|
Interkulturelle Kommunikation: Methoden, Modelle, Beispiele | 
vergrössern | Autoren: Dagmar Kumbier, Friedemann Schulz Von Thun, Friedemann Schulz Von Thun Urheber: Dagmar Kumbier, Friedemann Schulz Von Thun Verleger: Rowohlt Tb.
Kaufen Neu: EUR 8,00
Neu (36) Gebraucht (3) ab EUR 8,00
Bewertung: 3 Rezensionen Verkaufsrang: 10194
Medium: Taschenbuch Seiten: 352 Versandgewicht: 0.8 Maße (innen): 7.3 x 5 x 0.9
ISBN: 3499620960 EAN: 9783499620966 ASIN: 3499620960
Publikation: April 1, 2006 Verfügbarkeit: Versandfertig in 1 - 2 Werktagen Zustand: Gerade auch erst erworben, durchgeblaettert und nun wieder weiter verkaufen.
| |
| Ähnliche Artikel:
|
| Kundenrezensionen:
Ein (theoretisch gut fundiertes) Einstiegsbuch fuer Praktiker! Februar 19, 2008 Rudolf Siebenhofer (Wien - Steyr - Nanjing) 10 aus 10 fanden die folgende Rezension hilfreich
Einen Sammelband mehrere Autoren legen Dagmar Kumbier und Friedemann Schulz von Thun hier dem Leser vor, der gerade in unserer Zeit der immer staerker vernetzten und globalisierten Welt vielen international Taetigen eine echte Hilfe sein kann. Wiewohl in der letzten Zeit die Bedeutung kultureller Unterschiede in der Kommunikation gelegentlich auch in Frage gestellt wurde (etwa von Fredmund Malik in seinem Buch "Management. Das A und O des Handwerks" oder von Daniel Golman in seinem Buch "Soziale Intelligenz"), gehen die Autoren sehr klar davon aus, das interkulturelle Unterschiede existieren und die adaequate Beruecksichtigung derselben fuer das gelingen menschlicher Kommunikation entscheidend und wichtig ist. Wovon der Leser am meisten von diesem Buch proftiert, ist die kompakte Darstellung eines "Werkzeugkoffers" der Kommunikation, den Schulz von Thun in seinem dreibaendigen Werk "Miteinander Reden 1-3" ausfuehrlicher dargelegt hat: Zu diesen Werkzeugen gehoeren erstens das "Kommunikationsquadrat", wo es um Selbstkundgebung versus Apelle einerseits und Sachinhalt versus Beziehung andererseits geht. Zweitens das "Werte- und Entwicklungsquadrat" , drittens das sogenannte "Innere Team", ein Werkzeug das vor allem zur Selbsteflexion anregt, viertens das "Riemann-Thomann Modell, in dem der Aspekt von Dauer versus Wechsel und Naehe versus Distanz andererseits im Mittelpunkt stehen. Und als fuenftes Element des Werkzugkoffers findet der Leser noch das Modell des sogenannten "Teufelskreises" vor. Alles in allem sind hier nicht so sehr neue Konzepte entwickelt aber viele bestehende Theorien wie Watzlawik's Kommunikationsaxiome oder die Theorie der "Self-fulfilling-prophecy" und andere stark kondensiert und einfach anwendbar gemacht. Nur knappe 30 Seiten umfasst diese ungemein gut geschriebene Einfuehrung in diese Methoden. Ich fand das eine paedagogische Meisterleistung. Und all diese Werkzeuge werden dann von verschiedenen Autoren in kurzen Beitraegen auf unterschiedliche Kulturen angewendet (Deutschland, Japan, Peru, Vietnam, Mexiko, China, Tuerkei, Italien, Lateinamerika) aber auch anhand voellig unterschiedlicher Situationen (Arbeitswelt, Ehe und Familie, Konflikte mit Jugendlichen, Notfaelle und letztlich Auslandeinsaetzen mit begleitenden Familienangehoerigen) dem Leser sehr praktisch vorgestellt. Vielleicht ist diese thematische und kulturelle Breite des 350 Seiten umfassenden Bandes eine kleine Schwaeche, denn dadurch leidet ein wenig die Tiefe der einzelnen Themen. Aber dadurch kann das Buch fuer viele Menschen ein Einstiegspunkt in die Thematik interkultureller Kommunikation sein und in der dann gegebenen spezifischen Situation ist ohnehin eine vertiefende Beschaeftigung mit der jeweiligen Kultur erforderlich. Aus meiner Erfahrung in Laendern Europas, Afrikas, Amerikas und Asiens kann ich dieses Buch nur jedem empfehlen, dem Kommunikation in so unterschiedlichen Kulturen gelingen will. Das ganze Buch ist in einer ausgewogenen Balance aus Theorie und Praxis geschrieben und methodisch-didaktisch bestechen auch die graphischen Darstellungen, die aber nicht nur schoene Grafiken, sondern eben Teil der beschriebene Werkzeuge sind, die darauf warten, vom Leser angewendet zu werden. Die im Buch enthaltene Metapher, der Leser moege sich in die Rolle einer "Monoploy" Spielfigur hineinversetzen, die ploetzlich in einem Schachspiel die Rolle des "Pferdes" uebernehmen soll, trifft die Sache recht gut. Und in diesem Sinne ist das Buch auch ein toller Beitrag zur Foerderung von mehr Toleranz und gegenseitigem Verstaendnis.
