Kundenrezensionen: Gelesen 51 mehr Rezensionen...
ueberfluessig Januar 8, 2009 Lilli Tomcat 0 aus 1 fanden die folgende Rezension hilfreich
Der Titel ist toll, und damit hat es sich leider schon. Wer sich wirklich fuer systemische Therapie interessiert, sollte lieber Hellinger (den kann man dann ja kritisch sehen..) lesen oder sich Gunther Schmidt zu Gemuete fuehren. Die in diesem Buch planlose Ansammlung von Zitaten und schwaermerischen Erkenntnissen kann man sich aber sparen.
Eine tolle Erfindung dieser Zauberspruch! Dezember 31, 2008 Grit Oschmann (Stuttgart) 4 aus 6 fanden die folgende Rezension hilfreich
Das Buch "Ich stehe nicht mehr zur Verfuegung" von Olaf Jacobsen habe ich im Sommer 08 in einer Buchhandlung in Stuttgart gesehen, wo Herr Jacobsen einige Tage zuvor auch eine Lesung gehalten hatte, die ich leider verpasst hatte. Das Thema, der Buchtitel und die Beschreibung haben mich sehr angesprochen und ich kaufte das Buch spontan. Ich hatte vorher schon gelernt, dass ich ein sensibler Mensch bin, der die Gefuehle der anderen Menschen uebernimmt (dies hat wahrscheinlich mit der Herkunft zu tun und dem Umgang mit Gefuehlen und Kommunikation in der Familie - wenn die Kommunikation nicht frei ist, entwickeln Kinder Antennen fuer die nicht ausgesprochenen Dinge). Ich habe in meinem Leben immer wieder darunter gelitten, mich nicht abgrenzen zu koennen, die Gefuehle der anderen Menschen zu uebernehmen und konnte kaum unterscheiden was sind meine eigeneren Themen und was gehoert nicht zu mir. Dies kostete mich im Erwachsenenleben sehr viel Kraft. Beim Lesen des Buches sind mir gleich mehrere Lichter aufgegangen und ich bekam Hoffnung die dringend benoetigte Abgrenzung zu lernen. Rein theoretische und vernuenftige Gedanken der Abgrenzung hatten mir bis zu diesem Punkt zu wenig geholfen. Ich probierte den Zauberspruch "Ich stehe nicht mehr zur Verfuegung" zusammen mit den empfohlenen Saetzen wie "ich lasse das Thema bei der entsprechenden Person und akzeptiere es als ihr Problem/Thema/Krise" mehrfach aus und wurde dadurch sehr schnell von einigen sehr belastenden Gefuehlen befreit. Ein Beispiel: Im Sommer 2008 gingen viele Meldungen ueber Amy Winehouse durch die Presse, die von Drogen-, Alkoholproblemen und ihrem kritischen Gesundheitszustand handelten. Schon immer hatten mich solche Meldungen sehr belastet und ich fuehlte auch diesmal sehr intensiv mit. Ich konnte das Elend und das Leid so sehr spueren, dass es mich richtig schauerte und gruselte. Ich hatte die Gefuehle des Entzuges und der Drogensucht aufgesaugt und konnte sie empfingen, obwohl ich selber niemals Drogen genommen hatte. Daraufhin wendete ich diesen Zauberspruch an, ich stehe dafuer nicht mehr zur Verfuegung, es ist das Thema von dieser Frau, es ist ihre Krise und fuer sie sinnvoll usw. und auf der Stelle war ich von den negativen Gefuehlen befreit. Auch bei spaeteren Meldungen kamen sie nie wieder zurueck. Das war fuer mich das deutlichste Beispiel, wie man seine eigenen Gefuehle steuern kann. Durch das Wegfallen dieser Gefuehle habe ich mich auch selber besser kennen gelernt und darunter liegende Dinge und Gefuehle entdeckt zu denen ich vorher keinen Zugang hatte, weil alles von den vordergruendigen Gefuehlen ueberdeckt war. Kurz nach dem Lesen dieses Buches habe ich eine neue Arbeitsstelle begonnen, meine persoenliche Wunsch- und Traumstelle, und nun arbeite ich taeglich mit diesem Zauberspruch und bin immer wieder erstaunt wie viel Ballast ich mit Hilfe von "Ich stehe nicht mehr zur Verfuegung" abwerfen kann und wie sehr mich mein neues Ich, auch beruflich, weiterbringt. Zur Erklaerung muss ich hinzufuegen, dass ich intuitiv viel mit spirituellen Themen anfangen kann, mehr als mit rationalen Erklaerungen. Moeglicherweise hat mir diese Offenheit geholfen den Zauberspruch anzunehmen und so kann er mir auch helfen. Fazit: auch wenn das Buch an einigen Stellen ein bisschen zu viel erklaert und zu umstaendlich geschrieben ist, ich bin dankbar dass mir das Buch in die Haende gefallen ist. Herr Jacobsen hat mit Sicherheit eine Art "Erfindung" gemacht, die sehr wertvoll sein kann, wenn man sich darauf einlaesst. Ich habe diesen Spruch seit dem schon einige Male weiterempfohlen und durchweg positive Rueckmeldungen erhalten.
