Hoffnung wagen: Gedanken zur Rueckbesinnung auf den American dream | 
vergrössern | Autor: Barack Obama Urheber: Barack Obama, Helmut Dierlamm, Ursel Schaefer Verleger: Riemann
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Bewertung: 5 Rezensionen Verkaufsrang: 708
Medium: Broschiert Ausgabe: Sonderausgabe. Seiten: 400 Versandgewicht: 1.5 Maße (innen): 8.5 x 5.4 x 1.3
ISBN: 3570501027 EAN: 9783570501023 ASIN: 3570501027
Publikation: November 12, 2008 Verfügbarkeit: Versandfertig in 1 - 2 Werktagen Zustand: Neu, in Folie gepackt.
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| Redaktionelle Rezensionen:
Aus der Amazon.de-Redaktion Mit Hoffnung wagen stellt Barack Obama, neben Hillary Clinton der wohl chancenreichste Bewerber um die Praesidentschaftskandidatur der Demokraten 2008, nicht einfach das Programm vor, mit dem er die Anhaenger seiner Partei bei den Vorwahlen davon ueberzeugen moechte, dass er das Land zu fuehren und die Dinge zum Besseren zu wenden vermag. Er spricht in dem in vielerlei Hinsicht ueberraschenden Buch vielmehr sehr ausfuehrlich auch ueber seine eigene Unsicherheit (in Bezug etwa auf seine Rolle als -- wegen seines Berufs viel zu haeufig abwesender -- Ehemann und Vater), aber auch ueber die unleugbare existenzielle Unsicherheit, die fuer das Leben vieler Amerikaner praegend ist. Und er spricht ueber das Risiko, Politik so zu betreiben, wie er sie versucht zu betreiben: Ohne ideologische oder parteipolitische Scheuklappen, offen und partnerschaftlich diskursiv statt konfrontativ. Ueberraschend fuer ein Buch, mit dem sich ein Politiker fuer hoehere Aufgaben empfehlen will, ist die selbstkritische Aufmerksamkeit, mit der Obama sich selbst und seine eigene, ihm in manchen Fragen zu dogmatische Partei in den Blick nimmt. Noch ueberraschter aber ist man bei der Lektuere, dass man ihm diese Selbstkritik abnimmt, statt in ihr bloss eine der ueblichen Finten zu erkennen, mit denen man bei genau den Waehlern Punkte sammeln moechte, die einen nicht sowieso schon waehlen. Der Autor scheut sich auch nicht, offen diejenigen politischen Ueberzeugungen vor seinen Lesern auszubreiten, von denen er weiss, dass die Mehrheit der Amerikaner sie nicht teilt. Aber wie er dies tut, erscheint glaubwuerdig und gibt eine Ahnung davon, weshalb Viele in dem Afroamerikaner einen echten Hoffnungstraeger sehen und glauben, er koenne dem Land den American Dream wiedergeben, der es einst gross gemacht hat. Innenpolitisch wuerde man dem Autor nach der Lektuere zutrauen, die tiefen Graeben, die die Praesidentschaft von George W. Bush in der amerikanischen Gesellschaft aufgerissen hat, zu ueberwinden. Aussenpolitisch ist das Profil, das in diesem ueberaus lesenswerten Buch gezeichnet wird, noch recht unscharf. Immerhin, so viel kann man mit einiger Sicherheit schliessen, wuerde ein Praesident Obama einen weniger texanischen Stil pflegen als der scheidende Praesident. Aber dies gilt nicht nur, voellig unabhaengig von ihrer Parteizugehoerigkeit, fuer alle uebrigen moeglichen Mitbewerber auch, es ist auch wirklich keine Ueberraschung. -- Andreas Vierecke, Literaturanzeiger.de
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| Kundenrezensionen:
Memoiren eines Thronanwaerters November 8, 2008 Selicor (Bayern) 11 aus 13 fanden die folgende Rezension hilfreich
Barack Obama hat nicht vorhergesehen, dass er einmal ins Rennen um die Praesidentschaft der Vereinigten Staaten einziehen wuerde, als er sich entschloss, seine Erinnerungen zu ordnen und aufzuschreiben. Haette er damit gerechnet, dann waeren seine Buecher ganz anders ausgefallen. Seine Berater haetten nie zugelassen, dass mit solcher Offenheit und einem so unzensierten Mass an Selbstkritik, derart persoenliche Seiten der Oeffentlichkeit zugaenglich gemacht wuerden. Was da steht, das kann man nicht mehr zuruecknehmen. Umso wichtiger sind diese Buecher heute, wo die Chancen hoch sind, dass er eine der maechtigsten Positionen der Welt einnehmen wird. Wir sind es gewohnt in der Politik nach Strich und Faden belogen und manipuliert zu werden. Obama ist also nicht nur wegen seiner Hautfarbe ein Phaenomen, aufgrund seines geringen Alters eine