Barack Obama: Wie ein US-Praesident gemacht wird | 
vergrössern | Autor: Webster Griffin Tarpley Urheber: Webster Griffin Tarpley, Hartmut Cramer, Ortrun Cramer Verleger: Kopp, Rottenburg
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Bewertung: 13 Rezensionen Verkaufsrang: 2463
Medium: Gebundene Ausgabe Seiten: 221 Versandgewicht: 0.9 Maße (innen): 8.4 x 5.6 x 1
ISBN: 3938516747 EAN: 9783938516744 ASIN: 3938516747
Publikation: September 2008 Verfügbarkeit: Versandfertig in 1 - 2 Werktagen
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Beinahe hereingefallen! Dezember 31, 2008 F. Seibert (RP) 9 aus 11 fanden die folgende Rezension hilfreich
Da waere ich doch beinahe hereingefallen! Auf der Suche nach einer Bio ueber Barack Obama, die auch kritische Ansaetze haben soll, haette ich beinahe nach diesem Buch gegriffen. Ich habe es nicht gekauft und gelesen, da ich den Klappentext und schliesslich den Namen des Autors las: Gerhard Wisnewski! Der Verschwoerungstheoretiker, der schon den Grimme-Preis fuer ein Buch (armes Deutschland) bekam, in dem er behauptete, dass die 3. und 4. Generation RAF vom Staat inszeniert worden sei und puenktlich nach dem 9/11 die Amerikaner fuer den Anschlag auf das World Trade Center verantwortlich gemacht hat. Man koennte diesen Autoren einen Vollidioten nennen, wenn er nicht so hervorragend dabei verdienen wuerde.
Ich selbst HAeTTE in den USA Barack Obama gewaehlt! Dezember 20, 2008 Richard Albrecht (Hamburg) 3 aus 12 fanden die folgende Rezension hilfreich
Wieso? Na das ist doch offensichtlich ... aeh, weil ... aeh - ich meine ... mhhh. Ich haette keinen guten Grund gehabt! Ausser, dass er Afro-Amerikaner ist, Demokrat und gaenzlich anders scheint als George Bush. Ich hatte keine Ahnung wem gegenueber er loyal ist, wer seine Unterstuetzer sind und was sein politisches Programm sein soll... Dieses Buch wurde in der Zeit des Wahlkampfes geschrieben. Als die Presse Obama hofierte, ueber Clinton veraechtlich und Mc Cain stiefmuetterlich berichtete. Wer ist Barack Obama? Lesen Sie dieses Buch, das Ihnen weit ueber diese Frage hinaus antworten liefern wird. Antworten auf Fragen, die Sie wahrscheinlich nie stellen wuerden - obwohl es Sie etwas angeht! Sie hier in Deutschland! Ich bestelle gerade weitere Exemplare fuer Freunde...
Wie wird denn jetzt ein US-Praesident gemacht? Dezember 17, 2008 Mario Pf. (Oberoesterreich) 14 aus 21 fanden die folgende Rezension hilfreich
Darauf bietet Webster Griffin Tarpley in seinem Buch naemlich keine konkrete Antwort, viel eher schiesst er sich mit einer Verschwoerungstheorie auf den ehemaligen Nationalen Sicherheitsberater Jimmy Carters, Zbigniew Brzezinski ein. "Zbig" wie in Tarpley gelegentlich nennt hat noch im Vorwahlkampf der Demokraten seine Sympathie gegenueber Barck Obama bekuendet und dessen Kandidatur unterstuetzt, was ihm in manchen US-Zeitungen den Titel "Barack Obamas Gehirn" eingebracht hat, genauso wie Bill Clinton zeitweise als Obamas Stabschef im Gespraech war, nachdem Hillary eben nicht zum Running Mate wurde. Dabei gibt sich Tarpleys Buch als bis dato "einziger kritischer" Bericht ueber Barack Obama, was so nicht mehr ganz stimmt, aber den Autor auch keinesfalls fuer seine irrationalen Pauschalurteile und die frappante Themenverfehlung entschuldigt, denn mit Obamas Wahlkampf hat das Machwerk nur sehr wenig zu tun. Fuer den mit Verschwoerungstheorien eher unvertrauten Leser ist die Lektuere von "Wie ein US-Praesident gemacht wird" auf nuechternen Magen vor allem verwirrend, wenn in ein und demselben Satz von der Trilateralen Kommission, der RAND Corporation und den Skulls and Bones die Rede ist, die beiden letzteren aber von da an nur noch am Rande erwaehnt werden, damit das