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Lords of Chaos: Satanischer Metal: Der blutige Aufstieg aus dem Untergrund | 
vergrössern | Autoren: Michael Moynihan, Didrik Soederlind Urheber: Michael Moynihan, Didrik Soederlind Verleger: Index/Promedia, Zeltingen
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Bewertung: 10 Rezensionen Verkaufsrang: 22054
Medium: Taschenbuch Ausgabe: Erw. u. ueberarb. A. Seiten: 423 Versandgewicht: 1.5 Maße (innen): 9.1 x 5.9 x 1.1
ISBN: 3936878005 EAN: 9783936878004 ASIN: 3936878005
Publikation: Dezember 2008 Versand: Sparversand Verfügbarkeit: Gewoehnlich versandfertig bei Amazon in 24 Stunden
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| Kundenrezensionen: Gelesen 5 mehr Rezensionen...
Regt zum Nachdenken an - leider ein wenig zu oberflaechlich Dezember 1, 2008 Stefan T. (Wien) 1 aus 1 fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Lobeshymnen, die von der Fachpresse und auch von Teilen dieser Plattform (siehe englischsprachige Ausgabe) auf dieses Buch gesungen werden, sind einigermassen uebertrieben. Man kann ihm aber dennoch nicht jegliche Qualitaet absprechen. Wirklich sehr gut gelungen ist der erste Abschnitt des Werkes. Dort wird ein detaillierter, in diesem Masse meines Wissens noch nicht vorhandener Abriss der Geschichte der in jeder Hinsicht extremen Subkultur des Black Metal geboten. Der Ansatz geht dabei sowohl von den musikalischen als auch von den philosophischen Wurzeln der Protagonisten aus, was bei einer so emotionalen und vielschichtigen Szene natuerlich angebracht ist. Trotz dieses guten Auftaktes wird aber schnell klar: das Buch kratzt nur an der Oberflaeche. Aus meiner Sicht kommt dabei zwar der musikalische Hintergrund sehr gut heraus, aber bei der Beschreibung des Black Metal selbst, der ja massgeblich fuer das ganze Buch ist, hapert es ein wenig. Der Klang der Musik, die Frage nach der Instrumentierung, sogar die Besetzung der besprochenen Bands bleiben voellig diffus. Hier haette man durch zwei Sachen Abhilfe schaffen koennen: zum einen waere eine beigelegte CD sinnvoll gewesen (was wahrscheinlich aus rechtlichen Gruenden nicht moeglich war), damit sich Aussenstehende, die noch nie etwas von dieser Musik gehoert haben, ueberhaupt ein Bild davon machen koennen; andererseits haette ich als Autor versucht, einen Art "Stammbaum" der wichtigsten Bands anzulegen, was das Lesen sehr erleichtert haette. Die Namen und Verflechtungen der Personen empfand ich zum Teil als verwirrend, und das obwohl ich als Hoerer dieser Musikrichtung wusste, von wem hier gesprochen wird. Wuenschenswert waere auch gewesen, sowohl die "Vaeter" als auch die "Soehne" dieser massgeblichen Black-Metal-Generation zu befragen. Da vor allem Letzteres ausbleibt, entsteht das Gefuehl, das Black Metal mittlerweile ausgestorben ist, was eindeutig nicht der Fall ist. So kommen beispielsweise Mitglieder von Immortal zu Wort, ohne zu erwaehnen, dass die Band (trotz zwischenzeitiger Aufloesung) derzeit noch aktiv und sehr erfolgreich ist - aehnliches gilt fuer Emperor und einige andere. Sogar unverzeihlich erscheint mir die Tatsache, dass nicht erwaehnt wird, dass Mayhem, laut Buch die urspruenglichste und wichtigste Band von allen, immer noch Musik machen und auf Tour gehen, auch wenn sich die Besetzung veraendert hat. Nichtsdestotrotz ist dieser erste Part sehr gut geschrieben und mutet zum Teil sogar populaerwissenschaftlich an (wenngleich er es beileibe nicht ist). Groessere Probleme habe ich mit dem zweiten Teil des Werkes. Hier kommt hauptsaechlich Varg Vikernes, die wohl beruechtigtste Persoenlichkeit aus den Anfangstagen der Subkultur zu Wort. Es ist sehr interessant, dessen