Warum unsere Kinder Tyrannen werden: Oder: Die Abschaffung der Kindheit | 
vergrössern | Autor: Michael Winterhoff Urheber: Michael Winterhoff Verleger: Guetersloher Verlagshaus
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Bewertung: 102 Rezensionen Verkaufsrang: 53
Medium: Gebundene Ausgabe Ausgabe: 7., Aufl. Seiten: 191 Versandgewicht: 0.8 Maße (innen): 8.7 x 5.7 x 0.9
ISBN: 3579069802 EAN: 9783579069807 ASIN: 3579069802
Publikation: Dezember 2008 Verfügbarkeit: Versandfertig in 1 - 2 Werktagen Zustand: nicht eingeschweisst es handelt sich um eine ausgabe vom bertelsmann-club o.ae., die sich aber nur durch den umschlag von der anderen unterscheidet. auf dieser sind anstatt gekrickel strichmaennchen abgebildet.
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| Redaktionelle Rezensionen:
Aus der Amazon.de-Redaktion Wie kommt es, dass Kinder auch der Nach-Achtundsechziger-Generation von Eltern auf der Nase herumtanzen? Dass bereits VierjA hrige mit ihren Erziehern machen (und machen kA nnen), was sie wollen? Dass in unserer Gesellschaft die Respektlosigkeit der Jugend gegenA ber dem Alter regiert und so viele SchulabgA nger (deshalb?) nicht im Mindesten gerA stet sind fA rs Leben? Warum unsere Kinder Tyrannen werden oder: Die Abschaffung der Kindheit aus der Feder des 50-jA hrigen Bonner Mediziners Michael Winterhoff legt den Finger nicht zuletzt an einer Stelle in die Wunde, die besonders schmerzt: Mitten ins Herz der liebenden Eltern, die doch nur eines wollen: von ihre Kindern geliebt zu werden. Und die doch genau deshalb das Gegenteil erreichen. In neun Kapiteln beleuchtet Winterhoff mit medizinischer Analyse, aber auch mit journalistischem Geschick, welche GrA nde dafA r sprechen, dass MA tter aufhA ren sollten, zwischen Super-Nanny und Verzweiflung hoffnungslos hin- und herzupendeln. Er hinterfragt gA ngige Vorurteile unserer Pop-Kultur (a We don’t need no education“? -- a Kinder an die Macht“??), illustriert, warum die Psyche eine so groA e Rolle spielt, was Grundschulen und KindergA rten mit der Seele unserer Kinder anstellen, warum Eltern ihr Ich nicht mit dem des Nachwuchses verschmelzen sollten -- und wie es uns gelingen kA nnte, die a BeziehungsfA higkeit wieder herzustellen“. Auf diese Weise entwirft Warum unsere Kinder Tyrannen werden oder: Die Abschaffung der Kindheit ein faszinierendes Panorama, das die privaten und sozialen MA ngel unserer Erziehung ebenso aufzeigt wie mA gliche LA sungswege. Erziehungsratgeber gibt es wie Sand am Meer. Aber die meisten ergehen sich in endlos seitenschindenden NacherzA hlungen von (zumeist erfundenen) Fallgeschichten, die mit dem eigenen Leben nichts gemein haben. Warum unsere Kinder Tyrannen werden oder: Die Abschaffung der Kindheit ist da auf angenehme Art und Weise anders. Und ist gerade deshalb eine willkommene Alternative zur Sensationsgier von Super-Nanny-Formaten -- eine Alternative zudem, die Hoffnung macht. -- Isa Gerck, Literaturanzeiger.de
Amazon.de-Hörbuchrezension Das hA rt sich nicht gut an: Kinder tanzen ihren Eltern auf der Nase herum. VierjA hrige machen mit ihren Erziehern, was sie wollen (und dA rfen das auch). Und die respektlose Jugend ist nach dem Schulabschluss nicht im Mindesten gerA stet fA rs Leben. Das HA rbuch Warum unsere Kinder Tyrannen werden oder: Die Abschaffung der Kindheit des 50-jA hrigen Bonner Mediziners Michael Winterhoff wagt diese Gesellschaftsanalyse. Und es legt den Finger nicht zuletzt an einer Stelle in die Wunde, die besonders schmerzt: Mitten ins Herz der liebenden Eltern, die doch nur eines wollen: von ihre Kindern geliebt zu werden. Und die doch genau deshalb das Gegenteil erreichen. Das hA rt sich, wie gesagt, nicht gut