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Die Ratten: Berliner Tragikomoedie | 
vergrössern | Autor: Gerhart Hauptmann Urheber: Gerhart Hauptmann Verleger: Ullstein Tb
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Bewertung: 1 Rezensionen Verkaufsrang: 52044
Medium: Taschenbuch Seiten: 106 Versandgewicht: 0.3 Maße (innen): 7.2 x 4.5 x 0.5
ISBN: 3548235638 EAN: 9783548235639 ASIN: 3548235638
Publikation: 1998 Verfügbarkeit: Versandfertig in 1 - 2 Werktagen Zustand: versehentlich bestellt - nie gelesen
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Ein grosser Naturalist schreibt eine gelungene Tragikomoedie August 13, 1999 13 aus 21 fanden die folgende Rezension hilfreich
Lange galt die Tragikomoedie als ein Auffangbecken fuer alle Arten des Dramas, die sich nicht eindeutig in die Tragoedie oder Komoedie einordnen liessen. In "Die Ratten" ist es Hauptmann als einem der Ersten gelungen die Tragikomoedie als eine eigenstaendige Form des Dramas zu etablieren und wegweisende Bauformen des Tragikomischen zu kreieren. In "Die Ratten" treffen in einer Berliner Mietskaserne die tragisch, heroische Welt des Theaters und sozial niedere Bevoelkerungsschichten in ihrer Berliner Milieusprache aufeinander. Die erste Partei wird angefuehrt vom Ex-Theaterdirektor Hassenreuter und seinen Schauspielschuelern, die auf einem Dachboden , in dem eine Karl Moor Photographie und allerlei Kostueme haengen, Schiller's Braut von Messina in "tragischer Pose" und mit "gewaltiger Pathetik" rezietieren. In diese wahrhaft heroische Welt dringen Leierkastenmusik, der Strassenlaerm, manch komische Figur und viele alltaegliche Probleme, die diese tragische Theaterwelt komisch beleuchten. Hauptmanns naturalistische Auffassung vom Theater und der Tragikomoedie vertritt Schauspielschueler Erich Spitta wehement gegenueber Hassenreuter, der sich fortwaehrend in literarischen Zitaten ergeht und somit keine eigene Persoenlichkeit aufbauen kann. Die Dienstboten, Arbeiter und untere soziale Schichten wirken bereits durch ihren Berliner Dialekt, durch den sie klar von den uebrigen Figuren abgegrenzt sind, komisch. Trotzdem haben sie mit wirklich tragischen Problemen und Schicksalsschlaegen, wie Kindesentfuehrung, Mord und Selbstmord, zu kaempfen. Hauptmann gelingt es nahezu auf jeder Seite tragische und komische Elemente zu verknuepfen. Er bleibt nicht bei zwei kontraeren und nebeneinander ablaufenden Handlungsstraengen stehen, sondern erschuf ein einheitliches Gestaltungsganzes des Tragikomischen und verdeutlichte damit die vielfaeltigen Moeglichkeiten dieser dritten Dramenform, was Duerrenmatt zum Ausspruch veranlasste:"uns kommt nur noch die Tragikomoedie bei" und mich zu 5 Sternen greifen laesst. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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