Buch gut zu anderen Werken passt, die auch schon mal die guten alten Illuminaten und Freimaurer ins Rampenlicht ruecken. Spaetestens mit der Beschreibung von Obamas Kampagne, fuehlt man sich eher an einen Thriller erinnert denn an ein Sachbuch, ist diese doch (S. 17) "ein merkwuerdiger Zwitter 1. zwischen einer politischen Kampagne 2. und einer relativ neuen Form verdeckter Operationen der Nachrichtendienste, mit dem Ziel, Massenhysterien zugunsten eines Kandidaten anzufachen." Wie kommt der Mann zu dieser Ueberzeugung fragt man sich und erfaehrt Seiten spaeter von jenem verflixten 7. Januar 2008, als er auf MSNBC Bilder einer Obama-Wahlveranstaltung sah und sich nur dachte (S. 33) "Mein Gott! [...] Das ist eine Farbenrevolution in den USA!". Fuer den Publizisten der mit seiner unauthorisierten Biografie George H. W. Bushs massgeblich an der gescheiterten Wiederwahl des 41. US-Praesidenten beteiligt gewesen sein, will war es ein bewegender Moment, denn "An diesem Punkt aenderte sich meine gesamte politische Orientierung, und zwar schnell." Der Mann der anfangs noch in Rudy Guiliani und Hillary Clinton zwei Kandidaten sah, die man unbedingt in die Schranken weisen musste, hatte eine weit groessere Bedrohung fuer Amerika und die Welt erkannt, Barack Obama. Doch Obama ist nichts weiter als die Marionette Zbigniew Brzezinskis und der Trilateralen Kommission, die unter seiner Praesidentschaft einen Krieg gegen Russland vom Zaun brechen koennten, der die Welt in den dritten Weltkrieg und womoeglich einen nuklearen Holocaust fuehrt, eine Moeglichkeit auf die Tarpley immer wieder geschickt anspielt. Fuer Big Zbig ist Obama der Manchurian Candidate der seine Anweisungen bedingungslos ausfuehren wird, was auf eine Gehirnwaesche und tiefgehende Indoktrination waehrend Obamas Studienzeit in New York zurueckgehen soll. Der geborene Pole Brzezinski hat sich mit seinem gesamten Clan dem Ziel verschrieben Russland zu vernichten und damit die Verbrechen der Sowjets an Polen zu raechen. Waere es mit Obama nichts geworden, durch seinen Neffen Ian Brzezinski haette das Mastermind auch einen loyalen Agenten im Lager John McCains gehabt. Doch Obamas Kampagne konnte gar nicht scheitern, wurde sie ja von der CIA initiiert, die dabei ihre neuesten erprobten Techniken aus Osteuropa anwenden konnten, wo auf die gleiche weise schon Viktor Juschtschenko an die Macht verholfen wurde, Fakten oder Quellen dazu weist Webster Griffin Tarpley allerdings nicht aus, er baut auf Spekulationen und anonyme Quellen in der CIA. Aber was wenn der Enthuellungsjournalist dabei selbst ein ehemaliger KGB-Spion ist, der reaktiviert wurde, um die US-Politik von einem aggressiveren Vorgehen gegen Russland abzuhalten? ;-) Schwer zu sagen, was jetzt nicht Fiktion an Tarpleys Theorien ist, aber manchmal wird auch Erfundenes real, hoffen wir's jedenfalls nicht. Tatsache ist allerdings, der Autor laesst es stark an Sachlichkeit fehlen und steigert sich massiv in seine Hasstiraden auf Zbigniew Brzezinski hinein. Das mag zum Teil sogar berechtigt sein, Zbig hat ja den Afghanistan-Krieg und das damit verbundene Desaster fuer die UdSSR zu verschulden und anti-russische Ressentiments moegen ihn tief gepraegt haben, aber Tarpleys Ausfuehrungen fehlt die Klarheit um das zu vermitteln. Carters ehemaliger Top-Berater ist ein Dinosaurier, ein Falke aus dem Kalten Krieg, doch er gehoert gerade aufgrund seiner Verbindungen zur Afghanistan zu einem der besten Experten fuer den gegenwaertigen Kampf gegen die Taliban, den sich Obama auch auf die Fahnen geschrieben hat. Egal was am Buchtitel steht, der Inhalt ist ein voellig anderer, denn der Schmoeker mit seinen knapp 205 Seiten ohne Register ist leider kein Buch ueber den