Kundenrezensionen:
Ein "Who is Who des Rock 'n' Roll" & mehr Januar 15, 2006 timediver (Offenbach am Main, Europe) 30 aus 33 fanden die folgende Rezension hilfreich
In seiner Kolumne "Als Lärm und Sex endlich durchgriffen" schildert der Publizist Moritz von Uslar was in dem Jahr geschah, das mit Little Richards´ Urschrei des R 'n' R "A Wop Bop Alu Bop A Wop Bam Boom" begann. In Memphis/Tennessee trafen sich Elvis Presley, Carl Perkins, Johnny Cash u. a. bei Sam Phillips´ Sun Records, um ihren "Rockabilly" auf Platte pressen zu lassen. Der Auftritt des "King of Rock 'n' Roll" in der Ed Sullivan Show löste eine Revolution aus, mit der er die Popmusik auf ihren drei Säulen Jugend, Energie und sexuelle Attraktivität errichtete. Zum Entsetzen der älteren Generationen setzte sich die neue Musik vom Schlager ab und brachte den kreischenden, heulenden, jaulenden, von Schmerzen, Sehnsucht und wilder Lust geschüttelten "Teenager", hervor, der aus purer Begeisterung randalierte und schließlich zum Wirtschaftsfaktor werden sollte. Die von Leidenschaft geprägte Kolumne lässt erkennen, dass ihr erst 14 Jahre später geborener Autor gerne dabei gewesen wäre, um die damalige Aufbruchsstimmung miterleben zu können....."Das Jahr in Bildern" rückt mit 8 Seiten die deutschen Tankstellen in den Mittelpunkt, die für den Ansturm des Wirtschaftswunder-Autos gerüstet sind. Neben Suezkrise und Fürstenhochzeit in Monaco gibt es zahlreiche Fotos verschiedener Künstler aus Film und Showbusiness. "Das Fundstück" bringt unter dem Titel "Eine Art Elvis, nur sympathischer" einen Artikel der Münchner Abendzeitung, mit dem der 17jährige Peter Kraus als erster deutscher Rock 'n' Roller vorgestellt wird. Mit seinem Schluckaufgesang ist er zwar wesentlich zahmer als seine Vorbildern, für die Adenauerära im Nachkriegsdeutschland jedoch wild genug ........ Zum Abschluss des 80seitigen Büchleins wird jedes der zwanzig, auf der beigefügten Audio-CD vertretenen, Musikstücke einzeln vorgestellt, die zum größten Teil dem breiten Spektrum des Rock 'n' Roll zuzurechnen sind und zu Standards wurden, die bis heute unzählige Male gecovert wurden. "Aint got No Home" von Clarenece Henry, der sich mit diesem Song seinen Spitznamen "Frogman" einhandelte ist (in Originalversion) im Soundtrack des Films "Casino" (1995) zu hören. Wanda Jackson ("Baby Loves Him") kreierte einen Gesangsstil der an eine elektrifizierte Klapperschlange erinnern lässt. Ein "Who is Who" des R ´n` R bietet die Zusammenstellung: Roy Orbinson & The Teen Kings ("Ooby Dooby"), Ray Charles ("Lonely avenue"), Elvis Presley ("Don´t be cruel"), Johnny Cash ("I walk The Line"), Gene Vincent an His Blue Caps ("Be-Bopp-A-Lula"), Carl Perkins ("Blue Suede shoes") und Bo Diddley ("Who Do Yo Love?"). Peter Kraus, der Little Richards "Rip It Up" im Jahre 2004 neu aufgelegt hat, ist mit "Die Strasse der Vergessenen" vertreten. Mit "What Ever Will Be, Will Be (Que Sera, Sera)" von Doris Day gibt es einen Schlager, der 10 Jahre danach von "The Lords" im Beat Club von Radio Bremen intoniert, weitere 38 Jahre später zum Partysong der Hermes House Band werden soll. Auch "Please, Please, Please" wurde als theatralische Abschlussnummer eines jeden Konzertes von James Brown zum Kult. Die spätere, damals 14jährige, Soulqueen Aretha Franklin ("Precious Lord") ist ebenso vertreten wie Shirley (& Lee - "Let The God Times Roll"), die im Jahre 1975 mit "Shame, Shame, Shame" ein grandioses Comeback feiern durfte. "The Train Kept A-Rollin´" von The Johnny Burnett Trio kam 1977 in einer neuen version von Motörhead (!) heraus. In "Stranded in The Jungle" von The Cadets wird der vermeintliche Kontrast von Grosstadt und Dschungel aufgehoben. Mit dem bereits zwei Jahre zuvor aufgenommenen "Rock Island Line" wird der Banjospieler Lonnie Donegan zum Auslöser des Waschbrettbooms und als "King Of Skiffle" zum ersten britischen Superstar und Idol der späteren Beatles. The Drifters ("Ruby Baby") Chuck Willis ("It´s too Late") zählen zu den Wegbereitern des Rhythm n Blues. "1956 Ein Jahr und seine 20 Songs" ist mit den leidenschaftlichen Textbeiträgen für Fünfziger Jahre Musikarchiv und Oldieparties gleichermaßen empfehlenswert. 5 Amazonsterne!
|