an. Und trotzdem ist es gut, davon zu hA ren. In neun Kapiteln erA rtert Winterhoffs Lesung, warum MA tter aufhA ren sollten, zwischen Super-Nanny und Verzweiflung hoffnungslos hin- und herzupendeln. Er hinterfragt gA ngige Vorurteile unserer nicht zuletzt auch akustischen Pop-Kultur (a We don’t need no education“? -- a Kinder an die Macht“??), illustriert, was Grundschulen und KindergA rten mit der Seele unserer Kinder anstellen, warum Eltern ihr Ich nicht mit dem des Nachwuchses verschmelzen sollten -- und wie es uns gelingen kA nnte, die a BeziehungsfA higkeit wieder herzustellen“. Auf diese Weise entwirft Warum unsere Kinder Tyrannen werden oder: Die Abschaffung der Kindheit ein faszinierendes Panorama, das die privaten und sozialen MA ngel unserer Erziehung ebenso aufzeigt wie mA gliche LA sungswege. Das kann sich hA ren lassen. Erziehungsratgeber gibt es wie Sand am Meer. Aber die meisten ergehen sich in endlos seitenschindenden NacherzA hlungen von (zumeist erfundenen) Fallgeschichten, die mit dem eigenen Leben nichts gemein haben. Warum unsere Kinder Tyrannen werden oder: Die Abschaffung der Kindheit ist da auf angenehme Art und Weise anders. Und: Er ist auch noch kurzweilig gelesen. Alles in allem also: gut zu hA ren. -- Isa Gerck, Literaturanzeiger.de 4 CD, Laufzeit ca. 320 min
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| Kundenrezensionen: Gelesen 97 mehr Rezensionen...
Nichts fuer "Normale"! Januar 6, 2009 Karkoska (Peine) 0 aus 3 fanden die folgende Rezension hilfreich
In den ersten Kapiteln beschreibt der Autor Phaenomene, die ich als Mutter von drei Kindern und Paedagogin zumindest ansatzweise bestaetigen wuerde. Aber je weiter ich gelesen habe, desto mehr hatte ich das Gefuehl, dass der Autor in eine krankhafte "psyhiatrisierte" Welt entgleitet, die mit der Mehrzahl unserer Kinder und deren Eltern wenig Gemeinsamkeiten aufweist. Ich vermute er beschreibt Extreme aus seiner psychiatrischen Praxis. Ich halte eine solche negative Sicht fuer wenig konstruktiv und habe dann das letzte Viertel nicht mehr lesen wollen. Der zunaechst gute Ansatz wurde durch die krankhafte Sicht und nicht fundierte Aussagen z. B. ueber die fehlende Entscheidungsfaehigkeit von juengeren Kindern unglaubwuerdig. Ich schliesse mich in so weit an, dass Kinder nicht wie kleine Erwachsene behandelt werden duerfen und dass manche von uns sicherlich stellenweise einen Schritt zu weit gehen,wenn sie Kinder durch Gleichberechtigung zu selbstbewussten Menschen erziehen wollen! Das Buch ist nach meiner Ansicht nicht zu empfehlen, da es "normale" Probleme nicht thematisiert und Erkrankten nur durch eine Therapie, nicht aber durch einen solchen Ratgeber geholfen werden kann.
perverses Kiddy-Board Januar 3, 2009 Dr. Joanna Ruppel 1 aus 8 fanden die folgende Rezension hilfreich
Als Ratgeber-Neuling ohne psychologisches Grundwissen konnte ich beim Lesen des Buches nur einen immer staerker ansteigenden Unmut verspueren. Ein Hinweis auf unreflektierte Bemerkungen des Autors war fuer mich aber die Aussage, die groesste Perversion sei ein so genanntes "Kiddy-Board" dass zum Transportieren eines goesseren Geschwisterchens am Kinderwagen angebracht wird. Haette der Autor auch nur eine Sekunde darueber nachgedacht, wie eine Mutter mit einem 15-Monatsabstand zwischen den Kindern (wie er in meinem Bekanntenkreis sehr ueblich ist) eine laengere Strecke an einer stark befahrenen Strasse mit beiden Kindern zuruecklegen soll (ohne umweltunfreundlich beide Kinder ins Auto zu stecken) waere ihm vielleicht aufgefallen, dass es durchaus schwierig sein koennte mit einer Hand den Kinderwagen zu schieben und an der anderen Hand ein Kind hinter sich herezuschleifen.