Ausnahmeerscheinung und in seiner Intelligenz eine wohltuende Abwechslung zu Bush. Wer seine Buecher liest, kann sich von diesem Mann ein Bild machen, als wuerde es sich um einen Nachbarn handeln, mit dem man jahrelang gute Beziehungen gepflegt hat. Der Mensch Obama erschliesst sich uns hier aus den vielen, sehr reflektiert geschilderten Begebenheiten. In ihrer Vielschichtigkeit und Offenheit wirken sie unmittelbar authentisch. Die Entwicklung eines aussergewoehnlichen Charakters wird nachvollziebar. Hier wird uns nicht gesagt, was wir ueber ihn denken sollen. Sein Ringen mit seinen Schwaechen wird ebenso thematisiert, wie die Problematik seiner Rassenzugehoerigkeit. Und das alles ohne den geringsten Werbecharakter. Diese Buecher sind unbedingt empfehlenswert fuer jeden, der sich eine eigene Meinung bilden moechte. Ja die Buecher laden den Leser geradezu ein dies zu tun. In einem Europa, das nur zu gern den Amerikanern Klischees ueberstuelpt, sind Barack Obamas autobiographische Texte vielleicht besonders hilfreich.
Obama - Neuerer oder Medienexperte ? Juli 1, 2008 Gerard (Starnberg) 33 aus 38 fanden die folgende Rezension hilfreich
Dieser aufstrebende Praesidentschaftskandidat wird jeden Tag fuer das weltweite Publikum interessanter. Noch vor einem guten halben Jahr, im Herbst 2007, aeusserten sich die grossen deutschen Nachrichtenmagazine eher abfaellig ueber Obama. Sie unterstellten ihm mangelnde Rednerfaehigkeiten und ein wirres Wahlprogramm, ja schlimmer: gezielten Minderheitenstimmenfang! Heute, Monate spaeter, sieht man Obama in einem anderen Licht, dem des erfolgreichen Politikers, der es versteht, Millionen von amerikanischen Waehlern auf seine Seite zu ziehen! Sein Sieg ueber die maechtige Clique der Clintons, sein genialer Werbeauftritt im Internet, seine "Geheimwaffe" Familie und immer wieder die faszinierende Verkoerperung eines neuen Amerikas! Das Buch ist sehr spannend zu lesen, die Erzaehlung ueber diesen aufstrebenden Amerikaner schwarzer Hautfarbe, dem der Ruf eines Ausnahmepolitikers vorauseilt. Spannend, energiegeladen und in fesselnder Weise mitreissend, erfaehrt man dann den ungewoehnlichen Werdegang dieses beeindruckenden Menschen: seine Kindheit in aermlichen Verhaeltnissen in Hawaii, seine grosse Familie, die heute noch groesstenteils in Entwicklungslaendern lebt. Schon nach den ersten Seiten wird dem Leser klar, dass dieser Barack Obama das Zeug zum Praesidenten des maechtigsten Landes der Welt hat und wenn dem so sein sollte, kann man grosse Veraenderungen in der Weltpolitik erwarten. Er strahlt auf jeder Seite des Buches das "neue Amerika" aus, das gerechte, optimistische Amerika, das sich von den kriegerisch-kapitalistischen Politikern wohltuend distanziert. Hier geht es wieder um menschliche Werte, um Frieden und Harmonie. Ich finde es persoenlich extrem befriedigend, dass eines der rassistischten Laender der Erde, wo es noch vor 30, 40 Jahren unmoeglich gewesen waere, einen Farbigen in leitender Position zu sehen, es heute als normal empfindet, dass ein Farbiger die Geschicke der Nation leiten koennte! Welch eine Niederlage fuer die ewig Rechten, fuer die KKKler und auch, in entgegengesetzter Weise, fuer die zahllosen afrikanischen Staaten, die nach einem halben Jahrhundert der Unabhaengigkeit, diese Toleranz und diese erstaunliche geistige Beweglichkeit der Amerikaner nicht nachvollziehen koennen! Barack Obama ist tatsaechlich die Personifizierung des amerikanischen Traumes und bis zum Schluss des Buches ist man von seinem Leben und seinem Schicksal gebannt! Er erinnert mich in seinem Wesen an einen anderen Helden unserer Zeitgeschichte, dem Pater Pedro Opeka in Madagaskar: genau wie er hat er die Leitmaxime, dass der Willen eines Menschen Berge versetzen kann und es uns auch allen vormacht! Ob Praesident oder nicht, der Politiker Obama ist heute schon der Stellvertreter des neuen Amerikas und Hoffnungstraeger fuer die ganze Welt! Wir alle werden von der Politik dieses Mannes beeinflusst werden, ob wir es wollen oder nicht. Schon deshalb ist dieses ungemein spannende, politische Buch eigentlich schon eine Pflichtlektuere, denn so koennte das Amerika von morgen aussehen!
