Kundenrezensionen:
Schulaufsatz-Stil August 2, 2008 Ansgar Soch (Berlin) 1 aus 3 fanden die folgende Rezension hilfreich
Anscheinend hat Reinhold Messner im Laufe seines Lebens entweder besser schreiben gelernt oder bessere Ghostwriter oder Lektoren bekommen. Dieses Buch von 1971 liest sich aber leider wie ein "5 Freunde"-Roman. ("'Von dieser Seite ist der Manaslu unmoeglich', behauptete Hans. 'Der Weg waere objektiv viel zu gefaehrlich', bestaetigte Hansjoerg.") Die Beschreibungen sind entweder abgenutzte Bergklischees oder unverstaendlich ("Nur einzelne groessere Steinbrocken lagen trocken da und gaben [dem Gletscher] etwas Traeges"), Erklaerungsbeduerftiges ("an der orografisch linken Randmoraene") bleibt unerklaert.
Spannendes Drama auf dem Dach der Welt Juni 1, 2008 Matthias Tewordt (Schweiz) 5 aus 5 fanden die folgende Rezension hilfreich
Dies ist ein interessantes Buch fuer alle Liebhaber der Bergsteigerliteratur, welches mal einen anderen Berg als den Mount Everest zum Thema hat. Messner berichtet ueber eine Expedition im Jahre 1972 mit einem grossen Tiroler Team zur Manaslu Suedwand, einem damals noch ungeloesten Problem dieses Himalaya Achttausenders. Das Buch beschreibt im zunaechst trockenen, fast protokollartigen Stil die ganze Vorbereitung der Expedition mit vielen recht interessanten Details, so dass man fast glaubt, selbst dabeigewesen zu sein. Man kann sich dabei wirklich vorstellen, so eine Expedition selber mal durchzufuehren, so transparent wirkt der Bericht. Dann wird mit zunehmender Dramatik der Gipfelsturm beschrieben, der mit dem tragischen Verschwinden zweier Bergsteiger und den nachfolgenden Suchaktionen endet. Das Buch hinterlaesst dabei einen etwas traurigen Eindruck, ganz so, wie sich die Tiroler Expedition beim Rueckzug wohl fuehlte. Insgesamt ein sehr gelungener Bericht, der viel zum Nachdenken anregt.
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