Bekannte und vergessene Gemuese: Geschichte, Rezepte, Heilkunde | 
vergrössern | Autoren: Wolf-dieter Storl, Paul Silas Pfyl Urheber: Wolf-dieter Storl, Paul Silas Pfyl Verleger: Piper
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Bewertung: 4 Rezensionen Verkaufsrang: 3970
Medium: Broschiert Ausgabe: 4 Seiten: 324 Versandgewicht: 0.6 Maße (innen): 7.5 x 4.7 x 0.8
ISBN: 349224727X EAN: 9783492247276 ASIN: 349224727X
Publikation: August 2008 Versand: Sparversand Verfügbarkeit: Gewoehnlich versandfertig bei Amazon in 24 Stunden
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the worm turns back / das (spirituelle) Leben der Nutzpflanze Juli 2, 2007 berlin_10405 2 aus 2 fanden die folgende Rezension hilfreich
In zunehmendem Masse ist es zu einer eigenen Aufgabe geworden, die verschiedenen Bestandteile unserer Lebensumgebung der universalen Verdinglichung zu entreissen, in die sie - spaetestens seit der Industrialisierung - gefallen bzw. verfallen sind. Fuer die Welt essbarer Pflanzen leistet genau das dieses Taschenbuch von Wolf Dieter Storl in hervorragender, dabei unterhaltsamer Weise. In diesem Sinne weit entfernt von einer ueblichen "Warenkunde", die - so nuetzlich sie in der Praxis sein mag - ihren Gegenstand eben leider auch zur Ware macht, einem horizontarmen Zugriffs-Wissen unterstellt. Eine knappe Einfuehrung stellt daher die Pflanzenwelt zunaechst einmal zurueck in den kosmologischen und kulturellen Kontext, in den sie gehoert. Allzuviel darf man hierbei von einer populaeren Taschenbuchausgabe natuerlich nicht erwarten, aber der Ansatz stimmt dennoch genau. Im Hauptteil werden die einzelnen Gemuesesorten kenntnisreich und recht ausfuehrlich in ihren verschiedenen Dimensionen vorgestellt und das Kunststueck, die zahlreichen, z.T. ungewohnten Aspekte (mythische, ethno-medizinische, kultursemiotische u.v.a.) schluessig und unterhaltsam zusammenzufuehren gelingt dem Autor ueberzeugend. Zur Vertiefung einzelner Aspekte - insbesondere im Anwendungsfall - wird man jeweils auf speziellere Literatur zurueckgreifen muessen (eine kleine Bibliografie ist dabei), im Ganzen aber, so laesst sich sagen: gewinnt die Welt der Gemuese-"Nutzpflanzen" in diesem kleinen Band zunaechst einmal ihr facettenreiches und spirituelles Leben zurueck.
Fan von Storl, aber der Koch ist zum Vergessen Juli 5, 2006 G. Sfiris (magie-art-com) 52 aus 62 fanden die folgende Rezension hilfreich
Zwar ist unsere pflanzliche Umwelt meist schon unlebendig und die Devas sind im Universum weitergereist, diese energetischen Schablonen sind aber nichtsdestotrotz sehr interessant, da wir mit ihnen ja taeglich zu tun haben: essen muessen wir. Und gerade diese Alltaeglichkeiten servieren einem wunderschoene Weiterbildungsmoeglichkeiten beim Erspueren von Energie bzw. beim Auffuellen der Schablonen mit Energie. Essen ist zwar eine alltaegliche Angelegenheit, mit ein bisschen Strebsamkeit verbindet diese Taetigkeit aber mit dem All-Einen. Viele Leben haben wir hier schon durchschritten und Storl hilft mit seinen weit zusammengetragenen Informationen Schleierchen zu lueften und diese schoenen Kieselsteine koennen als Mosaiksteine im eigenen geschichtlichen Gefuege erkannt werden: Warum hat jemand eine ausdrueckliche Abneigung gegen Melanzani - vielleicht weil man spuert, dass sie Shiva geweiht waren und nur von den untersten Kasten gegessen wurden. Warum liebt jemand die schoenen Blueten der Malven - vielleicht weil aus der Malve die urspruenglichen Marshmallows hergestellt wurden. Warum will jemand partout keine Bohnen essen - vielleicht weil sie im Roemischen Reich und sicher auch andernorts mit dem Tod, dem Totengott, der Unterwelt in Zusammenhang gebracht wurden. Wussten Sie, dass Erbsenbrei die Lieblingsspeise der Zwerge, Heinzelmaennchen und hilfreichen Hausgeister ist? Also ein Schuesselchen davon in die Ecke! Ganz viele tolle Einzelheiten weiss Storl zum Erzaehlen, ohne Schmus, ohne literarisches Geplaenkel und Wortgespiele. Ganz anders der Koch! Ohh. Was fuer eine Enttaeuschung. Wer wie ich keinen Zugang mehr hat zu den Kochkuensten der Grossmuetter erwartet sich leicht nachkochbare Gerichte, die unsere Geschmacksgewohnheiten treffen und deren Zutaten man auch leicht in einem normalen, groesseren Supermarkt aufzutreiben sind. Das Einfache und Gaengige war dem Koch Paul Silas Pfyl wohl zu einfach und damit zu minder, seine Eigenkreationen sind im normalen Haushalt nicht zu gebrauchen. Kalte Erbsensuppe mit Wasserminze, Feldsalat mit Safran und Erdbeeren, Oliven-Kartoffel-Ravioli mit Rosenkohlpueree und gebratenem Knoblauch, Sauerkrautstrudel mit Heidelbeeren, Spargelterrine mit Rhabarbersauce, Spinatstrudel mit Wacholderschnaps, Tomatensalat mit Zwetschgen... Also, ohne diese Rezepte waeren 5 Sterne dem Buch wuerdig gewesen, der andauernde Frust (Storl bringt einem mit Begeisterung das Gemuese naeher und Pfyl enttaeuscht dann durch Unnachkochbares) reduziert auf 3. Noch etwas: sehr schoen waere es gewesen, Fotos von den Gemuesesorten zu sehen, besonders von den seltenen wie Fuchsschwanz, Neuseelaenderspinat, Haferwurzel, Portulak und wie sie sonst noch heissen.