Nicht alles laesst sich tiefenpsychologisch erklaeren Dezember 19, 2008 Hermann Danne (Ulm) 5 aus 22 fanden die folgende Rezension hilfreich
Als Vater eines autistisch schwerbehinderten Sohnes sind mir Verhaltensprobleme in der Kindheit sehr bekannt. Ich habe die Fachliteratur zu Autismus kilogrammweise gelesen. Frustrierend durfte ich feststellen, dass die "Fachleute" meist keine Ahnung von wirksamen Therapien haben. Gerade bei Psychiatern gilt, dass sie mehr Schaden als Nutzen anrichten und ausser Ritalin und Risperdal nicht viel zu bieten haben. Der Autor hat sicher in einigen Punkten Recht. Aber der Versuch, alles und jedes tiefenpsychologisch mit gestoerten Beziehungen zu erklaeren, schlaegt fehl. Freud war sicher ein genialer Mann. Aber er hat nicht in Allem Recht gehabt. Stoerungen wie ADHS, Legasthenie, Autismus etc. sind handfeste medizinisch neurologische Stoerungen, gegen die die Schulmedizin noch kein vernuenftiges Gegenmittel hat. Eine tiefenpsychologische Betrachtungsweise ist hier irrefuehrend. Die Eltern, Lehrer und Bezugspersonen sind laengst nicht an allem Schuld. In vielen Punkten waere eine verhaltensanalytische Betrachtungsweise deutlich zielfuehrender. Verhaltenstherapeutische Ansaetze basierend auf der operanten Konditionierung nach Skinner sind sehr maechtige Werkzeuge. Meinem Sohn habe ich mit ABA/VB (Applied Behaviour Analysis / Verbal Behaviour) stark helfen koennen. Leider sind diese Methoden in Deutschland wenig bekannt und nicht Bestandteil in der Ausbildung von Medizinern, auch nicht von Psychiatern. Bei der Lektuere des Buches habe ich oft an Bruno Bettelheim gedacht, der Eltern von autistisch behinderten Kindern als "Kuehlschrankmuetter" bzw. "Kuehlschrankvaeter" bezeichnet und die Autismus ueber eine gestoerte Eltern-Kind Beziehung erklaert hat. Bettelheim hat enormen Flurschaden angerichet. Wenn auch bei weitem nicht so extrem, aber der Autor faehrt im Prinzip eine aehnliche Rille. Das tut weh.
Klarheit ueber Kinder in unserer Gesellschaft November 17, 2008 Dierkes, Gerhard 9 aus 10 fanden die folgende Rezension hilfreich
Viele, die mit Kindern befasst sind, haben heute das Gefuehl, dass irgendetwas Grundsaetzliches den Umgang mit den Kindern und den Erfolg der Erziehung erheblich erschwert. Einige moegen auch schon eine grobe Ahnung haben, was die Ursachen sind, Winterhoff bringt Klarheit. An einigen Stellen fuehrt Winterhoff eine Psychologen-eigene Sprechweise ein, z. B. "Nervenzelle Mensch" fuer die Faehigkeit eines Kindes, ein Gegenueber als eigenstaendigen Menschen wahrzunehmen. Vielleicht wird sich von diesen Ausdruecken das eine oder andere durchsetzen, wenn Winterhoff mit weiteren Buechern Massstaebe setzt, wie einst Rudolf Dreikurs ("Kinder fordern uns heraus", Klett Cotta Verlag). Gestaerkt mit der im Buch vermittelten Denkweise duerften die Eltern ihren Kindern mit mehr Selbstvertrauen entgegen treten. Ich freue mich schon auf das naechste Buch dieses Autors, wenn er seine Erkenntnisse zu konkreten Erziehungskonzepten weiter entwickelt.
Der Mann hat Recht November 14, 2008 Alfredos (D) 8 aus 14 fanden die folgende Rezension hilfreich
Die kontroversen Reaktionen auf das Buch, der Verriss von manchen Leuten, zeigen deutlich, dass der Autor genau den wunden Punkt erwischt hat! Genau die, die die Misere erzeugen, die regen sich am meisten auf. Als Mensch, der mit den Produkten dieser Erziehung jeden Tag Umgang hat, ist es sehr frustrierend zu erleben, was manche Leute der Umwelt antun, in dem sie denken, dass die Welt durch die Anwesenheit ihrer Kinder gesegnet ist... Nochmal: der Mann hat Recht! Und ausserdem, wie will man Menschen Verbesserungen vorschlagen, die eh schon alles richtig machen? ;-))
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