anderen Obama, der als Kandidat des politisch-militaerischen Komplexes an einer Verbesserung der Beziehungen zu den NATO-Staaten, aber in keinem Fall einer Teilung der Macht mit China oder gar Indien interessiert ist. Es haette dem Buch durchaus gut getan waere der Autor nicht in seinem verschwoerungstheoretischen Kreuzzug abgehoben und haette sich mehr mit den greifbaren Kritikpunkten der Obama-Kampagne befasst. Nicht gar so selten vergreift sich Tarpley im Ton, naemlich nicht nur wenn er Tschechen und Polen unterstellt allesamt Kriegstreiber zu sein, die die USA zum Angriff auf Russland zwingen wollen, um sich fuer die Besatzung durch die UdSSR zu raechen, sondern auch wenn er nach Ursachen fuer die Beliebtheit Obamas sucht. In eine aehnliche Kerbe schlaegt er mit seinen Aussagen ueber die Generation X, alle zwischen 1963 und 1982 geborenen. (S. 67) "Die 'Xer' wurden zumeinst in Familien hineingeboren, in denen Dorgenkonsum, Promiskuitaet, Alkoholismus, Verbrechen, kulturelle Erniedrigung und Scheidung an der Tagesordnung waren..." (S. 68) "Amerikas Xer sind die Altersgruppe die ohne zu Zoegern der Bombardierung des Irak im Ersten Golfkrieg, den Bombardierungen Serbiens und dem jetzigen Irak-Krieg zugestimmt hat." An eine Volksbefragung zu diesen kann sich wohl niemand entsinnen, aber egal, alles was also noch an Katastrophen und Kriegen kommt, haben die Nachgeborenen zu verschulden - scharfzuengige Worte aus dem Munde eines bekennenden Baby-Boomers, der unumwunden zu postulieren scheint, dass seine Generation ohnehin die beste war und nichts gutes mehr nach ihr kommt. Natuerlich bietet er einen Ausweg an (S. 71) "Niemand sollte etwa meinen, der Zufall seiner Geburt in einem bestimmten Jahr zwinge ihn, etwas Bestimmtes zu glauben oder zu tun." Wer also folglich annimmt, Obamas Zugeknoepftheit ueber seine Jahre in New York, wo er an der Columbia University Politikwissenschaften studiert hat und dabei in Wirklichkeit von Brzezinski und der CIA in geheimnisvollen Experimenten zum Manchurian Candidate gemacht wurde, der dann durch die Triade zum Praesidentschaftsbewerber aufgebaut wurde liegt goldrichtig, alles andere ist gezielte Falschinformation, wie in der Biografie Barack Obamas. Diese gibt naemlich relativ wenig ueber die New Yorker Jahre her, wohl auch weil Obama in dieser Zeit nicht nur vom Tod seines Vaters erfahren hat, sondern zugleich seine Drogenphase durchmachte. Die Art und weise mit denen Tarpley gegen Obama argumentiert ist manchmal auch einfach zu laecherlich und man fuehlt sich durchaus zum Schmunzeln veranlasst, wenn er nach einer ueberraschenden Analyse der Morde an McKinley und JFK zum Schluss kommt "Man muss Obama also als eine Art 'Manchurian Candidate' im Besitz des Bankenkonsortiums der US-Stiftungen, Trilateralen und des Council on Foreign Relations ansehen." Auch ein Gustostueckerl die Aufzaehlung von Personen aus Obamas Umfeld mit Verbindungen zur Ford Fondation, nach ihm selbst, seiner Mutter und dem mutmasslichen Terroristen Bill Ayers, der seine Taten beging als Obama in etwa acht Jahre war, kommt noch folgender Satz (S. 114) "An Obamas inzwischen beruechtigter Kirche Trinity United Church of Christ predigt u.a. ein Pastor, der Stipendiant der Ford Foundation war, und ausserdem kommt ein wichtiger Lehrer und Sprecher dieser Kirche ebenfalls von der Ford Foundation." Unbemerkt bleibt meist der kleine Uebersetzungsfehler von Baracks Autobiografie, die im Buch "Traum von meinem Vater" genannt wird, als holprige Direktuebersetzung des Originaltitels "Dreams from my father". Korrekt waere hingegen "Ein amerikanischer Traum" bzw. der Unter-Untertitel "Die Geschichte meiner Familie", wenngleich man auch "Der Traum meines Vaters" als bessere