Der Turm. Geschichte aus einem versunkenen Land. Roman | 
vergrössern | Autor: Uwe Tellkamp Urheber: Uwe Tellkamp Verleger: Suhrkamp Verlag
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Bewertung: 17 Rezensionen Verkaufsrang: 17
Medium: Gebundene Ausgabe Ausgabe: 1 Seiten: 976 Versandgewicht: 2.2 Maße (innen): 8.6 x 5.4 x 2
ISBN: 3518420208 EAN: 9783518420201 ASIN: 3518420208
Publikation: September 10, 2008 Verfügbarkeit: Gewoehnlich versandfertig bei Amazon in 24 Stunden
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| Kundenrezensionen: Gelesen 12 mehr Rezensionen...
Ein Jahrhundertwerk - nicht weniger! November 16, 2008 dailyreader 2 aus 3 fanden die folgende Rezension hilfreich
Dieses Buch ist schlicht genial. Sprachlich ein Hochgenuss. Eine Geschichte voller Tiefe und Spannung. Die Geschichte ist geschickt komponiert, baut sich langsam auf, ohne dass es je langweilig wird. In den Kritiken liest man oft, dass das Buch mit seinen fast 1.000 Seiten zu dick sei. Stimmt nicht. Wer so schreibt, darf von mir aus auch Buecher schreiben die 5.000 Seiten dick sind. Ein Jahrhundertbuch. Nicht weniger.
grossartige Geschichtsschreibung, literarisches Versagen November 12, 2008 rico rosen (Berlin) 16 aus 20 fanden die folgende Rezension hilfreich
Das Erinnerungsvermoegen des Autors an eine laengst vergangene Zeit ist geradezu ueberwaeltigend beeindruckend - toll fuer all die Leser, die ein historisches Interesse an diesem speziellen Sujet haben. Mir hat "Der Turm" als Geschichtsbuch und Erinnerungshilfe jedenfalls einige Freude bereitet... Wer aber einen Roman von Format erwartet, wird enttaeuscht. Wenn Sie "Die Korrekturen" moegen oder die Arbeiten von Siri Hustvedt oder die Erzaehlungen von Raymond Carver, kurz: Buecher, die einem eine ganze Welt schenken, werden Sie diesen Roman wahrscheinlich hassen. "Der Turm" schenkt dem Leser keine Welt, weil gar nicht klar wird, was er ueberhaupt erzaehlen moechte (mal abgesehen vom chronistischen Anspruch des So-war-es-in-der-DDR). Vergeblich kaempft man sich durch die 973 Seiten auf der Suche nach Handlung oder gar Spannung. Zwischen obsessiven Beschreibungen von Orten in einer Sprachgewalt, die anstrengend ist und dennoch kraftlos bleibt, stoesst man auf lahme Dialoge, die manchmal sogar zum Fremdschaemen einladen. Die Figuren bleiben leblos und holzschnittartig. Es bedeutet mir nichts, dass diese Welt, diese Figuren, diese Dialoge womoeglich historisch verbrieft sind - ein Roman braucht mehr. Ich schliesse mich gerne der Empfehlung eines Vorrezensenten an: "Die Insel" von Matthias Wegehaupt leistet da deutlich mehr. Fuer den geschichtlich interessierten Leser wird "Der Turm" dennoch eine interessante Lektuere sein.
Grossartig November 8, 2008 Stephen Dedalus 3 aus 8 fanden die folgende Rezension hilfreich
Dies ist fuer mich ganz klar ein Lesehoehepunkt dieses Jahres und weit darueber hinaus. Tellkamp gelingt es, die Atmosphaere der untergehenden DDR in einer Vielzahl von Stimmen und Perspektiven nicht nur nachvollziehbar, sondern geradezu fuehlbar und schmeckbar zu machen. Er vermittelt einen Eindruck davon, wie es sich anfuehlte, damals in Dresden zu leben. Ich bin sicher, dass man sein Buch noch in vielen Jahrzehnten als quasi historische Quelle zur untergehenden DDR lesen wird, genau so, wie man heute auch Fontane als Chronist des 19. Jahrhunderts liest. Waehrend man beim "Eisvogel" noch einige Schwaechen des Autors Tellkamp entdecken konnte, ist mit dem "Turm" nun endgueltig ein Grosser der deutschen Literatur geboren. Herzlichen Glueckwunsch, Herr Tellkamp, ad multos annos!
Schreibdurchfall November 6, 2008 Kristina Brandt 23 aus 35 fanden die folgende Rezension hilfreich
Eine grosse Enttaeuschung! Bei mir herrscht totales Unverstaendnis darueber, wie dieses Blendwerk ausgezeichnet werden konnte. (Merke: nur weil einer die DDR behandelt, 1000 Seiten vollkriegt und den Thesaurus-Deluxe auf seinen Rechner geladen hat, ist er noch kein guter Autor.) Nee, wirklich: Handlung irrelevant, Dialoge flach und tot, Figuren aus Pappe. Und der angebliche Stil ist ein Riesenbluff: Tellkamp schreibt unkontrolliert, manieriert, gefallsuechtig, faselt beliebig, kriegt kein sauberes Bild hin, weil sprachlich schlampig, er hat kein Gespuer und keinen Respekt fuer die Bedeutung seiner Worte - kurz: heftiger Schreibdurchfall das Ganze. Eine regelrechte Beleidigung finde ich aber den Vergleich zu den Buddenbrooks - eine Beleidigung fuer Thomas Mann. Denn obwohl der mit den Buddenbrooks formal noch nicht zu seiner Hoehe gefunden hatte, obwohl sein Stil streitbar und reaktionaer ist: in den Buddenbrooks leben die Figuren! Sie sind nachvollziehbar, sensibel, ergreifend und meist frei vom Klischee gestaltet. Und die Atmosphaere stimmt, weil Herr Mann die deutsche Sprache beherrscht und respektiert - im Gegensatz zu Herrn Tellkamp, von dessen Buch - ich wette - in fuenf Jahren niemand mehr sprechen wird!
Monumental November 3, 2008 Lena Osten (Frankfurt) 4 aus 8 fanden die folgende Rezension hilfreich
Das ist gewiss keine Lektuere zum Abschalten, sondern ein ebenso monumentales wie kuehles und unbestechliches Panorama der untergehenden DDR. Mich beeindruckte der Umgang des Autors mit der Sprache, sein Bemuehen um eine eigene Sprache, um noch nicht angenutzte Worte; wenn es auch mitunter zu Manierismen kommt. Ueber das Aetshetische hinaus fand ich auch meine DDR-Erfahrungen bestaetigt.
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