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Musterformulierungen voellig daneben Januar 7, 2009 M. Schuster Umfassend ist das Buch, das stimmt. Von der Stellensuche bis zum eigentlichen Vorstellungsgespraech werden alle Themenbereiche abgedeckt, fuer die man sonst oftmals mehrere Buecher kaufen muss. Fuer den Einstieg kann das Buch deshalb durchaus nuetzlich sein. - Fuer mehr aber auch nicht. Ich frage mich ernsthaft, wer sich die Musterformulieren ausgedacht hat, die in diesem Buch vorgeschlagen werden, denn diese sind durchgaengig so arrogant und unverschaemt, dass sie in einer Bewerbung nichts verloren haben. - Wer es sich erlauben kann, in einer Bewerbung solche Formulierungen loszulassen, der braucht auch keine Bewerbungen mehr zu schreiben, denn er muss auf seinem Fachgebiet ein Genie sein, so dass die Unternehmen von sich aus auf ihn zukommen. Dazu sind die Beispiele auch noch viel zu laessig formuliert. Allenfalls bei einer Werbeagentur, wo man seine Kreativitaet schon in der Bewerbung beweisen sollte, koennte sowas angebracht sein. Bei einem anderen Unternehmen aber sollte man seine Bewerbung doch etwas sachlicher formulieren. Beispiele gefaellig? - Als Begruendung fuer Schlechte Noten: "Als Schueler war ich - das gebe ich zu - nicht der Fleissigste. Das mit der Faulheit hat sich aber mittlerweile gelegt." - Als Betreff fuer ein Anschreiben: "Let's talk about me - your future employee..." Mal ehrlich, niemand, der einigermassen klaren Verstandes ist, wuerde sowas in eine Bewerbung schreiben. In anderen (professionelleren) Buechern zum Thema Bewerbung sehen so die Negativbeispiele aus!
Bewerbungstrainer fuer Exoten Dezember 31, 2008 Andre Hackbarth Fuer normalsterbliche Gesellen oder Kaufmannsgehilfen ist in dieses Buch nicht ans Herz zu legen.... Warum? -Die Beispiele bzw Mustervorlagen (Arzt, Junior-Produktmanager, Landschaftsplanerin, Leiter der Personal- abteilung ect....) -zu wenig Musteranschreiben In diesem Fall haben mir die vielen positiven Rezesionen leider nicht geholfen und ich werde in Zukunft auch nicht mehr darauf eingehen und jetzt mein Glueck bei Hesse/Schrader versuchen.
Ziel verfehlt! aber grossartige Unterhaltungsliteratur August 31, 2008 M. Karwe 0 aus 4 fanden die folgende Rezension hilfreich
Ich habe mir dieses Buch als Bundle mit dem Dudenkorrektor zusammen mit einigen anderen einschlaegigen Werken gekauft und im Rahmen der Einarbeitung verglichen. Im nachhinein bin ich froh darueber, mir das Werk gekauft zu haben, denn der Dudenkorrektor ist grossartig. Leider verfehlt das Buch def. das Genre. Es ist nicht fuer Beispiel bzw. Musterformulierungen zu gebrauchen. Entweder ist das Level bei den Bewerbungen erschreckend gesunken oder die Redaktion hat geschlampt! Aber wenn Sie mal eine lustige Geschichte zum besten geben moechten, dann koennen Sie immer die Beispielformulierungen aus diesem Buch verwenden. In Zeiten von den neuen deutschen Comidians (NDC) laesst sich nur noch schwer ein solches Musterbeispiel der deutschen Ironiekunst finden. Zwar ist das Ziel verfehlt, aber zum Kaufen & Schmunzeln durchaus geeignet.
Anschreiben unbrauchbar August 10, 2008 Andreas Kluge (Dresden) 15 aus 18 fanden die folgende Rezension hilfreich
Wir haben das Buch auch wegen der sehr guten Rezensionen gekauft. Wenn ich jedoch hier die Rezensionen so lese, da geht mir ja der Hut hoch.(Verlagsmitarbeiter?) Die Beispiele fuer die Anschreiben halte ich fuer voellig unbrauchbar. Die Formulierungen sind teilweise derart billig, dass man meint, man lese ein Negativbeispiel in den Konkurrenzbuechern von Hesse&Schrader oder Puettjer&Schnierda. Umgangssprachschatz wie z.B. "Prima" gehoert einfach nicht in ein Anschreiben. Ebenso sind teilweise vermessene und unverschaemte Behauptungen in den Anschreiben enthalten. Beispiele: "In Situationen, in denen alles drunter und drueber geht, bewahre ich den Blick fuers Wesentliche." - Will man unterstellen, es ginge in der Firma drunter und drueber? "Wenn Sie darueber hinaus Wert auf Freundlichkeit und Humor legen, dann passen wir prima zusammen" - als Bewerbungsvorlage an einen Prof. am Max-Planck Institut "Freuen Sie sich, denn hier kommt Ihre Fachkraft fuer all diese Aufgaben." --> Was bitte sagt dieser Satz aus? Ich koennte noch viele weiter nichtssagende, anmassende oder umgangssprachlich formulierte Saetze hier aufschreiben. Auch die Wahl der Beispiele finde ich nicht besonders gelungen. Gerade wo in Deutschlang mehrere hunderttausend Menschen im Einzelhandel taetig sind, fehlt fuer diese Berufsgruppe eine Beispielbewerbung voellig. Dafuer wird nahezu jede Randgruppe bedient. Positiv ist der Schlussteil des Buches mit Synonymen fuer sich oft wiederholende Begriffe. Die Lebenslaeufe sind auch ok. Der Preis ist ja in Ordnung, aber ich glaube nicht, dass von den positiven Rezensenten jemand mit einem Anschreiben aus dem Buch einen Job gefunden hat. Insgesamt leider negativ, denn wenn das Anschreiben misslungen ist, wird der Rest der Bewerbung meist gar nicht mehr gelesen. Da helfen dann auch keine guten Noten und kein schoen gestalteter Lebenslauf.
