Der Gotteswahn | 
vergrössern | Autor: Richard Dawkins Urheber: Richard Dawkins, Sebastian Vogel Verleger: Ullstein Tb
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Bewertung: 185 Rezensionen Verkaufsrang: 294
Medium: Broschiert Seiten: 560 Versandgewicht: 0.9 Maße (innen): 7.4 x 4.7 x 1.4
ISBN: 3548372325 EAN: 9783548372327 ASIN: 3548372325
Publikation: Oktober 1, 2008 Verfügbarkeit: Gewoehnlich versandfertig bei Amazon in 24 Stunden
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Aus der Amazon.de-Redaktion Zwei Dinge vorweg: Einen tatsaechlichen Gottesbeweis zu fuehren, an dem keine berechtigten Zweifel mehr angebracht waeren, ist bislang niemandem gelungen. Das Umgekehrte freilich gilt gleichermassen! Auch ein Beweis fuer die Nichtexistenz Gottes konnte bisher nicht erbracht werden. Und es steht auch nicht zu erwarten, dass sich daran in absehbarer Zeit etwas aendern koennte. Auch wenn er selbst felsenfest vom Gegenteil ueberzeugt sein mag, und wenn noch so viele ihm folgen moegen: Auch Richard Dawkins ist dies mit Der Gotteswahn nicht gelungen. Das freilich ist auch kein Wunder, weil eine endgueltige Antwort auf diese, die gesamte Menschheitsgeschichte durchziehende Streitfrage nun einmal schlechterdings unmoeglich ist. Soweit, so gut. Aber bedeutet dies, dass man sich die Lektuere dieses mit grossem Furor verfassten Werkes sparen sollte? Mitnichten! Denn vieles von dem, was der Evolutionsbiologe Dawkins gegen die Religionen vorbringt -- denn nur gegen diese und nicht etwa gegen den nach seiner festen Ueberzeugung gar nicht existierenden Gott kann seine Kampfschrift ja gerichtet sein -- lohnt es, dass man sich damit ebenso unvoreingenommen wie kritisch auseinandersetzt. Auch wenn man die Schlussfolgerungen des Autors nicht teilen mag, so bietet Der Gotteswahn doch einen, wenn auch sehr subjektiven Ueberblick der Genese der Gotteshypothese, der gaengigen Argumente fuer und wider die Existenz Gottes sowie der Wurzeln von Moral und Religion. Auch Dawkins Entwicklung seiner Hypothese, dass Religiositaet nichts weiter als der Ausdruck einer -- was freilich zu denken geben sollte, mehr als massenhaft vorkommenden und ergo wohl anthropologisch einigermassen konstanten -- psychischen Dysfunktion sei, lohnt nachvollzogen zu werden (und sei es auch nur, um sie fuer sich zu widerlegen). Ueber die Existenz oder Nichtexistenz Gottes freilich ist damit immer noch nichts Abschliessendes gesagt. Aber das war ja auch nicht zu erwarten. Dawkins hat seinem Buch ein Zitat des 2001 verstorbenen Schriftstellers Douglas Adams vorangestellt, dem das Buch gewidmet ist: Genuegt es nicht zu sehen, dass ein Garten schoen ist, ohne dass man auch noch glauben muesste, dass Feen darin wohnen? Gewiss, so wollen wir meinen, das wuerde genuegen. Aber wenn nun doch tatsaechlich auch Feen darin wohnten? Waere das wirklich so schlimm? Solange wir uns nicht um sie schluegen, waere das doch eine feine Sache! Und wenn wir uns doch um sie schluegen, dann waeren die Feen doch immer noch da?! Und so ist es am Ende doch wie immer: der Vorhang zu und alle Fragen offen. --Andreas Vierecke
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Die Sarah Palin des Atheismus November 11, 2008 A. Marschall 13 aus 21 fanden die folgende Rezension hilfreich
Wenn Richard Dawkins ueber Religion schreibt, klingt das wie ein Vortrag der amerikanischen Fast-Vizepraesidentin Sarah Palin ueber Aussenpolitik. Waehrend sie von ihrem Haus nach Russland sehen kann, geht Dawkins Blick gerade bis noch zur naechsten Evangelikalen-Gemeinde. Gibt es in Oxford keine Kollegen, die ihm etwas ueber die Geschichte des christlichen Abendlandes erzaehlen konnten? Ueber die Geburt der westlichen Naturwissenschaften aus den Aktivitaeten eines Albertus Magnus? Wuerde er alberne Thesen verbreiten - wie ungefaehr: die Behauptung, religioeser Glaube entstehe aus kindlichem Glauben zwecks