Kundenrezensionen: Gelesen 1 mehr Rezensionen...
Unverzichtbar September 20, 2008 Harry McMartin (Catalkoey, Nordzypern) 3 aus 3 fanden die folgende Rezension hilfreich
Erst als ich dieses Werk entdeckte wurde mir bewusst, dass es mir gefehlt hat. Und was sich hinter der schlichten Bezeichnung DER DEUTSCHE WORTSCHATZ NACH SACHGRUPPEN verbirgt, ist ungeheuerlich. Eine beachtliche Menge an Woertern wird systematisch durchdacht und so zugeordnet, dass der Begriff schnell gefunden werden kann. Das Preis- Leistungsverhaeltnis ausgezeichnet. Jeder, der gleich aus welchen Gruenden, im deutschen Sprachraum mit Worten umgehen muss, sollte den Band griffbereit liegen haben. HMcM
Standardwerk mit kleinen Schwaechen Dezember 16, 2006 A. Wolf (Wiesbaden) 13 aus 13 fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein jeder, der sich in kuenstlerischer oder wissenschaftlicher Hinsicht mit dem Kulturgut Sprache beschaeftigt, kommt um die Anschaffung eines Synonymlexikons nicht herum. Immerhin wird der deutsche Wortschatz in der Regel zwischen 300.000 und 500.000 Lexemen angegeben; dies mutet gewaltig an im Vergleich zu unserem aktiven Wortschatz, denn selbst die begabtesten Redner kommen kaum ueber 10.000 Woerter hinaus. Freilich schlummert im passiven Wortschatz vieles, das man einmal gehoert oder gelesen hat, bloss man benutzt es eben nicht. Gerade dort, wo es um begriffliche Praezision oder Vielfalt geht, ist es unbedingt geboten, auf Hilfsmittel zurueckzugreifen. Eines davon ist der "Dornseiff". Mit seinen 933 Seiten und seiner Tradition - die erste Auflage erschien 1934 - hat sich dieser Waelzer seinen Ruhm erstritten, und zwar nicht zu Unrecht. Insbesondere die Struktur nach Sachgruppen ist ein unuebertroffenes Glanzlicht dieses Werkes, denn so findet man etwa unter dem Eintrag "Ueberall" neben Redewendungen "auf Schritt und Tritt" und echten Synonymen "allerorten" auch fremdsprachliche bzw. biologische Begriffe, etwa "ubiquitaer". Das Studieren dieser Begriffe erweitert den sprachlichen Horizont immens und letztlich ist es diese Struktur, die es ermoeglicht, den Dornseiff theoretisch einfach aus Lust und Laune zur Hand zu nehmen, um damit seinen Wortschatz zu erweitern. Ein Manko bleibt allerdings festzuhalten, daher gibt es auch nur vier Sterne: Das Werk des Sprachwissenschaftlers Franz Dornseiff (1886-1960) ist zwar im Laufe der Jahre immer und immer wieder sorgfaeltig erweitert worden, gleichwohl gewinnt man den Eindruck, dass wirkliche moderne Verwendungsmoeglichkeiten von Woertern - d.h. neu hinzugekommene Identifikationsbasen von Lexemen - selten zu beobachten sind. Auch das Register vermag nicht immer zu ueberzeugen: Unter dem Eintrag "Mimikry" (Gestaltwandel) wird man auf "Nachgeben/Schlaffheit" verwiesen. Hier liegt faktisch eine falsche Bedeutung zugrunde. Dennoch, wer den Dornseiff im Schrank stehen hat, der wird vielleicht manchmal einiges ueber das Stiefkind deutsche Sprache erfahren, das er noch gar nicht wusste. Und waehrend sich aus berufenen und vielfach unberufenen Muendern Stimmen zur deutschen Rechtschreibreform aeussern, kann man im Dornseiff einfach versinken und erkennen, wie schoen, facettenreich, poetisch und vielfaeltig die deutsche Sprache letztlich ist.
Standardwerk für Texter Dezember 19, 2005 9 aus 9 fanden die folgende Rezension hilfreich
Merkwürdig - trotz jahrelanger Texterarbeit habe ich nie etwas vom Dornseiff gehört ... Dann habe ich im Kollegenkreis davon erfahren und mir das Buch plus CD bestellt. Seitdem nutze ich den Dornseiff auf der Suche nach dem treffenden Ausdruck oder als kreative Anregung für meine Texter-Arbeit. Fazit: Standardwerk für jedes Textbüro.
Standardausstattung fuer Spracharbeiter März 21, 2004 Thomas Liehr (Berlin) 21 aus 27 fanden die folgende Rezension hilfreich
Wer sich mit Sprache befasst, als Autor, Uebersetzer, Germanist, Lehrer, Redenschreiber, dessen Werkzeugkiste sollte den Wahrig, einen Grammatikduden und dieses Werk umfassen. Der Dornseiff erlaubt die schnelle, praezise und ueberaus interessante Suche nach Synonymen, verwandten Worten, Wortgruppen und Ersatzbegriffen - besser, als jeder Thesaurus, ausfuehrlicher, als jedes Lexikon, sinnreicher als jedes Woerterbuch. Der Wortschatz scheint zu explodieren, wenn man sich einmal auf das Experiment eingelassen hat, wobei der Fehler natuerlich zu vermeiden ist, um jeden Preis die eigene Schriftsprache zu permutieren: Manchmal bleibt der "stehende" Begriff best choice, auch, wenn zwei Seiten lang sinnverwandte Worte angeboten werden. Aber der Dornseiff kann auch als kreative Stuetze gewertet werden, weil leicht verwandte Bedeutungen die Chance eroeffnen koennen, dem zu bearbeitenden Schriftstueck eine neue, moeglicherweise bessere Richtung zu geben
Unerlaesslicher Schluessel zum Schatz der deutschen Woerter Dezember 31, 2002 Judith Rau (Dorf an der Strasse) 17 aus 22 fanden die folgende Rezension hilfreich
Ueber Dornseiffs "Der deutsche Wortschatz nach Sachgruppen" oder schlicht "den Dornseiff" liessen sich sicher Abhandlungen schreiben, aber mir persoenlich ist der Band eher Freund und Begleiter, ohne den die taegliche Textarbeit schlicht unmoeglich waere. Ob die Anschaffung lohnt? Seltsame Frage, natuerlich!
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