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Mein schwarzer Hund: Wie ich meine Depression an die Leine legte

Mein schwarzer Hund: Wie ich meine Depression an die Leine legte

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Autoren: Matthew Johnstone, Aus Dem Englischen Von Thomas Lindquist
Urheber: Matthew Johnstone, Aus Dem Englischen Von Thomas Lindquist
Verleger: Kunstmann, Antje, Verlag

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Bewertung: 5.0 von 5 Sternen 2 Rezensionen
Verkaufsrang: 22669

Medium: Gebundene Ausgabe
Seiten: 48
Versandgewicht: 0.6
Maße (innen): 8.5 x 6 x 0.4

ISBN: 3888975379
EAN: 9783888975370
ASIN: 3888975379

Publikation: September 3, 2008
Versand: Sparversand
Verfügbarkeit: Gewoehnlich versandfertig bei Amazon in 24 Stunden

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Kundenrezensionen:

5 von 5 Sternen Depression und die befreiende Wirkung von Wort und Bild !   Oktober 16, 2008
C.Borries
14 aus 16 fanden die folgende Rezension hilfreich

Matthew Johnstone Mein schwarzer Hund Kunstmann
ISBN 3888975379

Wer Depressionen aus eigener Anschauung kennt, der weiss, dass sie nur schwer zu beschreiben sind. Eine Stimmung tiefster Niedergeschlagenheit, Mutlosigkeit und Antriebslosigkeit gepaart mit dem Gefuehl der Isolation, der Verlassenheit und der Unmoeglichkeit, sich der Umwelt gegenueber zu erklaeren, breitet sich aus. Jede vierte Frau und jeder sechste Mann erkrankt im Laufe des Lebens daran. Aber was heisst hier Krankheit? Gibt es doch immer noch im Volksmund die Meinung, dass der Kranke sich nur anstelle, dass er sich nur zusammenreissen muesse, und dass ja alles nur < psychisch> sei. Mit der Betonung auf dem Woertchen < nur > wird die endgueltige Abwertung der Krankheit beschlossen. Wer so redet, der weiss nicht, wovon er spricht!
Wie in einem Vorwort von Gordon Parker, Psychiater und Professor an der New South Wales University in Sidney, angemerkt wird, gehoert die Depression zu einer der schlimmsten Geisseln der Menschheit. Sie ist weit verbreitet, oft verkannt und nicht ernst genommen und kann den Betroffenen das ganze Leben verderben. Dabei gibt es unterschiedliche Schweregrade, und die Auspraegungen koennen ebenfalls sehr verschieden sein.

Matthew Johnstone, Artdirektor und Designer, hat seine eigene Geschichte hier gemalt! Seine Depression kommt in Gestalt eines schwarzen Hundes daher. Mit einfuehlsamen Begleittexten malt er die Zustaende, die er waehrend einer Depression durchlebt. Indem Johnstone der Depression die Gestalt des schwarzen Hundes gibt, wird die Krankheit praktisch visualisiert. Der Hund ist die Depression! Mit ihr kann man sprechen, kaempfen und sie zu bezwingen versuchen. Dabei muss man Niederlagen einstecken, die bis zur Selbstaufgabe fuehren koennen. Der Hund ist gross und der Held ganz klein neben ihm, was die Wirkung der Gewalt verstaerkt. Man kann den Hund aber auch an die Leine nehmen, man kann mit ihm schimpfen, ihn ueberreden, von einem zu lassen,--und er kann einem den Weg zu einem fachkundigen Helfer, sei es ein Arzt oder Therapeut, weisen! Der Autor verbindet mit seiner Geschichte die Hoffnung, dass auch die schlimmsten < Hundstage > einmal voruebergehen werden!
Der Truebsinn in Form schwarzer Wolken, die Muedigkeit, Lebensunlust und die Verzweiflung werden in deutlichen Bildern mit klaren Farben wiedergegeben. Regen, Sturm und hohe Wellen untermalen den inneren Zustand des Helden.
Der Kampf um Befreiung muendet in die Einsicht, dass man mit dem Hund leben muss, ihn aber bezaehmen kann.

Mit seinen humorvollen Texten und den dazu gemalten Aktivitaeten bekommt die Krankheit Depression ein Gesicht. Sie wird fassbar und fuer den Laien vorstellbar. Es ist ein enormer Verdienst von Matthew Johnstone, dass er, der mit der Gabe des Zeichentalentes ausgestattet ist, dieses eindrucksvolle Buch geschaffen hat.
Dass hier kein Ratgeberbuch entstanden ist sondern eine einfache Geschichte, dass nicht nur die traurige und schwarze Seite der Krankheit gezeigt wird, ist erbaulich und ermutigend.
Sowohl fuer Menschen, die an einer Depression erkrankt sind als auch fuer Angehoerige und Freunde ist das Buch ein Gewinn!
Man sollte es kaufen, verschenken und damit zur Aufklaerung ueber einer Krankheit beitragen, die boshaft, heimtueckisch, unerklaerlich und in ihrer Ausdruckform absolut beaengstigend ist! Am Ende der Geschichte steht die Zuversicht!



5 von 5 Sternen Sehr schoenes Buechlein, leider nicht billig   Oktober 2, 2008
_Stefan_
5 aus 5 fanden die folgende Rezension hilfreich

Das Buch beschreibt sehr treffend und ruehrig in naiven Bildern die Symptome und alltaeglichen Auswirkungen einer Depression, dies trotz der Haerte der Krankheit auch mit einem versoehnlichen Ausblick. Als Angehoeriger eines Betroffenen fand ich das Buch sehr gut, gerade auch mal abseits der sonst doch oft trockenen Hilfe-Lektuere.

Das Buch hat nur 48 Seiten, also fuer mich ein wenig teuer fuer das Geld. Ich wuerde es aber wieder kaufen und werde es vermutlich auch nochmal in unserem Verwandtenkreis verschenken, da es das Thema auch fuer Aussenstehende (Erwachsene!) recht gut erschliesst.

Tipp fuer Unentschlossene: Beim Mutterkonzern Amazon.com mal nach dem Original schauen (Titel: "Living with a black dog: His name is Depression"), dort kann man dann schon mal vorab online ein klein wenig im Buch blaettern (das "Look Inside"-Feature).