Evolutionsvorteil und muesse vom Erwachsenen ueberwunden werden - wenn er je was von der kirchlichen Hochscholastik gehoert haette, aus denen die ersten Universitaeten entstanden? Nein, Dawkins ersetzt philosophisches, theologisches und historisches Wissen durch radikale Meinung und gibt auch noch maechtig mit seiner Ignoranz an. Die Zeilen ueber Hitler und die Nazis naehren jedes Vorurteil ueber amerikanische Bildungsprobleme. Dawkins Glaube an die weltbeglueckende Kraft des Szientismus wirkt hier besonders laecherlich: im Angesicht des Nazi-Regimes , das zum ersten mal in der Geschichte versuchte, seine ideologische Legitimation ganz aus der Biologie (des Sozialdarwinismus/wissenschaftl. Rassismus der 20er Jahre) zu ziehen. Anhand solch einer Inflation von Plattitueden eruebrigt sich schon die Diskussion ueber Dawkins durch Epigenetik und neue Gehirnforschung laengst ueberholtes Bild von Genen und Biologie. Aufs Cover des "Gotteswahns" wuerde auch gut das Motto "Ich bin gegen die Religion, weil ich fuer die Wissenschaft bin" passen, ein Wort des Genossen Josef Stalin. Dem intellektuellen Niveau des Buches wuerde es entsprechen.
Nur soviel: November 5, 2008 Joe gegen den Vulkan 1 aus 12 fanden die folgende Rezension hilfreich
Dafuer, dass das Thema des Buches DAS kontroversiellste UeBERHAUPT ist, spricht die durchschnittliche Bewertung absolut fuer sich. Punkt.
hoeret die frohbotschaft: es gibt ein leben VOR dem tod! November 5, 2008 commandercoriander 4 aus 9 fanden die folgende Rezension hilfreich
es geht hier nicht um das spannendste oder sprachlich beste buch, sondern schlichtweg um das WICHTIGSTE buch der letzten jahre. eigentlich sollte es einzug in die schulbuchliste unserer kinder finden! denn der humanist dawkins bricht hier eine lanze fuer ein erfuelltes leben und vor allem fuer ein leben des DENKENS und nicht des glaubens. mit bewundernswerter detailtreue und akribie versucht er auch noch die absurdesten behauptungen und "beweise" religionstreuer menschen zu widerlegen. und das alles, ohne auf die widerlichsten greueltaten der (kath.) kirche (kreuzzuege, inquisition, hexenverfolgung, die verkommenen paepste des mittelalters, die behandlung "gefallener" maedchen bis in die gegenwart,...) weiter einzugehen! wenn es hawkins mittels des buchs und der damit einhergehenden diskussionen gelingt, nur einige der verstockten und durch irrglauben verblendeten religioesen fundamentalisten zum nachdenken zu bringen, hat er unser aller hochachtung verdient!
Nicht lesenswert November 2, 2008 bluespaula (Hannover) 4 aus 15 fanden die folgende Rezension hilfreich
Das Buch geht von einem m E. sehr simplen, aber zumindest undifferenzierten Gottesverstaendnis aus: Der goettliche Wille als einziger Wille und damit als Rechtfertigung fuer alles. (Sind wir im Mittelalter?) Zunaechst waere meines Erachtens eine genauere Analyse der heutigen religioesen Vorstellungen unter Beruecksichtigung religionshistorischer aber auch aktueller soziologischer und politischer Fragestellungen angebracht. Das haette dann schon die Haelfte des Buches eingenommen, aber die Haelfte des Buches dann auch ueberfluessig gemacht. Die Arguemtation wirkt auch auf mich eher unbeholfen und bietet nichts Neues. Im Grunde fuehrt Dawkins die gleiche Argumentation wie "religioese" Menschen es oft tun, nur mit umgekehrten Vorzeichen. Also ist dieses Buch in keinster Weise hilfreich fuer das m. E. eigentlich wichtige: naemlich ein tolerantes Miteinander unabhaengig von u. a. religioesen Vorstellungen.
Eine geniale Schrift gegen die Religion Oktober 30, 2008 Peter Goehmann (Hoexter) 6 aus 12 fanden die folgende Rezension hilfreich
Dawkins schafft es ueberzeugend und sprachlich ansprechend den Mythos Religion zu entlarven und darzulegen, dass Religion nichts weiter als Humbug ist. Dieses Buch ist es auf jedenfall Wert gelesen zu werden.
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