Interkulturelle Kommunikation ist viel - aber nicht alles! Oktober 30, 2007 Detlef Ruesch (Freising, Bayern) 12 aus 13 fanden die folgende Rezension hilfreich
Interkulturelle Kommunikation ist sowohl hinsichtlich der Literatur-, Trainings- als auch Fortbildungsangebote in den letzten Jahren stark im Kommen. Das von Dagmar Kumbier und Friedemann Schulz von Thun herausgegebene Buch "Interkulturelle Kommunikation" fasst nunmehr eine Reihe von Aspekte wertvoll zusammen. Hierzu haben sie sehr praxiserfahrene Autoren/-innen fuer 15 Beitraege gewinnen koennen. Neben den innerdeutschen Kulturen, werden diverse andere Gesichtspunkte ins Blickfeld gerueckt. Wie man mit einem Kind aus einer anderen Kultur umgeht, das in eine andere Familie hineinwachsen soll, wie interkulturelle Partnerberatung aussehen kann, welche konkrete Mediations- und Beratungskonzepte es gibt, die interkulturelle Punkte beruecksichtigen. Dies alles wird sehr treffend erlaeutert. Zudem werden konkrete hIlfen gegeben, wie man mit Missverstaendnissen, Irritationen und Fremdheitsgefuehlen umgehen kann. Fuer Soziale Arbeit und Schule wird vor allem der Beitrag zur Arbeit mit straffaelligen Jugendlichen von Interesse sein. Spannend gestaltet sich zudem der Bericht ueber die interkulturelle Arbeit im Rettungsdienst. Sehr eindruecklich wird auch beschrieben, wie man mit einer "multikulturellen Identitaet" umgehen kann. In zwei abschliessenden Beitraegen wird aber auch erlaeutert, dass die Beruecksichtigung von interkulturellen Aspekten zwar wichtig, aber nicht allein selig machend ist. Individuelle Punkte gehoeren weiterhin in die Kommunikation eingebracht. Man darf der Begegnung mit einem auslaendisch (aussehenden) Mitbuerger nicht direkt so begegnen, dass man alle interkulturellen Aspekte zwischen sich stellt. Reflexion des persoenlichen Handelns und der eigenen Vorstellungen ist immer wieder notwendig und darf nicht ausser Acht gelassen werden. Die Textbeitraege werden von treffend gezeichneten Abbildungen und Graphiken sorgfaeltig unterstuetzt und haben immer auch eine leichte Brise Humor mit dabei, so dass auch das Emotionale in der Beschaeftigung mit dem Thema nicht zu kurz kommt. Hier wird auch vortrefflich das Leitmotiv des Buches "Inneres Teams" toll dargestellt. Unterschiedliche Interessen und Wuensche spielen in der Begegnung mit Menschen aus anderen Kulturen eine grosse Rolle. Diese sind zum Teil divergierend und muessen so teilweise mit sich persoenlich oder auch in der Begegnung verhandelt werden. Die Anfuehrung von Literatur am Ende jedes Beitrages ist etwas muehsam; hier waere es gut gewesen, eine Sammelliteraturliste aufzunehmen. Ansonsten besticht dieses wirklich preiswerte Buch durch seinen praezisen, hilfreichen und gut lesbaren Inhalt. Moegen viele Sozialarbeiter/-innen und Lehrer/-innen aber auch Verantwortliche aus Politik, Bildung und Kirche die vortrefflichen Informationen und Anregungen aufgreifen!
Schulz von Thun auf den interkulturellen Kontext angewandt Mai 29, 2007 Jan (Potsdam) 16 aus 18 fanden die folgende Rezension hilfreich
Das Buch baut inhaltlich auf die Modelle der Miteinander Reden Praxis auf und wendet diese im interkulturellen Kontext an. Anhand von Beispielen werden Klassiker wie das Innere Team oder das Kommunikationsquadrat dazu verwendet interkulturelle Kommunikationskonstellationen zu erlaeutern und dabei auf ihre Eigenheiten einzugehen. Die Beispiele sind jeweils von verschiedenen Autoren, das Buch bleibt aber trotzdem, wie die meisten Buecher aus dieser Reihe sehr gut zu lesen. Die so einfach erscheinenden Modelle fuehren dabei zu einigen Aha-Erlebnissen. Ein gelungenes Buch fuer alle, die gern Miteinander Reden gelesen haben, aber auch fuer Einsteiger duerfte es ein gut zu verstehendes und erhellendes Buch sein.
|
|
|
| |