Ansichten zu den kriminellen Vorgaengen, die von einfacher Auflehnung ueber Kirchenbrandstiftung bis hin zu Mord fuehrten, zu erfahren, vor allem, wie sehr sich der Mann in Widersprueche verstrickt. Weniger gut ist hingegen, dass sich die Autoren mit zunehmender Dauer des Buches mehr und mehr auf Vikernes persoenliche Philosophie konzentrieren und sich dabei vom Thema des Buches immer weiter entfernen. Die menschenverachtenden, weit "rechts" angesiedelten und voellig wirren Gedankengaenge des bekennenden Nationalsozialisten sind auf Dauer sehr ermuedend und haben mit der Philosophie des Black Metal nichts mehr zu tun - was weder er, noch das Buch abstreiten. Trotzdem enden diese Betrachtungsweisen nicht, obwohl der Protagonist mittlerweile behauptet, niemals etwas mit Black Metal oder der Szene zu tun gehabt zu haben. Wie das alles noch zum Titel des Buches passt wissen wohl nur die Autoren selbst. Spaetestens zur Mitte des Werkes hin, als es ploetzlich um Vikernes krude Ansichten zu fliegenden Untertassen geht, war ich versucht, aufzugeben, oder zumindest ein paar Seiten zu ueberblaettern. Fraglich, ob das an der stellenweise erbaermlichen Uebersetzung liegt, oder daran, dass der Interviewte einfach wirres Zeug redet. Wesentlich gehaltvoller sind da schon die Sichtweisen auf die Szene "von aussen", die sehr gute Aufklaerungsarbeit in Hinblick auf Satanismus und satanistische Traditionen in Norwegen bieten. Damit diese Betrachtungen nicht einseitig bleiben, kommen auch etablierte Mitglieder der alten Szene (namentlich Isahn von Emperor) zu Wort, die sich mittlerweile weiterentwickelt haben und wesentlich intelligenter wirken, als das nach aussen hin oft den Anschein hat. Ein krasser Gegensatz zu Vikernes also, der sich in eine voellig andere Richtung entwickelte. Auch das Interview mit dem "Vater" der Church of Satan, Anton LaVey, auf den sich diverse Protagonisten der Szene berufen, ist sehr erhellend und duerfte manchen Mitgliedern von satanistischen Bands einiges zu denken geben. Der dritte Teil des Buches widmet sich der deutschen Szene und erliegt gleich zu Beginn ebenfalls dem "Vikernes-Syndrom". Hendrik Moebus, Mitglied der aus musikalischer Sicht voellig bedeutungslosen Band Absurd und verurteilter Moerder (mittlerweile wieder in Freiheit) spricht sehr ausfuehrlich ueber seine Motive und seine Philosophie. Das ist zwar - wie beim norwegischen Vorbild - prinzipiell sehr interessant, hat aber mit Black Metal als Musik recht wenig zu tun. Zusammenfassend kann man sagen, dass das Buch gut und notwendig ist, um tieferen Einblick in die Szene zu erhalten. Leider ist es - neben eklatanten strukturellen Schwaechen und einem katastrophalen Lektorat - ein wenig zu oberflaechlich, was Black Metal als Musik betrifft. Somit wird eigentlich nicht ganz eingehalten, was der Titel verspricht, zumindest aus meiner Sicht. Empfehlenswert fuer interessierte Aussenstehende und kritische Mitglieder der Szene ist es jedoch allemal, vor allem auch weil es an alternativem Lesestoff ein wenig fehlt. Aufgrund der genannten Maengel bleibt dennoch nur die Durchschnittswertung.
Gute Zusammenfassung und Uebersicht April 23, 2008 Tate Traenensohn (Speckstedt) 1 aus 2 fanden die folgende Rezension hilfreich
Das Buch bietet eine hervorragende Uebersicht ueber die Geschichte des Black Metals (vor allem des skandinavischen) und schafft so eine Zusammenfassung des Themas incl. entsprechender Quellen (Varg Vikernes kommt ebenfalls zu Wort!). Das Buch wurde aus der Szene heraus geschrieben - das merkt man unter anderem daran, dass die Szene eben auch zu Wort kommt. Es ist keine Beobachtung eines aussenstehenden Kritikers, und das ist gut so!
