Kundenrezensionen: Gelesen 4 mehr Rezensionen...
Wieso 'fuer unterwegs' ? Mai 15, 2008 V. Rudolph 0 aus 4 fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein prima 'Werk' fuer Pilzsucher die mit Mikroskop - der Sporen wegen - und Leuchtlupe - der kaum erkennbaren Schrift, im Hochwald oder lichtem Laubwald bei Sonne, wegen - auf Pilzsuche gehen! Da ich nur mit Pilzkorb und Messer unterwegs bin, nur 1 Stern!
Hervorragende Ergaenzungsliteratur - fuer den Einsteiger und/oder Fortgeschrittenen gleichermassen geeignet August 29, 2006 Pilzschule (Wolfenbuettel, Niedersachsen) 9 aus 9 fanden die folgende Rezension hilfreich
Auch wenn Pilze primaer nicht nach Bildern bestimmt werden, der Autor gibt mit seinen Aufnahmen, oft direkt am Fundort, entscheidende und methodisch sorgfaeltig durchdachte Hinweise nicht nur fuer den fortgeschrittenen und ausgebildeten Pilzfreund. Im Gegensatz zu anderen Werken wurden viele dieser Pilzbilder dadurch aufgewertet, indem mittels kuenstlicher Anordnung eines zweiten Fruchtkoerpers, die oft notwendige Interpretation und Beurteilung von Stielbasis, Stiel und Fruchtlager erst moeglich ist, wie das sonst nur bei einem Pilzlehrfilm moeglich ist. Selbst Einzelheiten zur Oekologie lassen sich fuer den Fachmann so erkennen. Gerade aber auch die Hinweise zu Verwechselungsmoeglichkeiten und Gattungsmerkmalen lassen auch den unbedarften Betrachter oder Einsteiger nie vergessen, dass es noch sehr viele andere, aehnliche Pilze gibt. Positiv hervorzuheben ist auch, dass hier mit grossem Arbeitsaufwand und Sorgfalt Mikromerkmale ermittelt wurden, die entscheidend zur Bestimmungssicherheit mit beitragen koennen. Obwohl es bei uns ausdruecklich als Ergaenzungsliteratur 1. Wahl fuer den fortgeschrittenen Pilzfreund empfohlen wird, es ist auch sehr gut fuer den Einsteiger geeignet. Viel Buch fuer wenig Geld.
Sehr praktisch, schoen und hilfreich! Oktober 24, 2005 Daniel Pistorius 12 aus 13 fanden die folgende Rezension hilfreich
Manche Beschreibungen sind auf Grund der Seitenaufteilung etwas knapp geraten (-) (Geruch und Geschmack fehlen manchmal), aber die Fotos sind alleine schon sehr informativ und weitgehend naturschonend angefertigt, was den Autoren als wissenschaftlichen Pilz- und Naturliebhaber auszeichnet. Jedes Foto ist farblich kraeftig und somit ein optimaler Blickfang.Wichtige Informationen werden gegeben - z.B. Essbarkeit (in den meisten und wichtigsten Faellen), detailliertes Aussehen, Vorkommen wann / wo / Haeufigkeit (auch Naturschutz), aber auch manch interessante Extra-Details wie z.B. Namen von chem. Inhaltsstoffen. Das Buch ist fuer ein Pilzbuch extrem uebersichtlich (vielfache Kategorisierungen ohne Doppel-Nennungen und ohne viele Register), so dass man (fast?) jeden in der Natur gefundenen Pilz auch im Buch findet - auch ohne Beachtung der angenehm dezenten Angaben. Kurz gesagt kommt jeder mit dem Buch garantiert gut zurecht! Verwechslungsgefahren bestehen somit kaum. Allerdings vermisse ich manchmal (-) Verwechslungsgefahren ueber Gattungen hinweg, was bei der noetigen kurzen und knackigen Beschreibung (1.5 Pilze pro Seite) zu verschmerzen ist, vor allem wenn man ein richtiger Pilzkenner werden moechte! Sinnlose Winzlinge werden weniger aufgefuehrt als nuetzliche bzw. gefaehrliche Grosspilze. Insgesamt moechte ich das Buch trotz der 2 Kritikpunkte als BESONDERS gelungenens und empfehlenswertes Pilzbuch bewerten, da es handlich, designerisch/ergonomisch sehr ansprechend und inhaltlich qualitativ und quantitativ optimal ausgewogen ist.