Der Mann isr richtig gut! Juni 26, 2008 Anne von Blomberg 19 aus 25 fanden die folgende Rezension hilfreich
Um es gleich zu sagen: Ich habe "Die Hoffnung wagen" nur auf englisch gelesen: The Audacity of Hope. Ich kann also nichts ueber die Uebersetzung sagen, sondern nur das Buch loben: Es ist grossartig. Obama schreibt nicht nur einen geschliffenen, sehr gut lesbaren Stil. Er ist ein Mensch, wie ich ihn mir auch fuer Deutschland wuensche: ehrlich, selbstkritisch, auf eine sehr angenehme Art moralisch, erstaunlich unabhaengig von Lobbyisten, gaengigen Meinungen, Pressure-Groups. Auch denen der amerikanischen Schwarzen, die ihm vorwerfen, dass er nicht "unterprivilegiert" ist, nicht aus einer Familie ehemaliger Sklaven stammt. In "Die Hoffung wagen" beschreibt er seinen Wahlkampf um einen Sitz im US-Senat. Es erschien in den USA schon 2006. Hier verbindet Barack Obama sehr einleuchtend Rueckblicke auf sein persoenliches Leben als Sohn einer weissen Mutter und eines Kenianers, der die Familie zwei Jahre nach Baracks Geburt verliess, mit der Beschreibung seiner Wahlkampfziele - ein besseres Leben fuer die Bewohner der Inner-City-Slums. Gleichgueltig, welche Hautfarbe sie haben. Mit besserer aerztlicher Versorgung und ganz besonders einer besseren Ausbildung fuer die Kinder. Das liest sich nicht sehr "amerikanisch", denn die europaeischen Unterschicht hat - von der medizinischen Versorgung mal abgesehen - ganz aehnliche Probleme, und Hoffungslosigkeit, bedingt durch hilflose oder schlechte Lehrer und Schulen, ueberforderte Eltern und Einfallslosigkeit der Politiker, ist das groesste. Barack Obama, der auch bei Fragen wie Abtreibung, Einwanderung oder den in den USA sehr umstrittenen Homo-Ehen einen sehr ausgewogenen Standpunkt vertritt, bekaempft diese Hoffungslosigkeit nicht nur durch Sprueche wie das "Yes, We Can" (der in diesem Buch noch nicht auftaucht) seines 2008-er Wahlkampfes um die Nominierung zum Praesidentschaftskanidaten der US-Demokraten. Er fordert neue Prioritaeten und damit ein Umlenken der Steuergelder - weg von den hohen Subventionen fuer Bauern, Grossfirmen und die unter Bush so verhaetschelten Reichen zu den Armen. Ja, so einen "Kerl" koennten wir hier auch brauchen. Als US-Praesident taete er wohl der ganzen Welt gut, aber selbst wenn Sie anderer Meinung sein sollten: ein anregendes, spannendes, kluges Buch ist "Die Hoffung wagen" auf jedeen Fall.
Sehr gutes Buch April 18, 2008 Anspruchsvoller Leser 4 aus 9 fanden die folgende Rezension hilfreich
Diese Buch finde ich sehr gut, weil Barack Obama beschreibt wunderbar die Situation in den USA aus poltischer und menschlicher Hinsicht. Dazu gibt er Loesungsverschlaege ueber die auch mal deutsche Poltikter nachdenken sollten. Aber der Ausfuehrung dieser Vorschlaege haelt er sich recht vage. Was mich stoert ist das man dieses Buch mit einem Duden an der Seite lesen sollte, weil viele Fremdwoerter benutzt werden, die nicht jedem gelaeufig sind. Wobei man sich hier fragen muss, ob er das selbst oder die Uebersetzer verbrochen haben. Und man muss das Buch mit viel Ruhe um sich herum lesen, weil man sich sehr konzentrieren muss, um alles richtig zu verstehen.
