Marke Eigenbau: Der Aufstand der Massen gegen die Massenproduktion | 
vergrössern | Autoren: Holm Friebe, Thomas Ramge Urheber: Holm Friebe, Thomas Ramge Verleger: Campus Verlag GmbH
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Bewertung: 3 Rezensionen Verkaufsrang: 6694
Medium: Broschiert Ausgabe: 1 Seiten: 288 Versandgewicht: 0.9 Maße (innen): 8.4 x 5.5 x 0.9
ISBN: 3593386755 EAN: 9783593386751 ASIN: 3593386755
Publikation: September 15, 2008 Versand: Sparversand Verfügbarkeit: Gewoehnlich versandfertig bei Amazon in 24 Stunden
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| Redaktionelle Rezensionen:
Aus der Amazon.de-Redaktion VerrA ckte Welt: WA hrend Menschen in armen LA ndern der reinen Not gehorchend wiederverwerten, basteln und improvisieren, was das Zeug hA lt, trA umt ein Teil unserer saturierten Wohlstandsgesellschaft von den romantischen Zeiten einer GraswurzelA konomie oder A bt demonstrativ Konsumverzicht, um von AbfA llen zu leben. Ideologisch A berhA ht ist diese Haltung inzwischen sogar zum politischen Credo einer neuen avantgardistischen Bewegung geworden, die dem Umfeld der organisierten Globalisierungskritik zuzurechnen ist. WA hrend sich viele ihrer Protagonisten in der Jugend einen Wettstreit um die coolste Markenklamotte lieferten und ihre Freizeit bevorzugt beim Shopping verbrachten, singen sie nun das Hohelied auf das einst so verpA nte No-Name-Produkt. BA cher mit Titeln wie Good Bye Logo!, No Logo! oder No Shopping! genieA en Kultstatus in dieser Szene. Und die wird garantiert auch ihre Freude am Buch von Holm Friebe und Thomas Ramge haben. Ausgehend vom geflA gelten Wort von der a Marke Eigenbau“, das aus den Zeiten vor dem Wirtschaftswunder in der BRD bzw. der Mangelwirtschaft in der DDR stammt, werden hier Facetten und AuswA chse des a real existierenden Konzernkapitalismus“ einer ebenso A tzenden wie geistreichen Analyse unterzogen sowie programmatische Formen der Verweigerung und des Protests aufgezeigt. Wer seine Sozialisation in der pseudoanarchischen Alternativbewegung der 1970/80-er Jahre genossen hat, als das Tragen von BatiktA chern, gefA rbten Latzhosen und selbst gestrickten Socken ebenso unverzichtbar zum Ausdruck eines systemkritischen Nonkonformismus gehA rte wie Teestuben, NaturkostlA den und Handwerkerkollektive wird bei der LektA re so manches DA jA -vu erleben. Hier feiert ein postmaterialistisches Gedankengut frA hliche UrstA nde, das in der Geschichte des Industriekapitalismus immer mal wieder in der einen oder anderen Form ins Kraut schoss. Das letzte Mal musste es schlussendlich dem restaurativen Trend zur freiwilligen Anpassung der JA ngeren an das nicht zu A berwindende Leistungsethos des a Establishments“ Tribut zollen. Arnold Abstreiter
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| Kundenrezensionen:
Statusbericht der Wirtschaft 3.0 Januar 2, 2009 Willi Kramer (Berlin) Es gibt (leider) sehr wenige deutsche Wirtschaftsbuecher, die sowohl intelligent und fundiert als auch unterhaltsam und... sagen wir: prophetisch geschrieben sind. Nach deutschen Seth Godins, Chris Andersons und Malcolm Gladwells sucht man meist vergebens. Die beiden Autoren dieses Buches koennen sich definitiv in diese Riege einordnen lassen. Das Buch liest sich extrem kurzweilig und vermittelt dem Leser viele interessante und abwechslungsreiche Beispiele. Der Titel des Buches verweist auf eine Thematik, die eigentlich nur einen Teil des Inhalts ausmacht. Neben der Abloesung der Massenproduktion durch die weit verbreitete und gut vernetzte Arbeit der Prosumenten, hat "Marke Eigenbau" naemlich noch einen anderen Fokus: es ist gleichzeitig ein gut beobachteter und toll zusammengetragener Statusreport ueber das Web 2.0 und eine allgemeine globale "Stimmung". Ich empfand das Lesen extrem inspirierend und wuensche mir mehr solcher Buecher.