Das Beste unter den tragbaren und sein Doppelgaenger November 1, 2004 100 aus 100 fanden die folgende Rezension hilfreich
Soll man ein Pilzbuch kaufen, das fuenfzig oder hundert Arten vorstellt? Oder eines, das tausend Arten abbildet? Es gibt Leute, die nur drei Pilzsorten kennen und sammeln: Morcheln, Steinpilze und Pfifferlinge. Das ist vielleicht sogar eine weise und in kulinarischer Hinsicht gewiss akzeptable Beschraenkung. Wer aber, wie ich, jeweils zu Herbstbeginn von heftigen Anwandlungen pleistozaenen Wildbeutertums erfasst wird und alles verspeisen moechte, was Wald und Flur dann so hergeben, der kommt um ein Buch mit tausend Arten nicht herum. Nur solche Buecher koennen naemlich mit einigem Recht von sich behaupten, sie wuerden alle essbaren Arten vorstellen. Zwei Pilzfuehrer mit Fotos und diesem Anspruch stehen zur Auswahl: Eben der "Gerhardt" und das Konkurrenzprodukt von Hans Laux "Der grosse Kosmos Pilzfuehrer. Alle Speisepilze mit ihren giftigen Doppelgaengern.". Ich besitze beide und kenne nach einer Pilzsaison ihre Vor- und Nachteile. Beide haben das gleiche Format, den selben Umfang und eine aehnliche Ausstattung. Der "Gerhardt" verfuegt ueber einen Schutzumschlag aus Plastik. Er belastet den Rucksack mit 702 Gramm, der "Laux" mit 834 Gramm. Beide sind also eben noch tragbar. Wie bestimmt man einen unbekannten Pilz mit diesen Buechern? Beide kommen ohne Hilfsmittel wie Mikroskop und faerbende Chemikalien aus. Bei Gerhardt muss man sich zunaechst zwischen sieben auch fuer Anfaenger bald erkennbaren Grossgruppen entscheiden: "Lamellenpilze (Fleisch nicht sproede)", "Sproedblaettler", "Pilze mit Roehren oder Poren", "Nichtblaetterpilze ohne Roehren" etc. Die grosse Gruppe der Lamellenpilze wird unterteilt in solche mit freien und solche mit angewachsenen Lamellen und zudem praktischerweise in die Untergruppen "Stiel dick", "Stiel dick bis duenn", "Stiel duenn" und "Stiel seitlich oder fehlend". (Und unvermeidlicherweise in gewissen Faellen nach der Farbe des Sporenpulvers. Der mehr kulinarisch interessierte Pilzfreund wird das der Frische sehr abtraegliche lange Warten auf das Abfallen des Sporenpulvers wohl vermeiden, indem er den schnellen Gang zur Pilzberatungsstelle/Pilzkontrollstelle antritt.) Dann blaettert man die Fotos der zutreffenden Gruppe durch, um eine engere Auswahl zu treffen, und schliesslich liest man die Detailbeschreibungen. Die haben uebrigens in beiden Buechern ungefaehr den selben Umfang und Aufbau: Merkmale, Vorkommen, Verwendung, Verwechslungsmoeglichkeiten mit Giftpilzen. Laux gibt zwar als erste Orientierung ebenfalls eine Unterteilung in praktisch die gleichen sieben Grossgruppen, ordnet dann aber die Pilze steng nach der wissenschaftlichen Systematik. Das hat den Nachteil, dass bei den Lamellenpilzen Arten mit sehr unterschiedlichem Erscheinungsbild nebeneinander zu stehen kommen. Ich jedenfalls komme mit Gerhardts System schneller vorwaerts. Laux stellt zu vielen essbaren Arten ein kleines Foto des giftigen Doppelgaengers (der an seinem Ort im System in normaler Groesse dargestellt ist). Diese Einschubbildchen im Text sind zwar zu klein, um wichtige Unterscheidungsmerkmale zu erkennen, aber vielleicht fuehren sie