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Der Fisch in uns: Eine Reise durch die 3,5 Milliarden Jahre alte Geschichte unseres Koerpers

Der Fisch in uns: Eine Reise durch die 3,5 Milliarden Jahre alte Geschichte unseres Koerpers

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Autor: Neil Shubin
Urheber: Neil Shubin, Sebastian Vogel
Verleger: Fischer (S.), Frankfurt

Kaufen Neu: EUR 19,90



Neu (73) Gebraucht (4) Sammlerstück (1) ab EUR 13,40

Bewertung: 5.0 von 5 Sternen 5 Rezensionen
Verkaufsrang: 7698

Medium: Gebundene Ausgabe
Ausgabe: 1
Seiten: 281
Versandgewicht: 0.9
Maße (innen): 8.2 x 5.3 x 1.1

ISBN: 3100720040
EAN: 9783100720047
ASIN: 3100720040

Publikation: Mai 6, 2008
Verfügbarkeit: Gewoehnlich versandfertig bei Amazon in 24 Stunden

Auch erhältlich in:

  • Broschiert - Der Fisch in uns: Eine Reise durch die 3,5 Milliarden Jahre alte Geschichte unseres Koerpers

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Redaktionelle Rezensionen:

Aus der Amazon.de-Redaktion
Der Urvogel Archaeopteryx war fuer die Evolutionsforscher eine Sensation, stellt er doch den Beleg fuer den Uebergang vom Reptil zum Vogel dar. Der Autor dieses Buches, Neil Shubin, hat 2006 einen Fund von vergleichbarer Bedeutung gemacht: Tiktaalik, das Bindeglied zwischen Fisch und Landlebewesen. Hier berichtet er ausfuehrlich davon, wie Tiktaalik gefunden wurde - aber noch ausfuehrlicher von den Konsequenzen dieses sensationellen Fundes, von den neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen, die sich daraus gewinnen lassen, und davon, wie sie unser Selbstbild als Menschen erweitern und veraendern.

Nach und nach entsteht ein erstaunliches Bild, das die Evolution so anschaulich macht, wie es selten zuvor gelungen ist: Auch wir Menschen stammen nicht einfach von Lebewesen ab, die vor uns existierten - wir koennen auch heute noch eine Menge in unserem Koerperbau und in unserer DNA finden, was wir mit Haien, Fliegen oder auch Bakterien gemeinsam haben. Und manches Raetsel - zum Beispiel der augenscheinlich komplizierte Verlauf der Nerven in unserem Kopf - klaert sich auf wundersame Weise auf, wenn man einen Blick in die Vergangenheit wirft.

Zum Glueck fuer alle an der Evolution Interessierten ist Shubin aber nicht nur ein erfolgreicher Wissenschaftler, er ist auch ein hervorragender Erzaehler. Er schreibt mit Begeisterung und mit Humor und laesst dadurch neueste wissenschaftliche Erkenntnisse der Palaeontologie und der Genetik ebenso lebendig werden wie die faszinierende und muehsame „Knochenarbeit” eines Palaeontologen. Wer dieses Buch liest, wird unweigerlich angesteckt von seiner Faszination fuer die Grundlagen unseres Menschseins und von der beglueckenden Wirkung wissenschaftlicher Erkenntnis, die bei Shubin immer mitschwingt. Ein wunderbares, spannendes Buch voller Aha-Erlebnisse von einem, der mit Leib und Seele Wissenschaftler ist. -- Gabi Neumayer


Kundenrezensionen:

4 von 5 Sternen Ergaenzung und Richtigstellung   Dezember 15, 2008
Lorenz Kirschner (Wels, Oberoesterreich)
0 aus 2 fanden die folgende Rezension hilfreich

1. Zur Rezension, die behauptet, Hoimar von Ditfurth (wer auch immer das ist) habe die "Idee" (Embryo vollziehe Entwicklung seiner Spezies nach) schon frueher als Shubin geaeussert: Shubin aeussert eigentlich gar nichts "Neues", sondern stellt Bekanntes zusammen und macht so Ergebnisse hundertjaehriger Forschung aus den Gebieten den Palaeontologie, Anatomie bis hin zur Genforschung fuer den Laien begreifbar.
Ausserdem erklaert er die These Ditfurths (im Buch die von Haeckel, also ist Ditfurth in Wahrheit der, der insofern nichts Neues bringt) fuer die hier interessierende Frage sogar ausdruecklich (S. 129) als sinnlos, da sie keine ERKLAeRUNG fuer die Evolutionsmechanismen biete.