klein, fein, aber auch neu? Oktober 24, 2008 absurdus 8 aus 8 fanden die folgende Rezension hilfreich
Hier liegt ein Buch ueber kleine Firmen vor, welche durch Nischenprodukte den Grossen das Leben schwer machen. Ganz nach dem Motto es lebe die Vielfalt praesentieren die Autoren ein Konzept, in dem das Ende der industriellen Massenproduktion und eine Rueckkehr kleiner, individueller Nischenprodukte von Kleinfirmen propagiert wird. Es wird auch sehr stark auf die Moeglichkeiten der Vermarktung von Eigenbau-Produkten ueber das Internet hingewiesen. Eine Abkehr von Taylor und seinen Prinzipien ist das letzten Endes. Eine These, die in der aktuellen Managementliteratur recht populaer zu sein scheint. Garniert werden die Ausfuehrungen der Autoren mit einigen anekdotenhaften Fallbeispielen ueber Marke-Eigenbau-Firmen welche erfolgreich Grossunternehmen die Stirn bieten. Friebe und Ramge liefern alles in allem kein schlechtes aber auch kein grossartiges Buch ab. Ihre Thesen von der Rueckkehr kleiner Unternehmen und der dadurch entstehenden Vielfalt erscheinen dem Leser als intuitiv einleuchtend, voellig ueberzeugen kann ihr Konzept in meinen Augen aber nicht. Bereits vor 10 Jahren gab es Veroeffentlichungen zu der These, das Internet werde dafuer sorgen dass grosse Marken durch die einfache Vermarktbarkeit von Nischenprodukten ueber das Internet in Schwierigkeiten geraden wuerden. Sicherlich war die damalige Rhetorik mit welcher diese Aussagen verpackt wurden, deutlich technokratischer als heute, was am damaligen Zeitgeist (New Economy) lag, inhaltlich war das Ganze aber relativ nahe an diesem Buch (teilweise war gar von einem Ende der grossen Marken im Allgemeinen die Rede, da das Internet dem Endverbraucher einen sehr hohe Markttransparenz zur Verfuegung stelle und damit die Kennzeichnung durch Marken nicht mehr noetig bzw. ueberfluessig sei; was davon bis heute eingetreten ist, kann jeder selbst einschaetzen). Da durch die momentane Finanz- und die evtl. dadurch entstehende Wirtschaftskrise das Vertrauen der breiten Oeffentlichkeit in die momentanen wirtschaftlichen Strukturen erschuettert ist, erscheint dieses Buch sicherlich gerade zum rechten Zeitpunkt. Voellig neu ist es aber nicht was einem hier praesentiert wird. Wer bereits ein Buch ueber Guerilla-Marketing (sprich starke kleine Firmen welche Grosskonzernen trotz geringer Finanzmittel in Nischenmaerkten den Rang ablaufen) oder die oben angesprochenen Veroeffentlichungen aus der New Economy Zeit kennt, wird einige Thesen zwar anders verpackt aber grundsaetzlich als bekannt empfinden. Trotzdem gibt es schlechtere Wirtschaftsbuecher und ich denke die von den Autoren vertretenen Aussagen sind als absichtlich ueberspitzte und provokative Thesen aufzufassen, nicht als Konzept welches direkt umsetzbar ist. Ob man die Einschaetzung teilt, dass die grossen Marken (und die Konzerne dahinter) tatsaechlich demnaechst verschwinden scheint mir eh mehr eine Glaubensfrage als sonst etwas zu sein.
Ist die Opposition schon regierungsfaehig? Oktober 9, 2008 Franz-Robert Neubauer (Eutin) 4 aus 5 fanden die folgende Rezension hilfreich
Back to the roots!, koennte man meinen, war doch noch bis vor kurzem alles 'Marke Eigenbau'. Diese Marke hat, wie es scheint, sogar erst den Menschen zum Menschen gemacht. Womoeglich steckt das Leben selbst in diesem Prinzip? Hinter Friebes und Ramges Titel "Marke Eigenbau" verbirgt sich allerdings durchaus kein altmodisches Zeugs - keine selbstgehaekelten Topflappen oder selbstgebastelten Strohsternchen -, sondern nichts weniger als "ein Aufstand der Massen gegen die Massenproduktion". Der Trend ist eindeutig ruecklaeufig, weg von der Fliesband- und Stangenware, hin zur Manufaktur - dabei aber ohne Wut im Bauch, vielmehr mit Spass an der Sache. Das Buch entwirft ein Bild der Wirtschaft, das auch dem heutigen Lebensstil gerecht wird: originell, individuell und effektiv. Produzent und Konsument lernen sich wieder kennen, oder treten gleich in Personalunion: als "Prosumenten". So eroeffnen sich neue Maerkte, bspw. fuer personalisierte Mueslis, 'Custom Made'-Fahrraeder oder 'Open Source'-Projekte. Neu sind die Wiederbelebungsversuche der 'Marke Eigenbau' eigentlich nicht, besser waere es wohl zu sagen, dass sie nun endlich aus der Opposition herausgewachsen ist und sich emanzipiert hat. Kurzum, Links ist 'in', und alles wo ein "i" davor gesetzt wird auch... in diesem Sinne ist es absolut lohnenswert, sich mal mit dem Thema 'Marke iGenbau' auseinander zu setzen!
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