Eine gute Übersicht Februar 20, 2006 16 aus 16 fanden die folgende Rezension hilfreich
Vorliegendes Werk ist vermutlich das bisher beste Kompendium über Black Metal und seine Vorgänger. Die Autoren beleuchten mit viel Detailverliebtheit die Vorgänge die zum Entstehen der okkulten/satanischen Musik bzw. des Black Metal und seiner Übergriffe in Norwegen und Deutschland führen. Gut daran ist, dass die Autoren auch die Anti-Helden aus dem Hause Burzum, Mayhem, Emperor... zu Wort kommen lassen und deren Aussagen NICHT unkommentiert in den Raum stellen. Besonders für deutsche Interessenten ist sicher das Kapitel über den Mord von Sondershausen von Interesse. Die Autoren gehen auch sehr genau auf die Auswüchse des Black Metal in Richtung NS-Ideologie und Neuheidentum ein. LEIDER ist das Buch SEHR ungeschickt strukturiert, ein schnelles Nachschlagen wird daher erschwert und es finden sich grobe Auslassungen. Als Beispiel seien nur die Geschehnisse um Dissection-Chef Nödtveidt erwähnt, die in einem Satz abgehandelt werden. Hier scheinen die Autoren etwas die Lust verloren zu haben.Alles in allem jedoch ein sehr aufschlussreiches Buch, dass jedem "ernsthaften" Metall-Interessierten ans Herz gelegt sei!!
Informativ, aber nicht universal Januar 26, 2005 S. Friedli 13 aus 13 fanden die folgende Rezension hilfreich
Lords of Chaos hat sich ueber die Jahre hinweg zum Standardwerk avanciert, wenn es um die Szene in Skandinavien und die Geschichte rund um Euronymus, Varg Vikernes - Mayhem und Burzum geht. Sicherlich nicht ganz zu unrecht, so beinhaltet das Buch durchaus einige interessante Informationen ueber den zeitlichen Ablauf und Details zu den Kirchenschaendungen etc. Im zweiten Teil verkommt das Buch allerdings zu einer sich repetierenden Mutmassung ueber Varg Vikernes Charakterwandlung und seine angeblich rechte Gesinnung. Wie Varg Vikernes wirklich denkt, sei nun dahingestellt, das entzieht sich meiner Kenntnis. Allerdings sollte man bei der Lektuere nicht das Hirn ausschalten, sondern die Motive des Autoren ebenfalls im Hinterkopf behalten. Dessen Band "Blood Axis" kann sich naemlich auch nicht als ganz unbefleckt bezeichnen, was der Geschichtskundige wohl schon am Namen feststellen wird. Fazit: Gutes Buch aus subjektiver Sicht des Autors, informativ aber mit Vorsicht zu geniessen.
oberflaechlich Dezember 29, 2003 13 aus 21 fanden die folgende Rezension hilfreich
1. Das Buch sollte jeder der sich fuer Musikgeschichte interresiert (besonders Black Metal) zulegen. 2. Die Interviews und nachtraeglichen erlaeuterungen vom Autor sind interresant und passen gut ins Gesamtkonzept ABER: das Buch wirkt oberflaechlich. Manchmal hat man das gefuehl hier gehe es nur um einen Machtkampf zwischen Varg Vikernes und Michael M. Viele Hintergruende werden nicht genau durchleuchtet und das befragen von Leuten, welche nicht zum harten Kern des BM gehoeren, wirkt oft geschwollen. Auch haette man Musiker interviewn koennen, die nichts seit der 2. Generation dabei waren. Ebenso fehlt in meinen Augen ein Interview mit Rob darken(Graveland). Auch Protagonisten der ersten Generation, wie Thomas G. Warrior(Celtic Frost), Quorthon(Bathory) oder King Diamond. Es waere interessant gewesen zu wissen, was diese von ihren "Soehnen" so halten. Die Szne in Schweden und Finnland wird viel zu undetailiert geschildert und auch einige Aussagen von Vikernes haetten hinterfragt werden koennen bzw. haette der Autor in seinen Interviews darauf hinterfragen sollen, was nicht heissen soll, dass das LOC MEINUNGSBILDEND sein sollte, sondern zum Denken anregt damit jeder sich sein eigenes Bild von der Situation machen kann.
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