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Wie man einen verdammt guten Roman schreibt, Bd.1

Wie man einen verdammt guten Roman schreibt, Bd.1

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Autor: James N. Frey
Urheber: James N. Frey, Ellen Schlootz, Jochen Stremmel
Verleger: Emons

Kaufen Neu: EUR 16,80



Neu (71) Gebraucht (6) Sammlerstück (2) ab EUR 11,00

Bewertung: 4.0 von 5 Sternen 74 Rezensionen
Verkaufsrang: 5466

Medium: Gebundene Ausgabe
Ausgabe: 1
Seiten: 200
Versandgewicht: 0.9
Maße (innen): 8.8 x 5.9 x 0.8

ISBN: 3924491321
EAN: 9783924491321
ASIN: 3924491321

Publikation: Juni 1997
Verfügbarkeit: Gewoehnlich versandfertig bei Amazon in 24 Stunden

Auch erhältlich in:

  • Gebundene Ausgabe - Wie man einen verdammt guten Roman schreibt, Bd.2, Anleitungen zum spannenden Erzaehlen fuer Fortgeschrittene: Bd II
  • Broschiert - Wie man einen verdammt guten Roman schreibt

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Redaktionelle Rezensionen:

Aus der Amazon.de-Redaktion
Wie man einen ueberraschenden Anfang findet, weiss der Autor genau: "Warum dieses Buch nicht das richtige fuer Sie sein koennte", heisst das Vorwort seiner Erzaehllehre. Zum Schluss gibt er dann aber sogar eine Erfolgsgarantie, und zwar eine hundertprozentige: "Jeder kann ein Romanschriftsteller werden" -- wenn er nur hart genug an sich arbeitet ...

Wie man das sinnvoll und systematisch tut, dazu leitet Frey an, wie gewohnt selbstbewusst, angenehm dialogisch und direkt, und noch einen Tick munterer und frecher als in seinem Buch fuer Anfaenger. Teilweise ist Teil zwei sogar ein Pamphlet gegen Pseudoregeln akademischer Kreativ-Schreib-Seminaristen. Dem stellt Frey, selbst Dozent, eine Menge (Gegen-)Beispiele entgegen, und seine Prinzipien: zitternde Spannung und unvergessliche Figuren schaffen (Schwaechlinge und Verrueckte, dominierende und gespaltene), die richtige Moral fuer die Geschichte finden, eine starke Erzaehlerstimme entwickeln -- und dem Leser das liefern, was man ihm versprochen hat.

Ob das Buch nicht das richtige fuer Anfaenger ist, wie Frey eingangs schreibt, ist aber fraglich. Auch sie kann es amuesieren und informieren, beim analysierenden Lesen helfen, fuers Schreiben begeistern -- und warnen. Zu den Todsuenden angehender Autoren zaehlt Frey zum Beispiel den epigonenhaften Versuch, literarisch zu sein. Zitat: "Wird der Literat im Kurs beispielsweise darauf hingewiesen, dass seine Geschichte keinen Spannungsbogen hat, dass sie statisch, langweilig oder lahm ist, wird er ein ironisches Laecheln aufsetzen und einem erklaeren, dass man offenbar 'Der Dreck am Rande der Zeit' nicht gelesen hat, diese bahnbrechende Geschichte aus der Feder des literarischen Heroen, an dessen Rockschoessen er dabei ist, in die Unsterblichkeit zu schweben ..." Solche nachahmenden Literaten seien erfolglos. "Doch einem angehenden Literaten zu erklaeren, dass er sich nicht die gleichen Regelverstoesse erlauben kann wie die literarischen Heroen, ist so, als wollte man einem Vierjaehrigen klarmachen, warum er keinen Martini haben darf." Wie verstaendlich und locker Freys Fortgeschrittenenkurs auch zu lesen ist, immer wieder macht er deutlich: "Schreiben ist schmerzlich. Schreiben ist harte Arbeit." Da braucht es eben mehr als Talent und Nachahmungsgabe.

Wer ein Literat werden will, dem sagt Frey: Versuche, zuerst ein grossartiger Geschichtenerzaehler zu werden. Denn das kann man lernen. Und dieser Autor zeigt, wie es geht. --Frank Rosenbauer


Kundenrezensionen:   Gelesen 69 mehr Rezensionen...

3 von 5 Sternen nett zu lesen   August 11, 2008
Celebgil (Frankfurt)
Das Buch ist mitreissend geschrieben, so dass das Lesen wirklich Spass bringt und man in einen leicht euphorischen Zustand geraet. In diesem Punkt beherrscht Frey sein Handwerk ausgezeichnet. Fuer Fortgeschrittene ist dieser Pep-Talk allerdings zu oberflaechlich. Hier waere mehr Tiefe und eine eingehendere Auseinandersetzung mit den einzelnen Techniken wuenschenswert gewesen. Insgesamt bleibt der Eindruck von Fast-Food: Schnell gegessen, ziemlich lecker, aber wenig Substanz.


5 von 5 Sternen Verdammt gutes Sachbuch!   Juli 6, 2008
kamelin
7 aus 7 fanden die folgende Rezension hilfreich


Wer sich fuer dieses Buch entscheidet erhaelt 200 Seiten kompakte Informationen, kurz & knackig auf den Punkt gebracht, charmant und witzig geschrieben. Jungautoren, die sich bisher durch ihren (ersten) Roman gequaelt haben, weil ihnen Wissen bzw. das Handwerk fehlt, wird dieses Buch wie eine Verheissung vorkommen, denn ein Autor der schreibt, ohne die grundlegenden Techniken zu kennen, hat es schwer. Es ist wie bei einem Essen in einem piekfeinen Restaurant, in dem man sich unvermittelt mit einer Armada Besteck konfrontiert sieht, bei der man sich fragt: sieht toll aus, und nun? Selbst wenn man das Fischmesser als solches identifizieren kann, heisst das noch lange nicht, dass man in der Lage ist, den Fisch fein saeuberlich auseinanderzunehmen. Wenn man nicht weiss, wie das vor sich geht, ist es wahrscheinlich, dass man sich beim Versuch so zu tun als ob, bis auf die Graeten blamiert.

