...


4 von 5 Sternen Gutes Basiswissen fuer Journalisten und alle, die viel schreiben   Mai 20, 2007
Leseratte (Bad Duerkheim)
5 aus 5 fanden die folgende Rezension hilfreich

Wolf Schneiders Buch ist Pflicht fuer Journalisten und alle, die - vor allem beruflich - viel schreiben. Systematisch oeffnet er die Augen fuer taegliche Sprachschlampereien, grobe Schnitzer und Fehler, die sich eingeschlichen haben. Praktisch sind auch die Checklisten, zum Beispiel ueber die Fuellwoerter, die man besser vermeiden sollte, da sie nichts aussagen. Ausserdem gibt s zahlreiche Faustregeln, zum Beispiel zur optimalen Satzlaenge.

Allerdings merkt man an den Beispielen, dass der ueber 80-jaehrige Wolf Schneider irgendwann in den 70er-Jahren aufgehoert hat, zu aktualisieren. Da geistern doch zu viele Zitate von 1971 durch die Gegend, laengst in der Versenkung verschwundene Politiker erstehen wieder auf und sogar die "Sowjetunion" erlebt eine Renaissance. Das gibt dem Ganzen doch einen ziemlich verstaubten Eindruck. Schade - Punktabzug.



5 von 5 Sternen haften geblieben   September 13, 2006
Andreas Hauser-Kunz (Mittelhaeusern)
7 aus 12 fanden die folgende Rezension hilfreich

Noch Anfaenger in der Schuelerzeitung, klaubte ich dieses Buch vom Regal meines grossen Bruders. Es liess mich nicht mehr los. Zwei Jahrzehnte spaeter sind mir viele der Empfehlungen so lebendig, als stuende Wolf Schneider direkt vor mir. Vielleicht sollte ich das Buch wieder einmal zur Hand nehmen!