Auf leisen Sohlen ins Gehirn. Politische Sprache und Ihre heimliche Macht | 
vergrössern | Autoren: George Lakoff, Elisabeth Wehling Urheber: George Lakoff, Elisabeth Wehling Verleger: Carl-Auer-Systeme
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Bewertung: 5 Rezensionen Verkaufsrang: 24902
Medium: Broschiert Ausgabe: 1 Seiten: 184 Versandgewicht: 0.6 Maße (innen): 8.6 x 5.4 x 0.7
ISBN: 3896706349 EAN: 9783896706348 ASIN: 3896706349
Publikation: März 2008 Verfügbarkeit: Gewoehnlich versandfertig bei Amazon in 24 Stunden
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Sprache bestimmt das Bewusstsein - und mehr Oktober 31, 2008 Detlef Ruesch (Freising, Bayern) 6 aus 6 fanden die folgende Rezension hilfreich
Der aussergewoehnliche Titel fuer ein wissenschaftliches Buch zeigt schon, dass hier ein sehr gut verstaendliches Werk vorliegt, dass nicht nur informiert und aufklaert, sondern dabei auch noch sehr unterhaltsam im positiven Sinne ist. Man hat das Gefuehl, man saesse direkt bei einem intensiven Gespraech zweier Fachleute dabei, die genau schon die Einwaende und Bedenken der Lesenden vor Augen haben und so manche Kritikpunkte schon im Vorhinein beiseite schaffen. "Auf leisen Sohlen ins Gehirn" ist keine "Bedenkentraeger-Lektuere", wo in reisserischer Weise ueber unmoegliche Strategien geheimer Werbestrategen berichtet wird. George Lakoff und Elisabeth Wehling besprechen vielmehr, wie der Gebrauch von Begriffen, der Einsatz von Metaphern und die bewusste Verwendung der Sprache als solche sich bei den Zuschauenden und Zuhoerenden auswirkt und sich hierbei auch auf die politische und gesellschaftliche Urteilskraft auswirkt. Allein die Auseinandersetzung mit den Verhaeltnissen in den USA, wo sich vielfach Progressive und Konservative gegenueberstehen, ist an sich schon ein Genuss. Hier veranschaulichen Lakoff und Wehling, wie stark sich Sprache in die entferntesten Winkel der Vereinigten Staaten auswirkt. Zuvor aber wird erlaeutert, wie Metaphern unser Denken beeinflussen, wie das Bild der Familie genutzt wird fuer ein Staatensystem und seine Werte. Der Bezug zu dem 11.9.2001, zum Irakkrieg und vielen anderen aktuellen Zeitgeschehnissen gelingt dem Autorenpaar vortrefflich. Wer das Buch liest, sei gewarnt, denn er/sie wird die Wortwahl der Nachrichtensprechenden und der Korrespondenten/-innen vor Ort ebenso sorgfaeltig ueberpruefen wie auch diejenige der wirtschaftlich und politisch Verantwortlichen. Das Buch zeigt, wie stark unsere Sprache, unsere Metaphernwahl den Alltag bestimmt und uns auch in gesellschaftliche Prozesse hineinmanoevrieren kann, die man nicht vermutet. Gerade im Vorfeld von Wahlen und im Hinblick auf die immer staerker werdende mediale Demokratie bzw. Entdemokratisierung ist die Lektuere ein Muss! Nicht nur systemisch Interessierte sollten sich das Buch zu Herzen nehmen; vielmehr kann es allen dienen, die sich fuer eine bewusste und gesunde demokratische Bildung und Entwicklung einsetzen. Ein Buch das zeigt, wie rasch der Weg der Demokratie von auf leisen Sohlen gezogenen Trampelpfaden hinueberreichen kann zu breiten Armeestrassen, auf denen allein Machterhalt und Autoritaet zur Sprache kommen. Moegen die Zwischentoene in der Metaphernwahl vielerorts Gehoer finden!
