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50 Jahre Popmusik - 1968. Buch und CD. Ein Jahr und seine 20 besten Songs (Sueddeutsche Zeitung/Discothek): Ein Jahr und seine 20 besten Songs

50 Jahre Popmusik - 1968. Buch und CD. Ein Jahr und seine 20 besten Songs (Sueddeutsche Zeitung/Discothek): Ein Jahr und seine 20 besten Songs

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Urheber: Johannes Waechter
Verleger: Sueddeutsche Zeitung

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Bewertung: 3.5 von 5 Sternen 3 Rezensionen
Verkaufsrang: 213698

Medium: Gebundene Ausgabe
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Maße (innen): 8.3 x 5.1 x 0.6

ISBN: 3866150520
EAN: 9783866150522
ASIN: 3866150520

Publikation: Juni 10, 2005
Verfügbarkeit: Versandfertig in 1 - 2 Werktagen

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Kundenrezensionen:

2 von 5 Sternen Wahl- & lieblose Zusammenstellung a la "Kraut und Rueben"   Juli 7, 2005
u-huber (Eppstein)
21 aus 30 fanden die folgende Rezension hilfreich

Das schmale Buechlein mit 80 Seiten und einer CD, gefuellt mit 20 der "besten" Songs des Jahres 1968 erscheint zunaechst als interessante Variante vieler anderer sog. Jahresbuecher oder Rueckblicke in denen oft Tag fuer Tag die Ereignisse des beschriebenen Jahres vorgestellt werden. Die SZ geht hier einen etwas anderen Weg, sie greift Schlagworte auf und laesst das Jahr 1968 als ein Jahr der Revolutionen und des Widerstandes gegen die Regierenden erscheinen. Dazu werden Songs vorgestellt, die dem Verlag offenbar als praegend fuer das vorgestellt Jahr erscheinen.

Die Idee fuer eine solche Reihe (es werden die Jahre 1955 - 2004 angeboten) ist nicht sonderlich originell. Allein die Ankuendigung von den "besten" Songs animiert dazu, das Werk naeher zu etrachten und es anzuhoeren. Das lieblose Layout und Fehler in der Rechtschreibung werden den Leser wohl schnell enttaeuschen. Bildunterschriften sind wenig originell, die Texte bzw. Interviews (Zappa) doch mehr oder weniger wahllos zusammengestellt.

Wenden wir uns der beiliegenden CD zu. Die vorgestellten Titel umfassen neben bekannten wie "Israelites" von Desmond Dekker, "Son Of A Preacher Man" von Dusty Springfield oder "Black Magic Woman" von Fleetwood Mac auch einige weniger bekannte Songs aus dem vorgestellten Jahr. Die Auswahl erscheint auch nach dem zweitem Hinhoeren sehr willkuerlich. Waren diese Lieder tatsaechlich praegend fuer das Jahr? Haben doch 1968 die Beatles ihr "Yellow Submarine" vorgestellt, die Bee Gees glaenzten mit "I've Gotta Get A Message To You" und Deep Purple veroeffentlichten die grossartige LP "Shades of Deep Purple". Und das alles ueberragende Werk "A Saucerful of Secrets" der gerade in den Rockhimmel aufsteigenden Pink Floyd wird gleichermassen unterschlagen. Schade, denn gerade die hier genanten Kuenstler und deren Werke waren nicht nur praegend sondern auch einflussreich fuer die weitere Entwicklung fuer die populaere Musik. Man mag die Auswahl der Songs als ausgewogen bezeichnen, vielleicht bestand auch nicht der Wunsch die Hitparaden des Jahres rauf und runter zu spielen. Aber da fehlt etwas. Und die Behauptung "The Band" sei in dieser Zeit die "haerteste Rockgruppe" gewesen laesst mich einigermassen verwundert die CD aus dem Player nehmen und aus meiner Sammlung die "alten Deep Purple" diese Meinung ad absurdum fuehren.

Ich vergebe daher nur zwei Amazon Sterne.


4 von 5 Sternen Ein Jahr im Zeichen der Faust   Juli 6, 2005
timediver (Offenbach am Main, Europe)
6 aus 8 fanden die folgende Rezension hilfreich