Uebersetzung haette verwenden koennen. Aber auch intellektuelle Denkspiele und vielleicht Albtraeume ueber die zahllosen Lincoln-Vergleiche, die von Obamas Wahlkampfmanager David Axelrod forciert wurden, nimmt Webster Griffin Tarpley zu ernst, etwa die Spekulationen, ob Obama die USA nicht einen, sondern noch mehr spalten koennte. Das ist nicht voellig abwegig, aber dass er die Bedrohung durch einen Zweiten Amerikanischen Buergerkrieg unreflektiert als real erachtet, bringt dem Leser zumindest das Verstaendnis naeher, warum Mr. Tarpley in Obama bzw. Brzezinski, der ja hinter all dem steckt, die Reinkarnation Hitlers oder Mussolinis zu erkennen glaubt. Geht man von den Aussagen Tarpleys und seiner beiden Co-Autoren aus, sieht man sich angesichts ihres oft doch irritierenden Verstaendnisses der US-Politik zur Frage genoetigt, sind diese Herren wirklich Amerikaner? Dann wuessten sie vielleicht die Antwort auf die Frage, von Bruce Marshall (S. 135), warum die Demokraten nie eine Obstruktionspolitik gegen den Irak-Krieg verfolgt haben. Ein Kuriosum, einerseits geben sich die Autoren als haetten sie das System in all ihren Facetten durchschaut stellen dann aber Fragen, die in ihrer Naivitaet mehr ueber das gesamte theoretische Konstrukt aussagen, als beabsichtigt. Politischer Selbstmord, denn wie in allen Debatten um den Irak-Krieg koennen sich auch die Demokraten nicht vollstaendig aus der Verantwortung ziehen, sie haben den Krieg mitzuverantworten und wuerden sie es versuchen, die Republikaner koennten das fuer ihre Zwecke ausschlachten, um sich als die einzig wahren Patrioten zu verkaufen, womit ihnen nach einen Sturm der patriotischen Entruestung die naechsten Wahlen sicher waeren. "Er [Brzezinski, Anm. des Rez.] hat einmal gesagt, die USA wuerden kein zweites Japan in Asien tolerieren - mit anderen Worten, keinen weiteren erfolgreichen Uebergang von Rueckstaendigkeit zu einer funktionierenden Gesamtwirtschaft." (S. 154-155) und scheinbar uebersieht der Autor ganz dass es da noch China, Indien, Suedkorea und allerlei andere Tigerstaaten gibt, was diese Behauptung gaenzlich unsinnig macht, es sei denn die Trilaterale Kommission moechte den im Grunde staerksten Wirtschaftsblock in die Steinzeit zurueckbomben, was wohl kaum im Interesse der japanischen Kommissionsmitglieder liegen duerfte. Selbst wenn Webster Griffin als Kind des Kalten Krieges womoeglich insgeheim an diesen guten alten Zeiten haengen mag und daher ueberall eine Verschwoerung sieht, ist es bedenklich dass er sich genau jener angstschuerenden Rhetorik bedient, die man heute nur noch aus Geschichtsbuechern kennen will. Der Dritte Weltkrieg naht, die USA werden das neue Nazi-Deutschland, die nukleare Bedrohung nimmt rapide zu und die Nachgeborenen sind dafuer verantwortlich. Aehnlich negative Eindruecke gab es schon ueber die 68er, zu denen sich Tarpley wohl auch zaehlt, ohne es explizit anzufuehren. Geschichte wiederholt sich und foerdert die denkwuerdigsten Konstellationen, wenn die Rollen wechseln und die damals als "Kommunisten" beschimpften, heute Obama-Anhaenger pauschal als "Faschisten" verdammen. Zum Leidwesen der Obama-Anhaenger hat der oft wirre Kritiker mit manchen Ansaetzen dessen ungeachtet Recht, wenn er da schreibt (S. 185) " Obama bewirbt sich nicht um das Praesidentenamt, er bewirbt sich als Erloeser. Seine Kampagne hat keine politische Reform anzubieten, sondern vielmehr die Aussicht auf ein neues Goldenes Zeitalter, in dem sich der Loewe friedlich neben dem Lamm schlafen legt." und betont (S. 205) "Es liegt im nationalen Interesse Amerikas, gute Beziehungen zu Russland zu unterhalten." Problematisch ist in jeder Hinsicht dass Tarpley seine Ansichten im Grossen und Ganzen derart