Kundenrezensionen: Gelesen 16 mehr Rezensionen...
Pflichtlektuere Juni 13, 2008 cangrejita (Karlsruhe) 4 aus 5 fanden die folgende Rezension hilfreich
- besonders fuer diejenigen, die nur mit Schrecken auf die Frage "moechtest Du Kinder?" reagieren koennen. Nach dem Lesen dieses Buches kann man Kinder bekommen wollen - ehrlich und ohne Hintergedanken, und ohne von seinem Kind die eigene Rettung zu fordern (endlich Liebe im Leben sicher haben, Familie, Ehe, Partnerschaft retten, soziale Normen erfuellen, erwachsen wirken, maennlich oder weiblich wirken, potent, etc). Insbesondere der Heiligenschein unnatuerlich klammernder Eltern (Partnerersatz!!!) wird hier endlich zerschmettert, zu Recht!
Erschuetternd, aber kaum hilfreich April 18, 2008 Gaia (Bern, CH) 4 aus 7 fanden die folgende Rezension hilfreich
Kann mich den anderen Rezensionen nur anschliessen, dass S. Forward erschuetternd und ehrlich, anhand von zahlreichen Fallbeispielen, verschiedene Arten von Kindsmisshandlung darstellt. Dass damit ein Weg, mit den traumatischen Erlebnissen umzugehen, aufgezeigt wird, bezweifle ich. Wer Rat und Hilfe sucht, soll sich "Bad Childhood, Good Life" (leider nicht auf deutsch erhaeltlich; recht einfach geschrieben) von Laura Schlessinger ansehen.
Sehr zu empfehlen! Dezember 4, 2007 Nina 15 aus 17 fanden die folgende Rezension hilfreich
Ich finde dieses Buch von Frau Forward sehr empfehlenswert. Sie zeigt Muster, Verhaltensweisen und "Regeln" auf, die in Familien herrschen, in denen Missbrauch stattfindet. Man kann dort einiges finden, das einem so vorher nicht bewusst war. Das Buch ist auch fuer Erwachsene (Eltern) lesenswert, die eine glueckliche Kindheit hatten. Haelt es einem doch vor Augen, wie schnell man einer Kinderseele schaden kann. Vier Sterne vergebe ich deswegen "nur", weil es doch einen Punkt in dem Buch gibt, dem ich nicht so ganz zustimme. Frau Forward ist der Meinung, man kann das Leid, das durch erlittenem Kindesmissbrauch entstanden ist, nur ueberwindt, indem man seine Eltern damit konfrontiert. Und sie meint es waere IMMER erstrebenswert den Kontakt zu den Eltern zu halten und ihnen zu verzeihen, es sei denn die Eltern zeigen keine Einsicht. So beschreibt sie einige ganz schlimme Faelle von sexuellem Kindesmissbrauch. Z.B.: Der Vater verkehrte mit der Tochter, waehrend ihr Kopf im Schoss der Mutter lag uns die Mutter sie "troestete". Die Mutter hatte keine Lust auf Sex mit ihrem Mann und fand die Loesung in diesem Szenario. Also ich weis nicht, warum man zu SOLCHEN Eltern den Kontakt aufrecht erhalten sollte!!! Ich kann mir sehr gut vorstellen, das der weiter bestehende Kontakt vielleicht sogar das Trauma an der Heilung hindert. Es sollte also auf jedem Fall jeder fuer sich selber wissen in wiefern er das moechte und sich AUF GAR KEINEM FALL irgendwie dazu ueberreden lassen. Ich stelle mir das doch etwas zu einfach vor: Man sagt seinen Eltern wie grauenvoll das damals war, sie sagen Oh ja mein Baby es tut uns so leid, und die Familienharmonie ist wieder hergestellt...!!!???? In diesem Punkt finde ich also Frau Forward etwas zu einseitig und zu ueberzeugt von "ihrer" Heil- oder Ueberwindungsmethode. Trotzdem ein absolut lesenswertes Buch. Und Meinungen anderer Menschen dienen ja auch dazu, das man prueft was fuer einen selbst stimmt und sich dieses dann herauszieht, und nicht dazu, das man genau das tut was sie sagen ;-)
Ein Buch, das mit uralten Tabus und Mythen zu brechen wagt! September 16, 2007 R. Heubaum 12 aus 17 fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein wichtiges Buch, eingereiht unter den zum Glueck immer zahlreicher werdenden, die nicht Verleugnung und Vergebung preisen, sondern Entlarvung betreiben, den Finger auf alte Wunden legen; Wunden, die dadurch, dass sie bereits seit zig Generationen verborgen schwaeren, nicht zu Wohltaten werden. Ja, es gibt Eltern, die alles andere als gut fuer die Entwicklung ihrer Kinder sind und die dennoch oft zeitlebens die Verantwortung von sich schieben. Und sie sind nicht selten. Leider sind "giftige" Eltern auch heute noch eher Normalitaet. Bezeichnend, wenn die einzige Kritik an diesem Buch hier nicht den Aussagen der Autorin selbst offen zu widersprechen wagt, sondern sich hinter Forderungen nach einer "Wissenschaftlichkeit" verbirgt, die die Autorin fuer sich nirgends in Anspruch nimmt. Gerade durch das Fehlen komplizierter gelehrter Verdrehungen und Verwaesserungen der wirklichkeit ist "Vergiftete Kindheit" ein so hoher Gewinn fuer viele seiner Leser. Wer dagegen Verwirrung und Verharmlosungen durch zielgerichtet geschoente Statistiken sucht, muss andere Autoren lesen.
Hervorragendes Buch! Mai 7, 2007 lily-white1 15 aus 23 fanden die folgende Rezension hilfreich
Dieses Buch spricht endlich einmal die demuetige Haltung judaeisch-christlicher Ethik zum Thema Vergebung an. Liebe Deinen naechsten wie Dich selbst heisst fuer mich, wenn ich mich selbst liebe, lasse ich keine Demuetigungen und Misshandlungen mehr zu. Und erst wenn ich mich selbst liebe, kann ich widerum andere lieben. Nicht was mich knechtet, demuetigt und klein haelt, sondern was mich frei macht und mir gut tut, ist fuer mich zutiefst christlich. Die Rachegefuehle aufgeben, aber die Verantwortung zurueckgeben. Danke Susan Forward! Sie sprechen mir aus dem Herzen!!!
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