Das Buch beginnt mit der Kolumne "Die Volksrepublik des Rock 'n' Roll". Darin beschreibt Johannes Waechters mit einer, fuer heutige Verhaeltnisse grotesk anzumutenden, Anekdote die damalige ideologische Kontroverse ueber das revolutionaere Potenzial der Rockmusik. So wurde der Ansicht, dass sie ein wichtiger Bestandteil der Gegenkultur und als solcher entscheidend fuer gesellschaftliche Veraenderungen sei, von orthodoxer Seite entgegengehalten, dass sie dies als integrativer Bestandteil der Bourgeoisie gerade nicht sein kann. Denn Karl Marx habe, wenn auch mit laengeren Haaren, jedoch ohne E-Gitarren die Revolution komponiert. Tatsaechlich wurden damals durch (Protest-)Songs um Pazifismus, Drogen und Sexualitaet Gesellschaft und Establishment teilweise heftig attackiert. Mit Country Joe & The Fish, den Fugs, den MC 5 und Frank Zappas Mothers Of Invention werden die US-amerikanischen Protagonisten des Politrocks vorgestellt. Hinweise gibt es auf Mick Jaggers "Street Fighting Man" und John Lennons "Revolution", auf der beigefuegten CD ist jedoch keiner dieser Kuenstler oder Songs vertreten. Ebenso wenig wie Heintjes "Heidschi Bumbeitschi", dass in Deutschland die Beatles-Single "Hey Jude/Revolution" von der Chartspitze verdraengte.....

In "Das Jahr in Bildern" erfolgt, hauptsaechlich mit sw-Fotos, eine Visualisierung der im ersten Kapitel angesprochenen zeitgeschichtlichen Themen: Vietnamkrieg, Ermordung Martin Luther Kings, Attentat auf Rudi Dutschke, Prager Fruehling, US-Praesident Richard Nixon, Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger, die als "deutsche Spassguerilla" bezeichnete "Kommune 1" und die weltweiten Studentenproteste und Krawalle.

Als "Das Fundstueck" folgt unter der Ueberschrift "Ich faende eine Gesellschaft ohne Regierung gut" ein Interview, dass Rolf Ulrich Kaiser im November 1968 fuer die Zeitschrift "Konkret" mit den Rockmusiker Francis Vincent "Frank" Zappa fuehrte. Die Gedanken des damaligen "Buergerschrecks" ueber Herrschaft und Politik koennen auch heute noch zur Diskussion anregen......

Der Abbildung des jeweiligen Originallabels folgt die Geschichte einer der 20 Titel der dazugehoerenden Musik-CD. Die stilistische Auswahl der Titel ist ausgewogen. Waehrend in "Long Walk To D. C." von Staple Singers noch der Optimismus der Buergerrechtsbewegung auf ihrem 1963 Marsch nach Washington zu spueren ist, spiegelt Jerry Butlers "Only The Strong Survive" das fuenf Jahre spaeter herrschende politische Klima. Neben der von "Fleetwood Mac" stammenden Originalversion von "Black Magic Women" ist der Countryklassiker "Stand By Your Man" von Tammy Wynette und der "Folsom Prison Blues (Live)" von Johnny Cash zu hoeren. Die "Queen of Soul", Aretha Franklin, ist mit "I Say A Little Prayer" ebenso wie dessen "Godfather", James Brown, mit "Cold Sweat" zu hoeren. Waehrend die Byrds "Wasn't Born To Follow" beisteuern, gibt es von "The Band" mit "This Wheel's On Fire" eine haertere Performance elektrifizierten Folkrocks. Desmond Dekkers "Israelites" thematisiert (Jahre vor Bob Marley) die Rastafaribewegung und gehoert mit Dusty Springfields "Son Of A Preacherman" wohl zu den bekanntesten Songs der Audio-CD, die auch heute noch im Radio zu hoeren sind. Der einzige deutsche Titel ist Hildegard Knefs Chanson "Nichts Haut Mich Nicht Um, Aber Du", eine klasse Coverversion von C. Porters "I Get A Kick Out Of You". Darueber hinaus gibt es noch zwei Songs aus den Sparten Latino und Psychedelic.

In den Textbeitraegen finden einige Ereignisse (Ermordung Robert Kennedys)und Begriffe (Grosse Koalition, Ausserparlamentarische Opposition - "APO") keine Erwaehnung. Leider sind auch die dort fuer das Jahresthema hervorgehobenen Songs auf der Audio-CD nicht vertreten. Dennoch ist "1968 - Ein Jahr und seine Songs" als zeit- und kulturgeschichtliches Dokument in seiner Kombination aus Buch/Musik-CD empfehlenswert und mit 4 Amazonsternen zu bewerten.


5 von 5 Sternen 50 Jahre Musikgeschichte   Juni 15, 2005
Dieter Hersel
6 aus 20 fanden die folgende Rezension hilfreich

Die Buecher sind sehr schoen aufgemacht, haben ein handliches Format, Inhaltlich interessant, kurzweilig und informativ geschrieben, schoene Fotos zu jeweiligen Jahresthemen (auch ausserhalb des musikalischen Geschehens) und die Zusammenstellungen der ersten CDs lassen auf viele spannende - weil oft nicht die ueblichen, sondern nicht so "abgenutzte" Titel kompiliert wurden - hoffen. Wenn die restlichen Ausgaben das Niveau der ersten Titel halten, hat man in der Tat einen guten 50jaehrigen Ueberblick und eine tolle Song-Sammlung. Empfehlenswert!