2. Zur Rezension, derzufolge das Buch fuer "Agnostiker" und Gottglaeubige wohl gleichwertig sein wuerde, da die Letzteren das Wunder der Schoepfung dennoch bestaunen wuerden: Das Buch zeigt, dass der menschliche Koerper nicht Ergebnis eines Plans ist, sondern dass er evolutionaeren Ballast angesammelt hat, der eben nicht nur nuetzlich ist (Leistenbruchanfaelligkeit bei Maennern wegen der im Lauf der Evolution nach aussen und somit durch die Bauchdecke gewanderten Keimdruesen/Hoden; Meniskusschwaeche als Folge der Abstammung der Gliedmassen von Flossen)

3. Das Buch selbst ist informativ, auch fuer den informierten Laien ist einiges an Neuem dabei. Das haette sich aber auch auf weniger Seiten sagen lassen. Zudem erfaehrt man ein paar "Wie-es-mir-in-meinem-Leben-als-Steineklofer-so-erging"-Geschichten, die der eine als Einblick in die Szene ganz interessant finden wird, den anderen aber angesichts des Informationszwecks des Buches eher lanweilen werden.

Fazit: Der Inhalt ist angesichts des Informationsgehalts den Preis wert (jedenfalls die gerade erscheinende Taschenbuchausgabe). Wer sich nicht zu viel daraus macht, dass ein Wissenschaftler sein erstes Populaerbuch schreibt und noch keinen als unerhaltsam zu beschreibenden Schreibstil gefunden hat, der wird mit einem Potpourri aus Erkenntnissen ueber die Ueberbleibsel von ein paar Milliarden Jahren Evolution im Koerper aller lebenden Wesen belohnt. Da ist die wohl aus Marketinggruenden gewaehlte und insofern rassistische Einengung auf den "Fisch in UNS (Menschen)" verkraftbar, sie taeuscht aber ueber die Universalgeltung der im Buch genannten Erkenntnisse hinweg: Nicht WIR haben die Flossen, Mitochondrien, Ohrknoechelchen, Zaehne und alles andere vererbt bekommen, sondern alle derzeit lebenden Spezies.



5 von 5 Sternen Wenn Zwei das gleiche sagen...   Oktober 9, 2008
Matthias Kampfenkel (Berlin)
4 aus 4 fanden die folgende Rezension hilfreich

dann ist das scheinbar noch lange nicht dasselbe.
Zuerst einmal: Natuerlich ist Neil Shubin ein wichtiges und
unterhaltsames Buch gelungen und jeder populaerwissenschaftliche
Autor der zudem sein Handwerk versteht, verdient dafuer 5 Punkte.
Ausserdem haben ja bekanntlich die United States of Neanderthal,
im Gegensatz zu "Old-Europe", sowieso Nachhilfeunterricht
in Evolutionstheorie dringend noetig.
Sicher ist die These durch den Fossilienfund von Shubin endlich bewiesen,
doch es aergert mich ein wenig, dass es als neueste Erkenntnis behandelt wird.
So neu ist das ganze naemlich nicht, jedenfalls nicht fuer deutsche Leser.