Der Mann schreibt wie er redet... Februar 8, 2008 M. Dienstbier (Bochum/Karlsruhe) 29 aus 39 fanden die folgende Rezension hilfreich
...und wer seine mittlerweile schon legendaere Rede vor der Democratic Convention 2004 noch im Ohr hat weiss, dass das nur als Kompliment gemeint sein kann: "There is no black America, there is no white America, there is no Latino, no Asian, no conservative and no liberal America. There is only the United States of America" rief der Senator aus Illinois der aufgepeitschten Menge zu. Mit den inhaltlich simplen und rhetorisch brillant artikulierten Saetzen, hat Barack Obama einen Nerv getroffen in einem Land, dass zu diesem Zeitpunkt bereits vier Jahre lang von einer religioes-rechten Administration gespalten worden war. Auch der Satz "The Audacity of Hope", was jetzt in der deutschen Ausgabe etwas weniger pathetisch mit "Hoffnung wagen" uebersetzt worden ist, kam in seiner Rede vor. 2006 hat Obama schliesslich das Buch zur Rede auf dem Markt gebracht, um ueber sein Leben, seine Politik und seine Interpretation des American Dream zu schreiben. Das Buch skizziert unter anderem ganz grob die Politik, die ein moeglicher Praesident Obama verfolgen wuerde. Und wenn man liest, was fuer eine Politik ein moeglicher Praesident Obama zu vertreten gedenkt, koennen einem alten Europaeer die Freudentraenen kommen: "I believe in evolution, scientific inquiry and global warming; I believe in free speech, whether politically correct or politically incorrect, and I am suspicous of using government to impose anybody's religious beliefs - including my own - on nonbelievers" (10). Des Weiteren spricht er sich fuer eine allgemeine Krankenversicherung, das Recht auf Abtreibung, fuer schaerfere Waffengesetze und fuer eine Aussenpolitik, die die internationalen Institutionen respektiert, ein. Auffaelligstes Merkmal Obamas ist jedoch, dass er fuer eine parteiuebergreifende Politik eintritt, die die Wunden des Landes heilen und das Versprechen des American Dream erneuern soll. So betont er in den ersten beiden Kapiteln "Republicans and Democrats" und "Values", dass die beiden Parteien doch durch die identischen Werte verbunden werden und somit zum Wohle des amerikanischen Volkes haeufiger kooperieren sollen. The Audacity of Hope" kann uns Europaeern auch einen Einblick in das Wesen der USA geben, was uns in den vergangenen Jahren so fremd geworden ist. Im Kapitel "Faith" betont er seinen festen Glauben an Gott (ohne den man in Amerika auch nicht waehlbar ist). Dabei distanziert er sich jedoch von den radikalen Evangelikalen, die die Trennung zwischen Staat und Kirche aufheben wollen. Ebenso wird im Kapitel "Family" die herausragende Bedeutung dieser Institutionen herausgearbeitet. Der europaeische Leser mag da das eine oder andere Mal verwirrt die Augenbrauen hochziehen, was denn teilweise intime familiaere Details in einem groesstenteils politischen Buch zu suchen haben. Doch neben einer offen zur Schau gestellten Religiositaet muss man auch das Image eines perfekten Familienlebens kreieren. Sonst braucht man sich erst gar nicht fuer politischen Aemter bewerben. "The Audacity of Hope" klingt fast zu schoen, um wahr zu sein. Obama schreibt mit so viel Energie und ehrlich klingender Ueberzeugung , dass man ihm alles glauben will. Wenn er als Praesident die hier dargestellte Politik tatsaechlich verwirklicht, dann wuerde sich das sicherlich positiv auf das transatlantische Verhaeltnis auswirken. Fazit: Glaenzend geschriebenes Buch ueber die moegliche politische Zukunft der USA. In Europa heisst es nun Daumen druecken, dass sich die Demokraten in den kommenden Monaten nicht auf der Suche nach einem/einer Praesidentschaftskandidaten/Praesidentschaftskandidatin noch mehr zerfleischen, als es bisher leider schon der Fall gewesen ist. Das Duo Clinton/Obama waere doch die perfekte Loesung. Nur ueber die Reihenfolge muesste man sich dann noch einigen.
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