Empfehlenswert mit Einschraenkungen August 5, 2008 N. Kittel (Jena) 4 aus 4 fanden die folgende Rezension hilfreich
Vor mir liegt nun der Bewerbungsratgeber, bei dem man vermutlich die meisten Seiten fuer sein Geld bekommt. 340 Seiten! Und duennes Papier! Und ganz kleine Schrift. Ich vermute mal, dass schon das den einen oder anderen davon abhaelt, den Waelzer zu kaufen oder gar zu lesen. Aber ich wills trotzdem versuchen. Bei einem Blick in das Inhaltsverzeichnis wird schnell klar: Wo Duden drauf steht, ist auch Duden drin. Der Umfang der behandelten Themen ist riesig, alles ist genau sortiert und wird einzeln behandelt. Das Inhaltsverzeichnis umfasst selbst 9 (!!!) Seiten. So viel dazu. Optisch ist der Waelzer ansprechend und dezent, ein Softcoverumschlag in fruehlingshaftem Gruen (zumindest in der 2. Auflage von 2007). Auch innen die totale Seriositaet: Kein bunt, kein Schnickschnack - blau und schwarz, kleine Schrift, aufgeraeumtes Layout, blau unterlegte Info-Boxen. Mehr braucht man ja auch im Grunde nicht. Ein Lesevergnuegen solls wohl auch nicht sein, es geht ja um eine ernste Angelegenheit. Nun aber zum Inhalt: Vorbildlich wird mit Bemerkungen zur Stellensuche und Selbsteinschaetzung begonnen. Harte und weiche Qualifikationen werden erklaert, toll finde ich die Beispiele in den blauen Boxen, dort werden reale Beispielsituationen verschiedener Bewerber-Typen (z.B.: Martin Langer hat Fortwirtschaft studiert [...], Lisa Reich hat gerade ihre Promotion im Fach Archaeologie beendet [...]dargestellt. So kann man sich in eine echte Situation hineinversetzen und gleichzeitig lernen, dass jede Biographie eine andere Art der Bewerbung notwendig macht. Fuer die Stellensuche werden unter anderem pauschal Online Stellenboersen empfohlen, allerdings ohne konkrete Linktipps. Das ist aber im Grunde gut so, denn die Stellenboersen-Landschaft veraendert sich schnell. Eine aktuelle Liste findet sich unter dem angegebenen Link zur Duden-Homepage. Eine gute Loesung! Positiv hervorzuheben sind der Teil ueber den Umgang mit Maengeln in der eigenen Biographie, die Checkliste auf Vollstaendigkeit der Unterlagen (auch wenn die sehr gern gesehene Fachkenntnis-Uebersicht total fehlt), ein ausfuehrliches Kapitel zu Arbeitszeugnissen sowie ein Hinweis auf den Umgang mit Zeugnissen aus der DDR-Zeit. Zum ungeliebten und in der Tat schwierigen Thema Anschreiben finden sich im Duden-Ratgeber ganze 30 Seiten Hinweise, Erklaerungen und Tipps. Hier gehts wie auch in den anderen Teilen des Buches, ins kleinste Detail: Hinweise zur Schriftart, die empfohlene Seitenrandgroesse, Schreibweise des Datums und so weiter. Der Duden eben. Der Ratgeber laesst sich also auch prima fuer jede andere Form der schriftlichen Kommunikation verwenden. Schaden koennen die Ratschlaege jedenfalls nicht. Die Textbausteine helfen bei Gliederung und inhaltlicher Orientierung des Anschreibens - oft das groesste Problem beim Erstellen einer Bewerbung. Sehr nuetzlich sind auch die vielen Beispiel-Texte. Problematisch finde ich den Hinweise an verschiedenen Stellen, dieses der jenes Detail koenne direkt zu einer Absage fuehren. Das ist uebertrieben und stimmt nicht. Natuerlich sollen sich Bewerber moeglichst viel Muehe geben um sich von der besten Seite zu zeigen. Aber ich bezweifle, dass man eine Absage erhaelt, weil man einen Namen falsch schreibt. Zudem fallen die Unterschiede eines Papier-Anschreiben im Vergleich zu einem E-Mail-Anschreiben voellig unter den Tisch. Dieses Thema sollte aber in einem modernen Ratgeber unbedingt behandelt werden. Dafuer gibt es Minuspunkte. Sehr gut und ausfuehrlich wird auch das Thema Initiativbewerbung behandelt, es folgen ein paar kurze Hinweise zur Gestaltung des Deckblattes mit entsprechenden Beispielen. Intensiv wird auch die Erstellung