Ein Blick hinter die US-Politik Kulisse April 21, 2008 Anton Stolter (Wien) 2 aus 3 fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein sehr empfehlenswertes Buch. Liest sich fluessig und spannend. Inhaltlich eine Bereicherung fuer alle, die sich fuer amerikanische Denke interessieren und mal genauer hinsehen wollen, wie sich auch die USA und Deutschland in politischen Debatten unterscheiden. Die aktuellen Ergebnisse der Hirnforschung machen die Analysen sehr stichhaltig.
Ein hervorragendes Buch April 21, 2008 Jonas Edler (London) 7 aus 8 fanden die folgende Rezension hilfreich
Ich bin ernsthaft beeindruckt und dankbar fuer ein wissenschaftliches Buch, welches an keiner Stelle angestrengt wirkt, gut zu lesen ist und trotz allem seinen hohen wissenschaftlichen Standard auf jeder Seite beibehaelt. Besonders interessant ist der wohl eher zufaellige Zusammenhang zwischen dem aktuellen Vorwahlkampf der US Demokraten und dem von Herrn Lakoff und Elisabeth Wehling diskutierten Unvermoegen der Demokraten, in den letzten Jahren eben einen solchen Wahlkampf zu fuehren. Man koennte fast meinen, Barack Obama haette sich von Ihnen inspirieren lassen. Auch die Diskussion ueber den War on Terror" bringt eine interessante Sichtweise, in eine von den Medien viel zu trivial gefuehrte Debatte. "Auf leisen Sohlen ins Gehirn" ist nicht nur als Fachliteratur fuer Linguisten oder Kommunikationswissenschaftler gut geeignet, sondern traegt ebenso gut zur Aufklaerung von alltaeglicher, politischer Verfuehrung bei.
sanfter Einstieg März 23, 2008 H. Gessoni (Wien, AT) 3 aus 3 fanden die folgende Rezension hilfreich
Das Buch ist ein guter und fluessig lesbarer Einstieg in das Thema des Framings, garniert mit einigen knackigen Fakten aus der Hirnforschung und Kommunikationstheorie. Das Buch hat mich angesprochen weil es viele Themengebiete schluessig und beispielhaft miteinander verbindet.
Sehr wichtiger Beitrag zur politischen Bildung März 20, 2008 K. Beck-Ewerhardy (Duisburg) 4 aus 6 fanden die folgende Rezension hilfreich
Die beiden Autoren treten in diesem Buch als Gespraechspartner auf, die in ihrem Dialog die gedanklichen Rahmen und grundlegenden Metaphern konservativen und liberalen Denkens und Handelns in den USA in den letzen 30 Jahren einander vergleichend gegenueber stellen und dabei versuchen sie zu erklaeren, warum sich die konservativen Muster dabei allgemein als erfolgreicher erwiesen und so die Innen- und Aussenpolitik der USA und damit auch das Gefuege der gesamten Welt mit beeinflussten. In ihren Betrachtungen zeigen sie ausserdem, wie Metaphern auf unser Denken wirken und warum wir ueberhaupt in einem so grossen Masse Metaphern im Denken und Sprechen einsetzen. Als mehr oder minder typische Vertreter der University of Berkeley scheinen die beiden Autoren eher der liberalen oder wie sie es nennen progressiven Politik zugeneigt zu sein, was sie allerdings in ihren Ausfuehrungen nicht sonderlich betonen und ihre eigenen Metaphern in diesem Zusammenhang loesen sie auch nicht wirklich auf. So wird das Buch zu einem Schaustueck der Darstellung der Verwendung von Metaphern durch eine politische Richtung, waehrend Leserinnen und Leser sich eigentlich auch aufgefordert fuehlen muessten, die hier gezeigten Muster auch auf die liberale Seite anzuwenden. Dann ist es naemlich ein Erklaerungs- und Uebungsbuch und so verstanden ein durchaus wichtiger Beitrag zur politischen Bildung.
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