Im Grunde will ich an dieser Stelle nur Gerechtigkeit walten lassen,
denn der von mir verehrte Hoimar von Ditfurth hat genau
dieses Thema in seinen Buechern "Im Anfang war der Wasserstoff" und
spaeter in "Der Geist fiel nicht vom Himmel" bereits anfang der 1970er Jahre
ausfuehrlich und fundiert behandelt.
Eben auch Shubin`s "neue" These, die v.Ditfurth schon damals an dem Beispiel
eines menschlichen Foeten erklaert. Da die Natur nichts vergisst, sondern nur
etwas weiterentwickelt oder modelliert, macht der Foetus alle Stationen
der evolutionaeren Entwicklung noch einmal durch, -im Schnelldurchlauf sozusagen.
Er hat Kiemen, sieht zwischenzeitlich wie eine Kaulquappe aus, um spaeter erst als
Saeugetier und endlich als Mensch erkennbar zu werden.
Diese Erkenntnisse sind bei Shubin also aktualisiert, aber eben nicht neu,
so wie es derzeit in den Medien verbreitet wird.



5 von 5 Sternen Humorvoll und faszinierend: unsere Entwicklungsgeschichte von Einzeller bis heute und die Folgen   Juni 20, 2008
Pomp Stephan (Sweden)
11 aus 12 fanden die folgende Rezension hilfreich

Die Financial Times schrieb ueber dieses Buch: "Wenn sie die Evolutionsgeschichte des Menschen und anderer Tiere verstehen wollen dann brauchen sie nur diese ausgezeichnete Monographie zu lesen." (meine Uebersetzung)
Das mit dem 'Evolutionsgeschichte verstehen' ist natuerlich
etwas hoch gegriffen aber Shubin gelingt es in faszinierender und zugleich
humorvoller Weise den Leser zu begeistern. Die Verwandtschaft zwischen Menschen und Affen ist ja schon so ein alter Hut dass es, ausser einer glaeubigen Minderheit, niemand mehr anzweifelt und keinen mehr vom Hocker reist. Shubin aber oeffnet geht viel weiter und viel gruendlicher zurueck. Zeigt wie viele verschiedene Wissenschaftszweige alle unabhaengig voneinander die Evolutionstheorie stuetzen und vor allem auch welche enorme Erkaerungsgewalt die Evolutionstheorie besitzt. So berichtet er beispielseweise, nachdem er die Evolution unseres Koerperbaus skizziert hat und dabei auch neueste Forschungserkenntnisse beschreibt, wie Krankheiten damit erklaert werden koennen.
Trotz einiger Fachbegriffe ist das Buch auch fuer einen biologischen Laien wie mich leicht zu lesen. Daher wuerde ich ungefaehr wie obiges Zitat folgendes sagen: Wenn sie heuer auch nur ein einziges Buch ueber Evolution lesen wollen, es sollte diese sein. Und wenn sie von Evolution nichts wissen wollen dann sollten sie dieses Buch GLEICH ZWEIMAL LESEN.



5 von 5 Sternen Ein faszinierendes Buch mit einem flammenden Plaedoyer fuer die Evolution   Juni 15, 2008
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland)
26 aus 26 fanden die folgende Rezension hilfreich

Neil Shubin ist Palaeontologe und so waere das Schreiben dieses faszinierenden Buches eigentlich nicht seine Sache gewesen. Aber eines Tages musste er fuer einen Kollegen an der Universitaet einspringen, der einen Anatomiekurs fuer Medizinstudenten halten sollte. Waehrend der Vorbereitung auf diesen Kurs und waehrend seiner Unterrichtsstunden fiel Shubin auf, dass er dafuer als Palaeontologe einen entscheidende Vorteil mitbrachte: er kannte seit langem die Bauplaene von urzeitlichen Fischen und Reptilien.

Und so entstand in seinem Kopf die Idee fuer dieses Buch, das er zu einem flammenden Plaedoyer und Bekenntnis zur Evolution gestaltet. Ohne mit einem einzigen Wort einzugehen auf die zum Teil heftige Debatte, die in den USA zwischen den Befuerwortern und den Kritikern der Evolutionstheorie ( Kreationisten) entflammt ist, und zum Beispiel im letzten Jahr in Hessen in die aktuelle Schuldebatte eingeflossen ist.