Pflanzen sind eben mehr... September 2, 2003 57 aus 61 fanden die folgende Rezension hilfreich
Hier haben wir ein Buch, das nicht nur zeigt, wie man Gemuese verwenden kann. Es ist auch kein Kochbuch im eigentlichen Sinne. Es ist auch nur zum Teil ein kulturhistorisches Werk. Es deutet an, dass Pflanzen, nicht nur die als Gemuese genutzten, mehr sind als nur irgendwelche Gewaechse. Jede Pflanze hat ihren eigenen Charakter, nicht nur einen Aeusserlichen wie Aussehen, Geschmack und Duft, sondern auch einen wesenhaften Charakter, der in dem Buch als planetarische Eigenschaft kurz angerissen wird und andererseits mit dem Begriff "Pflanzendeva" beschrieben wird. Der Autor beschreibt die Pflanzen aus einem ungewohnten Blickwinkel, einer (wie ich finde)gelungenen Mischung aus Anekdoten, kulturhistorischen Exkursen, magischen Anwendungen, astrologischen Eigenschaften und Heilwirkungen, ohne jedoch irgendetwas zu sehr zu loben, zu uebertreiben oder anzupreisen. Das Buch regt an, die Pflanzen, die uns umgeben mit anderen Augen zu sehen und ernster zu nehmen. Ausserdem stimmt es nachdenklich, was unsere Ernaehrung angeht. Wie unbewusst stopfen wir doch so manches in uns hinein. Dieses Buch macht Lust auf einen bewussteren Umgang mit Nahrungspflanzen und aufs Experimentieren in der Kueche und im Garten.
Endlich ein Gemuesebuch!!!! November 13, 2002 Stark Gabriela (Bobenheim-Roxheim) 111 aus 119 fanden die folgende Rezension hilfreich
Das hinter den einzelnen Gemuesesorten auch eine mitunter jahrhundertelange Geschichte steht ist eigentlich klar, aber niemand weiss was darueber. So werden Auberginen immer noch als italienische Spezialitaet gehandelt, stammen aber eigentlich aus Indien. Auch der Ausspruch, dass Gemuese gesund ist, weiss jeder, aber welche Heilwirkung die einzelnen Gemuesesorten haben, ist eigentlich auch wenig bekannt. Darueber gibt Dr. Wolf-Dieter Storls neuestes Buch Aufschluss. Es berichtet ueber 50 Gemuesesorten, die eigentlich voll und ganz zu unserer Kultur gehoeren, wie Kartoffeln, Kohl, aber auch seltene Gemuesesorten, die man mittlerweile kaum noch auf dem heimischen Markt findet, wie Senfblatt oder Winterpoestlein, aber auch Bluetenpflanzen wie die Taglilie oder Malven. Und beim Lesen wird schnell klar, dass viele unserer Gemuesesorten eine sehr lange geschichtliche, medizinische und auch magische Verwendung haben.Mir hat es riesigen Spass gemacht das Buch zu lesen und mehr ueber unsere Gemuesesorten zu erfahren. So bekommt auch die taegliche Verwendung in der Kueche eine neue Dimension. Aber vor allem der Rezeptteil ist genial, denn zu jeder Gemueseart hat ein sehr kreativer Koch Kuechenrezepte Preis gegeben. Und die sind nicht nur sehr phantasievoll, schnell und einfach nachzukochen, sondern auch sehr lecker!! Und so steht das Buch auch nicht in der Bibliothek, sonder in der Kueche, bei den Kochbuechern, wo es hingehoert.
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