James N. Frey gibt seinen Lesern nicht nur das Besteck bzw. das Werkzeug an die Hand, wie man einen verdammt guten Roman schreibt, er traegt auch lebensnah und auf humorvolle Art und Weise vor, was man damit machen kann. Immer wieder bringt er Beispiele aus der klassischen Literatur, schlaegt Boegen von Gustave Flauberts "Madame Bovary", Charles Dickens "Ein Weihnachtslied in Prosa", und Ernest Hemmingways "Der alte Mann und das Meer", ueber Vladimir Nabokovs "Lolita" bishin zu John Le Carees "Der Spion der aus der Kaelte kam" bzw. Mario Puzos "Der Pate". Daneben bringt er zahlreiche eigene Beispiele, z.B. wie man aus einem lahmen Dialog einen interessanten bzw. spannenden Austausch macht, wie man seinen Figuren Leben einhaucht und seine Prosa farbenfroh und sinnlich formuliert, also alle Sinne anspricht: Hoeren, Sehen, Fuehlen, Schmecken und Riechen, sprich wie man ein ganzheitliches Bild kreiert, das den Leser auf allen Ebenen beruehrt.
Wer vorher noch nie von einer Praemisse gehoert hat, wird bald feststellen, dass dies der Dreh- und Angelpunkt guter Prosa ist. Wer keine Ahnung hat, was eine Hyperbel ist, wird sie nach dem Lesen als nuetzliches kleines Dingelchen ins Herz geschlossen haben. Der Stil des Autors ist praezise wie praxisnah gehalten und gibt einen klaren Ueberblick ueber unterschiedliche Schreibtechniken, Perspektiven und Erzaehlstile. Es hat mir ausserordentlich viel Freude bereitet die vielen Hinweise aufzunehmen und quasi sofort anzuwenden, zumal das Ganze herrlich unkompliziert wie erfrischend geschrieben ist. Ich habe das Buch innerhalb einer Woche derart zerlesen, das es aussieht, als sei es bereits Jahre alt, denn auf beinahe jeder Seite finden sich wertvolle Informationen, wichtige Hinweise oder inspirierende Ideen.
Der lange Rede kurzer Sinn: das ist ein verdammt gutes Sachbuch, das jeden Cent wert ist!



4 von 5 Sternen gute Fortfuehrung und Vertiefung des ersten Teils   März 8, 2008
Kritischer Leser (Wien)
13 aus 13 fanden die folgende Rezension hilfreich

Wieder spannend, unterhaltend, mehr zum Nachdenken anregend als der erste Band. Verwendet viele Seiten auf das Finden einer guten Praemisse und schreibt ausfuehrlich ueber Fehler und Todsuenden des Romanschreibens. Davon gibt es wohl genug. Leider nennt er auch ein paar Dinge, die man nicht so gerne hoert: Konsequenz, harte Arbeit, Ausdauer etc.; ein tolles Buch, das unter anderen seiner Art hervorsticht; es macht tatsaechlich Lust auf eigenes Schreiben.


5 von 5 Sternen Eines der besten Buecher seiner Art, wenn nicht das beste   März 8, 2008
Kritischer Leser (Wien)
21 aus 21 fanden die folgende Rezension hilfreich

Das allermeiste ueber das Schreiben habe ich aus diesem Buch von Frey gelernt. Amuesant und aufschlussreich, uebersichtlich und toll gegliedert.
Schritt fuer Schritt geht Frey an das heran, was einen Roman ausmacht: Die Figuren, der Konflikt, die Praemisse, Dialoge, etc. Dabei bleibt alles leicht verstaendlich, logisch, ja sogar spannend. Fuer Einsteiger verstaendlich und hilfreich, fuer Fortgeschrittene ein Werk, das man immer wieder einmal zur Hand nehmen sollte. Und bei Frey bekommt man wirklich Lust, selber zu schreiben. Absolut zu empfehlen!



3 von 5 Sternen Wie man Fehler beim Schreiben eines Trivialromans vermeidet   Februar 25, 2008
Aljoscha Andreas Schwarz (Muenchen)
2 aus 6 fanden die folgende Rezension hilfreich

... waere der zutreffendere Titel. Aber klar - kritisieren ist einfacher als selbst machen. Ich finde das Buch schon empfehlenswert. Allerdings sollte niemand dem Wahn verfallen, dass Frey's Tipps wirklich helfen einen "verdammt guten Roman" zu schreiben. Frey hilft, Fehler zu vermeiden, die wohl den meisten passieren, die einen Roman schreiben. Einen Krimi, eine Liebesgeschichte, einen Historienroman ohne allzu grosse Ansprueche - aber nicht etwas "Grosses". Was in Amerika noch gerade geht, funktioniert in Deutschland nicht - da wird's jeder schwer haben, der sich strikt an Freys Ratschlaege haelt. Es ist einfach zu stereotyp.
Das seitenweise Zitieren eines Meisterwerks wie "A Chrismas Carol" von Dickens soll die "Schreibregeln" illustrieren - geht aber m.E. am Wesentlichen vorbei. Literaturwissenschaftler sind nach Frey alles Deppen und ein Schriftsteller schreibt 10 Seiten - pro Stunde (!). Naja.
FAZIT: Hilft, die uebelsten Fehler zu vermeiden; insbesondere fuer Anfaenger durchaus empfehlenswert.