ueberzogen darstellt, dass sie kaum noch ernst zu nehmen sind, daran aendert auch der wahre Kern nichts. Barack Obama ist nicht dass als was er uns verkauft wird, er kann naemlich nicht auf Wasser wandeln, aber ist es denn so schwer sich einzugestehen dass ein Populist legal Wahlen gewinnen kann, auch in den USA? Muss es denn immer die CIA sein, wenn den kritischen Geistern etwas nicht passt? Eine CIA deren Erfolgsgeschichte die weit groesseren Fehlschlaege nur muehsam unter den Teppich kehren kann und schon einmal die militaerische Staerke des damals noch sowjetischen Russlands stark ueberschaetzte. In einer Schattenwelt, wo immer neue Verantwortliche fuer 9/11 ausgemacht werden, je nachdem wer gerade in den angeblich verhassten und abgelehnten Massenmedien der Mainstreampresse steht, ist jeder Fehler in einer Verschwoerungstheorie allerdings egal, man kann sie mit neuen "Erkenntnissen" bereinigen und selbst Widersprueche dadurch ausgleichen, indem man einfach davon ausgeht, dass die Verschwoerung eben noch tiefer geht. Was Webster Griffin Tarpley im vorliegenden Buch noch nicht beruecksichtigen konnte, wird daher in seiner inoffiziellen Obama-Biografie zweifelsfrei nicht widerrufen, sondern ans Konzept angepasst werden, denn ein gutes hat es ja wenn man an jeder Ecke Verschwoerer entdecken kann, der Stoff fuer neue Buecher geht einem nie aus. Auch anderen Praesidentschaftskandidaten ist masslos zugejubelt worden und dass Obama die Farbe blau als Kampagnenfarbe waehlte, haengt vielleicht damit zusammen, dass es die Parteifarbe der Demokraten ist. Den gravierenden Unterschied machten jedoch viele Einzelfaktoren aus, von denen die Bedeutung seines rhetorischen Talents eines der beeindruckendsten ist. Er braucht keine Drogen wie die CIA eines Mr. Tarpley um die Massen in Aufregung zu versetzen, er nutzt einfach ein Phaenomen dass man auch in amerikanischen Super Churches mitverfolgen kann und ich bezweifle dass es der Weihrauch ist, der fuer die berauschende Wirkung einer wortgewaltigen Predigt verantwortlich ist. Dass man den Leuten allerlei Schwachsinn erzaehlen kann und dabei problemlos auf hohle Phrasen setzen kann, so lange man sich bestimmter Vortragstechniken bedient ist kein Mysterium, dass eine CIA-Abteilung entdeckt hat, es ist geistiges Allgemeingut seit den Zeiten antiker Kriegsherren die mit ihren Ansprachen die Heere zu motivieren suchten. Im Grunde hat Webster Tarpley erkannt dass alle Menschen und damit auch Politiker ausnahmslos fehlerbehaftet sind und solche Maengel in hohen Machtpositionen unweigerlich Folgen haben. Scheinbar weigert er sich entgegen dieser Erkenntnis, sachlich an die Kritik Barack Obamas heranzugehen. Dazu kommt dass er mit seinen Argumenten einfach an ihm vorbeischiesst und die Themenverfehlung alles andere ueberwiegt, klarstellen sollte man es nichtsdestoweniger, dass es gerade bei Barack Obama wirkungsvoller waere, die noetige Coolness an den Tag zu legen, um den Mythos zu zerlegen und anhand von Fakten zu zerlegen. Dass dafuer auch Interviews mit realen Personen noetig waeren und nicht nur das Verweisen auf moegliche Freunde bei der Agency, sowie ausgedehnte Zeitungslektuere, steht im krassen Gegensatz zur Quellenlage des vorliegenden Buchs. Es gibt Zweifel an der rechtmaessigen US-Staatsbuergerschaft Barack Obamas? Daraus haette sich was machen lassen, wenn man widerlegen kann, dass mit dem Verweis auf die US-Staatsbuergerschaft von Obamas Mutter, die sogar kurze Zeit im Staatsdienst stand, nicht schon alles gesagt ist. Oder noch viel interessanter, wenn Tarpley wie es der Titel suggeriert den Vorwahlkampf analysiert haette, um seine Kritik am Nominierungsprozess bei dem Obama die wichtigsten Staaten zwar alle verloren