Ihr wollt mit mir interagieren?? Dann nehmt DAS!!! Dezember 14, 2008 Tubbs 15 aus 21 fanden die folgende Rezension hilfreich
Ich kann Jacobsens Standpunkt verstehen. Als den eines Menschen, der - mit wenig Einfuehlungsvermoegen ausgestattet - ziemlich verletzt worden sein muss. Sein Resumee: "Ignorier die Schweine, die Dir wehtun, das verletzt sie am meisten" ist allerdings wirklich billig, nein, unreif. Man sollte nie besoffen Emails abschicken, nie wuetend SMS schreiben und nie mitten in einer Verletzungsphase einen vermeintlichen Lebensratgeber schreiben. Klar wird man Gleichgesinnte finden (die findet man immer), aber man fuehrt arme Seelen in die Irre mit solchen Spruechen (wie dem Titel dieses Buchs). Die Zeit heilt die Wunden, nicht die Ignoranz und schon gar nicht gelebter Narzismus! Und wenn ich das einzige wirklich lebende Wesen in meinem kleinen Universum bin (ad Quantenphysik), dann werde ich dennoch nicht gluecklicher, wenn ich zwischen mir und meiner Umgebung eine Mauer errichte. Das macht nur weltfremd. Und daher mein eines Sternchen als Bewertung: Weltfremd und intolerant - Autor und Buch. PS: Psst, denn wir leben wider Erwarten doch alle in der selben Welt, glaub ich...
Vorsicht! November 26, 2008 UlRai (Leserattenhausen) 11 aus 23 fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Seele versteht keine Verneinungen, da das NICHT bildhaft nicht dargestellt werden kann. Versucht mal, fuenf Minuten nicht an gruene Krokodile zu denken! Ihr werdet ueberrascht sein, und das Gleiche geschieht mit den Dingen, denen Ihr eigentlich NICHT mehr zur Verfuegung stehen wolltet... Ihr lenkt die Aufmerksamkeit auf das Problem und nicht auf die Loesung. Ihr steht mehr zur Verfuegung! Moeglicherweise besteht aber gerade darin der Loesungsweg, wer weiss?!
Furchtbar - aergerliche Geldausgabe! November 26, 2008 Anna-Lena (Hamburg) 21 aus 29 fanden die folgende Rezension hilfreich
Von diesem Buch hatte ich mir mehr versprochen. Muehsam habe ich mich durch die erste Haelfte gequaelt und dann beschlossen, es Oxfam zu ueberlassen. Um die Kernaussage "ich stehe nicht mehr zur Verfuegung" zu transportieren haette es nicht dieses Buches bedurft. Der Autor ergiesst sich in Beispielen, Quellenangaben etc. die Aussage stuetzen sollen. Mir ist nicht klar, ob sie das tun, denn ich emfand seinen Schreibstil unverstaendlich, und muehsam. Auch wirkte es auf mich sehr eitel und selbstverliebt. I
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