Die Graefin: Marion Doenhoff. Eine Biographie | 
vergrössern | Autor: Klaus Harpprecht Urheber: Klaus Harpprecht Verleger: Rowohlt Verlag GmbH
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Bewertung: 2 Rezensionen Verkaufsrang: 59195
Medium: Gebundene Ausgabe Seiten: 416 Versandgewicht: 1.9 Maße (innen): 8.6 x 6 x 1.9
ISBN: 3498029843 EAN: 9783498029845 ASIN: 3498029843
Publikation: Oktober 1, 2008 Verfügbarkeit: Gewoehnlich versandfertig bei Amazon in 24 Stunden
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Interessante Lektuere November 21, 2008 Janne Hoffmann (Bad Schwalbach) 3 aus 3 fanden die folgende Rezension hilfreich
Ich habe Harpprechts Buch ueber Marion Doenhoff mit Interesse gelesen. Der Autor hat gut recherchiert und einiges "ausgegraben", was auch eingefleischte Fans der Graefin noch nicht wussten. Teilweise ist das Buch recht weitschweifig, zu ueberfrachtet mit Namen und Details. Zu wenig erfaehrt man hingegen ueber Marion Doenhoff als Publizistin, ueber ihren Einfluss auf die deutsche Politik, ihre Rolle als Herausgeberin der ZEIT. Anders als bei seiner Thomas Mann - Biographie scheint Harpprecht hier nur bedingt Zugang zu dem Menschen zu finden, dessen Leben er nachzeichnet. Dennoch kann ich die Lektuere des Buches empfehlen: Harpprechts etwas altertuemlicher, aber glaenzender Stil ist ein Genuss fuer den Leser. Und das, was er ueber das wechselvolle, bewegte und bewegende Leben der Marion Doenhoff herausgefunden hat, ist spannend und informativ.
Grosses Thema oft verfehlt Oktober 2, 2008 H. P. Roentgen 6 aus 8 fanden die folgende Rezension hilfreich
Klaus Harpprecht hat sich Grosses vorgenommen: Die Biografie der ehemaligen Zeit Chefin Marion Doenhoff. Aus altem preussischen Adel verlor sie nach dem Zweiten Weltkrieg ihre Heimat, schrieb Artikel fuer die Zeit, wurde deren Chefredakteurin und spaeter Herausgeberin. Kaum ein anderer Journalist hat die entstehende Bundesrepublik so gepraegt wie sie. Ein spannendes Thema, ein spannendes Buch und doch verfehlt es oft das Ziel. Schon die ersten 60 Seiten, die die Geschichte der Familie schildern, neigen dazu, hin und her zu springen, erwaehnen eine Vielzahl von Namen, lassen aber jeden roten Faden vermissen und auch die geschilderte Zeit nicht lebendig werden. Das setzt sich spaeter fort, der Autor springt sehr gerne hin und her, ohne dass es dafuer ersichtliche Gruende gaebe. Natuerlich gibt es ueber die Jugend und das Studium der Graefin herzlich wenig Unterlagen. Doch etwas mehr Stringenz haette nicht nur die Lesbarkeit, sondern auch den Inhalt verbessert. Spannend wird es, sobald das Hitler Attentat ins Spiel kommt. Fuer die Graefin war das der zentrale Punkt ihres Lebens. Der engste Freund Heinrich Lehndorff fiel Hitlers Schergen zum Opfer. diese Erfahrung praegte sie, und sorgte dafuer, dass aus der Adligen eine entschlossene Buergerin wurde. So ist dieser Teil des Buches, der sich mit dem Attentat und die spaeteren Reaktionen der Graefin darauf beschaeftigt, der staerkste Teil. Nicht, dass der Rest nicht interessant waere. Auffaellig, wie viele Adelige auch noch in den Fuenfzigern und Sechzigern als Politiker die Bundesrepublik praegten. Das Buch nennt sie alle. Der Autor liebt es, mit Namen um sich zu werfen, kratzt dafuer aber oft nur an der Oberflaeche. Dass die Graefin ihre Redaktionssitzungen mit einer natuerlichen Autoritaet leitete, die alle anerkannt haben, ist moeglich und wahrscheinlich. Ein wenig konkreter haette das Buch es dennoch schildern koennen. Liess sich Harpprecht von dem Ruf der Graefin zu sehr einschuechtern? Traute er sich nicht, seiner Person zu nahe zu treten? Oft habe ich als Leser dieses Gefuehl gehabt. Fazit: ein durchaus lesenswert das Buch, das dennoch viel zu wenig ueber die Graefin verraet. (C) Hans Peter Roentgen
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