hat, aber ungeachtet dessen Clinton mit seinen Delegiertenstimmen ueberholen konnte. Viele Leser fragen sich trotz den schockiernden Enthuellungen ueber die Verschwoerung Zbigniew Brzezinskis naemlich, wie dieser postmoderne Coup funktionieren konnte, darauf gibt der Autor keine Antwort und hat damit jegliche Anerkennung fuer sein Werk verspielt. Dass die Aussenpolitik der USA durch den Antritt der Obama-Administration am 20. Jaenner 2009 einen Wandel erleben wird und sich neu orientieren wird, was auch einen Wechsel der Feinde herbeifuehren wird, ist kein Unikum, es liegt in der Natur von Regierungswechseln. Ob Brzezinskis Parteigaenger im Beraterstab Obamas sich langfristig halten steht keinesfalls fest, denn im weissen Haus herrscht ein reges Kommen und gehen, wegen Launen des Praesidenten oder Intrigen der Mitarbeiter gegeneinander. Serioesere Autoren haben bereits nachgezeichnet wie Obama seine Kampagne aufbauen konnte und welche Strategien er anwandte um die Wahlen zu gewinnen. Davon erfaehrt man bei Tarpley kein Wort, auch nicht ueber Obamas findige Wahlkampfmanager, die ihr Werk womoeglich besser verstehen als mancher CIA-Agent. Nun, Obama setzte neben massiven Negative Campaigning auf Slogans, die eine Verbindung zur Kennedy-Aera darstellen sollten, waehrend er mit seinem Thema "Change" allen anderen Kandidaten die Spielregeln aufzwang, denn der Wandel von Bush zum 44. Praesidenten der Vereinigten Staaten, sollte kein einfacher Regierungswechsel werden sondern ein besonderer "Regime Change". Mit seinen ueberlegenen Ressourcen bootete er McCain schon von vornherein aus, genauso wie Hillary Clinton und das obwohl sein Programm folgerichtig von seinen Gegnern als "heisse Luft" erkannt wurde. In Luft loesten sich auch Beteuerungen auf, Obama sei ein freier Kandidat, der im Establishment nicht verankert ist und aus dem nichts kommt. Man weiss ja, der Junge hat in Harvard studiert und es zum ersten afroamerikanischen Praesidenten der Harvard Law Review gebracht, also ein klares Statement gegen das "Nobody"-Praedikat. Schon von vornherein hatte Obama wohl die richtigen Kontakte geknuepft und auch das ist nichts besonderes, man nennt es Networking und es wird von ausnahmslosen allen Managementratgebern empfohlen. Schlussendlich hat selbst Obama jedoch den Preis der Macht entrichtet und altes demokratisches Establishment zurueck in die Regierung geholt, einerseits um Unterstuetzung abzugelten, andererseits um sich mit zuverlaessigem und erfahrenem Personal zu umgeben. Verwerflich? Eher pragmatisch. Er wurde uns als Mr. Perfect praesentiert, der Prinz Charming und personifizierte American Dream ohne Makel, ein Saubermann sondergleichen. Er hat sich gut verkauft, es ist zu schoen um wahr zu sein. Um diese kultartige Verklaerung zu bekaempfen ist vieles erlaubt, man muss jedoch auf dem Boden der Tatsachen bleiben, sonst verspielt man die Seriositaet und landet in einer Schublade mit wirren Schreihaelsen. Pauschalurteile und Verschwoerungstheorien sind eine radikale Form der Kritik, aber sie werden bei ueberzeugten Obama-Anhaengern eher auf reflexartige Ablehnung stossen, als gut belegbare Argumente und Fakten. Der Witz an Tarpleys Theorien, im Grunde hat er recht, der POTUS (President of the United States) ist wie alle Mitglieder seiner Administration fremdgesteuert, denn in Anbetracht der Kompetenzfuelle ist er schlichtweg auf seine Berater und Referenten angewiesen, die ihm zuarbeiten und dabei nicht selten Gelegenheit haben eine ganz eigene Politik zu verwirklichen. Und hier kann eine Naehe zu Lobbys und Organisationen wie der Trilateralen Kommission ins Spiel kommen, die auch als Kaderschmieden dienen koennen und einen Teil des Weltbildes praegen, nie und nimmer