des Lebenslaufes besprochen. Die meisten Hinweise sind richtig, leicht verstaendlich und praxisnah. So wird zum Beispiel darauf hingewiesen, dass es unnoetig ist, Angaben ueber seine Eltern zu machen. Besonders, wenn man ueber 25 Jahre alt ist. Ein strittiges Thema ist die so genannte dritte Seite. Frau Engst umgeht das Problem, indem Sie die Seite Erklaerungsseite nennt und darauf hinweist, dass diese nur sinnvoll ist, wenn man auch wirklich etwas zu sagen hat. Phrasen, Lebensmotti und andere wenig hilfreiche Sprueche gehoeren nicht in eine Bewerbung sondern sind in den meisten Faellen eher peinlich. Allerdings fehlt hier der Hinweise auf eine Detailuebersicht der Fachkenntnisse, die vor allem bei technischen Berufen sehr nuetzlich ist. Enttaeuschend fuer einen Bewerbungsratgeber aus dem Jahr 2007 sind die nur 6 Seiten zum Thema E-Mail-Bewerbung, die auch noch mit dem Hinweis beginnt, die Mappe sei immer noch vorzuziehen. Zum Glueck gibt es aber auch die Bemerkung, bei IT-Firmen solle man sich schon digital bewerben. Die Tipps zur E-Mail sind allesamt gut und empfehlenswert. Dennoch fehlen viele wichtige Hinweise, zum Beispiel zum Thema Netiquette und Gestaltung einer E-Mail, zu Anredeformulierungen und Aehnlichem. Dort sollte in einer neueren Ausgabe mehr Gewicht liegen. Immerhin gibt es auch ein Kapitel zu Online-Formular-Bewerbungen. Der Teil ist im Grunde in Ordnung. Aber: der wichtigste Hinweis, die wesentlichen Schlagworte seines Profils mehrmals und eindeutig zu nutzen, fehlt. Denn gerade die grosse, beliebten Unternehmen nehmen zum Teil ausschliesslich Online-Bewerbungen entgegen. Die Personaler durchsuchen die Datenbank und finden nur, was richtig verschlagwortet ist. Weil dieser wichtige Punkt fehlt, gibt es auch hier Abzugspunkte. Zum Vorstellungsgespraech hat die Autorin viele nuetzliche Hinweise zusammengestellt, allerdings nehmen die im Verhaeltnis zu anderen Themen im Buch einen sehr kleinen Teil ein (30 Seiten fuer das Anschreiben). Dabei ist doch so ein Gespraech fuer Bewerber meist sehr aufregend und mit viel Unsicherheit belegt. Immerhin endet das Kapitel mit einer sehr schoenen Zusammenstellung der 12 wichtigsten Fragen mit Hinweisen zur Beantwortung, ohne dabei vorformulierten Antworten zu geben. Kaum Hinweise finden sich zu Verhalten, Kleidung und einigen anderen Themen, die Bewerber oft verunsichert Zum Schluss des Ratgeberteils wird auf das Thema Reisekostenabrechnung eingegangen: Das ist eine gute Idee, wird es doch sonst nicht behandelt, obwohl Bewerber doch oft mit der Frage kaempfen, wie sie mit der heiklen Frage nach der Erstattung der Kosten umgehen sollen. Damit waeren wir am Ende des Ratgeberteils des Buches angekommen. Ueber die Haelfte besteht allerdings zusaetzlich aus Sprachhinweisen, so kommt man dann auf die stolze Seitenanzahl. Das laesst leider die Vermutung aufkommen, man wolle Seiten fuellen, damit der Ratgeber wertvoll und gross erscheint. Die Sprachtipps a la Duden sind zwar nuetzlich, aber nicht notwendig. Meiner Meinung nach ueberfluessig. Das Bewerberblog-Fazit zum Duden-Ratgeber: Serioeser geht es kaum, Frau Engst hat ein beeindruckend umfangreiches Buch geschrieben. Die meisten Hinweise sind nuetzlich, praxisnah und gut umzusetzen. Leider kommt der Internet-Teil des zeitgemaessen Bewerbens deutlich zu kurz. Zudem ist der umfangreiche Sprachteil nicht notwendig. Der Ratgeber ist fuer Akademiker zu empfehlen, die kein Problem mit textlastigen Buechern haben, ein fundiertes Grundwissen ueber das Verfassen von Bewerbungen schon besitzen und sich mit kleinsten Details Ihrer Bewerbung auseinandersetzen wollen oder muessen. Eine Link- oder Literaturliste zum Thema Bewerben, Stellensuche oder aehnlichem fehlt leider voellig.
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