blutigen Anfaengern deutlicher als nur ein Texthinweis auf "Verwechslungsmoeglichkeiten" die goldene Regel aller Pilzkulinarik vor Augen: Alle Pilze sind essbar; einige Arten allerdings nur einmal... Beide Pilzfuehrer beruhen auf Fotos. Die Bilder im "Gerhardt" wirken schaerfer, natuerlicher und feiner in der Farbwiedergabe. Das ist vermutlich nicht durch die Originalfotos bedingt, sondern durch die Drucktechnik. Die Abbildungen im "Laux" weisen fuer meinen Geschmack durchs Band weg eine etwas zu hohe Farbsaettigung auf. Laux ist sehr restriktiv bei der Einstufung der Geniessbarkeit. Etliche Arten, die Gerhardt als "essbar" oder "bedingt essbar" bezeichnet, figurieren bei Laux unter "Kein Speisepilz". Ein Beispiel: Niemand wird behaupten wollen, der Schuppige Porling sei ein kulinarischer Hoehepunkt. Aber essbar ist er nach meiner Erfahrung allemal, zumindest die aeusseren Zonen juengerer Exemplare. Dieses Urteil bestaetigt auch eine gastronomische Autoritaet wie Antonio Carluccio in seinem Kochbuch "Pilze". Laux klassiert den Schuppigen Porling als "Kein Speisepilz". Gerhardt bezeichnet ihn als "bedingt geniessbar" und gibt zusaetzlich den nuetzlichen Tipp, ihn vorher abzukochen. Kurz: Gerhardt kommt mit seiner weitherzigeren Auslegung der Geniessbarkeit (nicht der Giftigkeit und Ungiftigkeit!) omnivoren Wildbeuternaturen eher entgegen. Welches Buch ist das bessere, welches soll man kaufen? Beide sind im Verhaeltnis zum Gebotenen preiswert. Der Kernbestand an vorgestellten Arten, naemlich die essbaren, ihre Doppelgaenger und die giftigen, stimmt in beiden Buechern erwartungsgemaess ueberein. Beim grossen Rest praesentieren die beiden Autoren dann nicht die selbe Auswahl. Laux bringt beispielsweise viel mehr nicht essbare Holzbewohner. Zudem treffen bei der gleichen Pilzart manchmal die Fotos des einen, manchmal die des andern Buchs das charakteristische Erscheinungsbild besser. Mit Vorteil legt man sich deshalb beide Buecher zu. Pilzfreunde mit vorwiegend kulinarischem Interesse, aber doch an deutlich mehr als nur fuenf Arten, sind auch mit dem "Gerhardt" allein sehr gut bedient.
sehr umfangreich November 24, 2003 DieStrafe (Leipzig) 22 aus 26 fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Mann mit nur einer Uhr, weiss immer genau wie spaet es ist. Ein Mann mit zwei oder mehreren Uhren ist sich schon nicht mehr sicher... Mein erstes Pilzbuch enthielt ca. 120 Arten, da habe ich zwar nicht alle gefundenen Pilze bestimmen koennen, aber die wichtigsten waren dabei, und auch das eine oder andere Pilzgericht liess sich damit im Wald sammeln. Mit diesem Buch, kann ich nicht unbedingt mehr Pilze bestimmen, da man manchmal zu lange suchen muesste oder man findet gleich mehrere Pilze und weiss dann doch nicht so genau, um welchen Vertreter es sich dabei handelt. In Sachen Pilzbestimmungsbuecher, ist dieses aber mit eines der Besten und mit etwas Uebung kommt man vielleicht auch schneller zum gesuchten Pilz. Dennoch bevorzuge ich persoenlich Zeichnungen statt Fotos, da dort die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale besonders deutlich dargestellt sind, die auf Fotos teilweise nicht zu erkennen sind.
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