Neil Shubin nimmt seine Leser mit auf eine auf weite Strecken sogar sehr unterhaltsame wissenschaftliche Reise durch die 3,5 Jahre alte Geschichte unseres Koerpers. Er laesst diese Geschichte auf einer einsamen Insel in der Arktis beginnen, wo er ein Fossil findet, das fuer ihn den Uebergang von den Fischen zu den Landtieren bezeichnet. Er nennt dieses Tier, das sowohl Schuppen und Flossen, als auch Ellenbogen und Handgelenke besass, den Tiktaalik, und wird mit diesem Fund weltberuehmt. Die zahlreichen Bilder, mit denen er sein Buch illustriert hat, sind faszinierend und stuetzen ueberzeugend seine These der Evolution. Er erklaert, wie die ersten und einfachsten Lebewesen aufgebaut waren und funktionierten und zeigt immer wieder auf, dass alle hoeheren Tiere einschliesslich des Menschen immer nur komplexere Varianten dieser einfachen Bauplaene waren. Shubin gelingt es, seine eigene Faszination ueber dieses Wunder der Evolution auch sprachlich auf seine Leser zu uebertragen.

Der legt am Ende ein anspruchsvolles Buch aus der Hand, dem es gelungen ist, ihn tief in die Materie einzufuehren, ohne dass es ihm langweilig oder gar unverstaendlich wurde. Der agnostische Leser wird sich bestaetigt fuehlen, und der an einen Schoepfergott glaubende Leser ebenfalls, dem ein solches Wunder kein Zufall zu sein scheint.

Obwohl Shubin, wie gesagt, mit keinem einzigen Wort auf die religioese Dimension des Themas eingeht ( vielleicht interessiert sie ihn nicht), bietet das Buch ein Fuelle von Stoff fuer die immer noch aktuelle Debatte, die auch in Ansaetzen in unseren Schulen gefuehrt wird, und bei der man nicht zulassen sollte, das religioes-ideologische Positionen die Oberhand gewinnen.



5 von 5 Sternen Eine Reise durch die 3,5 Milliarden Jahre alte Geschichte unseres Koerpers   Mai 8, 2008
Thorsten Wiedau (Hamburg)
13 aus 19 fanden die folgende Rezension hilfreich

Sind wir Fische? Nein, doch wir waren einmal Fische! Die Evolution, ein Lobgesang auf sie, zeigt uns immer wieder wie wir uns aus einfachen Einzellernn zu komplezxeren Lebewesen entwickelt haben und es ist faszinierend zu sehen, wie der Autor Neil Shubin in DER FISCH IN UNS auf unterhaltsame und doch lehrreiche Art uns genau dies offenbart und vor uns eine grandiose Geschichte ausbreitet.


Ein gutes Buch, denn so sollte Biologieuntericht sein, spannend, faszinierend und mit dem gewissen Esprit in der Praesentation der Fakten.

Der Autor des Buches ist kein Mediziner, er beschaeftigt sich mit der Fruehgeschichte des Lebens und doch macht er es so spannend, als hoere man einem Mediziner zu, welcher einem die Besonderheiten des eigenen Organismus erklaert.

Woher kommen unsere Zaehne? Wie sind sie entstanden und was hat das mit Haien zu tun? Warum haben wir Schluckauf und was hat eine Kaulquappen uns voraus? Wie entstand die Hand und gibt es Fische mit Haenden?

Das Buch gibt faszinierende Einblicke in die Evolution und den Aufbau des menschlichen Koerpers. Es erklaert eine Menge Ungereimtheiten und zeigt auf warum wir so sind wie wir sind.

In DER FISCH IN UNS zeigt uns der Autor Neil Shubin wie spannend Forschung und Wissen sein kann, ein grandioses Sachbuch, sehr lehrreich und unterhaltsam in einem - ein grosser Wurf fuer alle Leser, welche unsere Herkunft besser verstehen wollen.

Sehr empfehlenswert!