jedoch fuer die vollstaendige Korrumpierung sorgen koennen. Am Ende bleibt es immer den Einzelnen selbst ueberlassen, inwieweit sie die Interessen ihrer Geldgeber vertreten, ob nur pro forma, total oder auf Basis von Kompromissen. Nicht zu vergessen, Lobbys sind mehr als nur Organisationen die mit Geld um sich werfen, wie mancher vielleicht denkt, sie setzen auch auf "politische Bewusstseinsbildung", also Studien, Feldforschung, Seminare und Vortraege. Und Kontakte zu den richtigen Institutionen koennen beruflich nuetzlich sein, besonders in der Demokratie wo Legislaturperioden die Dauer eines Arbeitsvertrages vorgeben, kann es fuer manche vorteilhaft erscheinen gute Beziehungen zu moeglicherweise zukuenftigen Geschaeftspartnern/Arbeitgebern zu halten, schliesslich ist "Washington" auch ein Arbeitsmarkt fuer sich. Auch da ein Widerspruch bei Tarpley, er legitimiert unbeabsichtigt die Korruption, indem er es so darstellt, als wuerden die Geheimgesellschaften eh alles kontrollieren, als haette der einzelne keinen Einfluss mehr darauf. An Gegenkonzepten fehlt es ohnehin. Webster Griffin Tarpley ist nicht Michael Moore, bedient sich aber einer aehnlichen Methodik, wenngleich er seine Ansichten in Form einer Verschwoerungstheorie weit aggressiver und ernsthafter vertritt. Dabei scheut er auch nicht vor Verleumdungen der gesamten Familie Brzezinski zurueck und stellt abenteuerliche Theorien auf, in denen Barack Obama zwar kein Alien, Illuminat oder Gewaehrsmann Osama bin Ladens ist, sondern die Marionette des ehemaligen Nationalen Sicherheitsberaters Zbigniew Brzezinski, der ihn einer Gehirnwaesche unterzogen haben soll. Dabei geht der Autor meist einfach zu weit, er stuerzt sich in haltlose Pauschalurteile, Unterstellungen und kuenstliche Aufregung, die nur verbergen, dass er im Grunde die Realitaet anhand eines Hollywood-Streifens analysiert, einer etwas unorthodoxen Vorgehensweise fuer entsprechend aufgeschlossene Leser. Fazit: Keine fundierte Kritik an Barack Obama, sondern ein Buch das nicht haelt was es verspricht. Eine Verschwoerungstheorie mit so gut wie keinem Bezug zum Titel, dass die grundlegende Frage offen laesst und stattdessen nur Ziel und Zweck dient, Zbigniew Brzezinski und seine Gesinnungsgenossen in denkbar schlechtes Licht zu ruecken.
Fakten? Neeein Dezember 16, 2008 Axe 20 aus 28 fanden die folgende Rezension hilfreich
Fuer mich als Student der "nur" durch die offiziellen Medien den Wahlkampf in der USA verfolgte, ist dieses Buch sehr willkuerlich geschrieben. Man muss sich durch seiten von Vermutungen und Vorwuerfen ueber die Weltpolitik kaempfen bis das eigentliche Thema "angesprochen" wird. Die Informationen die dann das Buch liefert sind dann auch(und waren es schon) alles andere als sachlich rechechierte Fakten, das Buch baut nur auf Vermutungen auf.
Eine fundierte Kritik am neuen US-Praesidenten Dezember 5, 2008 Fastwalker (Deutschland) 6 aus 17 fanden die folgende Rezension hilfreich
Entgegen der ueblichen Lobhudeleien beschaeftigt sich dieses Buch sachlich und fundiert mit den Schattenseiten des neuen US-Praesidenten. Und es gibt mehr davon als man denkt. Dieses Buch hat mir wirklich die Augen geoeffnet. Es beantwortet wichtige Fragen, die sich jeder stellen sollte: Wer finanziert Barack Obama? Wessen Interessen vertritt er? Vor allem aber auch: Was hat Deutschland von ihm zu erwarten? Dass ein paar unverbesserliche Obama-Juenger das Buch als Verschwoerungstheorie abtun, liegt in der Natur der Sache. Man sollte aber die Augen vor den Fakten nicht verschliessen, sonst gibt es bald ein boeses Erwachen! Deshalb auch 5 Sterne fuer das bislang einzige kritische Obama-Buch in Deutschland!
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