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 Standort:  Start » Buch » Philosophie » Wer bin ich - und wenn ja wie viele?: Eine philosophische Reise  
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Wer bin ich - und wenn ja wie viele?: Eine philosophische Reise

Wer bin ich - und wenn ja wie viele?: Eine philosophische Reise

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Autor: Richard David Precht
Urheber: Richard David Precht
Verleger: Goldmann HC

Kaufen Neu: EUR 10,80



Neu (96) Gebraucht (19) Sammlerstück (2) ab EUR 10,45

Bewertung: 3.5 von 5 Sternen 54 Rezensionen
Verkaufsrang: 13

Medium: Broschiert
Seiten: 397
Versandgewicht: 1.2
Maße (innen): 8.4 x 5.4 x 1.3

ISBN: 3442311438
EAN: 9783442311439
ASIN: 3442311438

Publikation: September 17, 2007
Verfügbarkeit: Versandfertig in 1 - 2 Werktagen
Zustand: Daisy-Hrbuch, deutsch, ungekrz, optimiert fr MP3- und Daisy-Player. Entspannen Sie sich auf der Reise und geniessen Sie das Hrbuch, ohne Ihre Augen anzustrengen.

Auch erhältlich in:

  • Audio CD - Wer bin ich - und wenn ja wie viele? . Eine philosophische Reise

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Kundenrezensionen:   Gelesen 49 mehr Rezensionen...

1 von 5 Sternen Wozu ist dieses Buch gut, wem soll es dienen?   September 2, 2008
 2 aus 3 fanden die folgende Rezension hilfreich

Wozu ist dieses Buch gut, wem soll es dienen? Diese Fragen stellten sich mir, nachdem ich mich bis fast zur Hlfte durchgeqult habe und dann doch noch den Mut fand, es bis zum Ende durchzulesen. Allerdings in der Hoffnung, etwas Interessantes, Lehrreiches oder einfach nur Brauchbares zu entdecken.
Der gute Autor hat ziemlich konzeptlos und berladend alles zusammengefasst, was wohl in seinem Kopf herumschwirrte.
Der Titel ist gut gewhlt, aber bezieht sich wohl nur allzu sehr auf den Autor. Ich will nicht hmisch sein und behaupten, Richard David Precht hat wohl eine Midlife-Crisis mit der dazugehrigen Sinnfrage des Lebens, aber dieses Buch ist mir zu "autobiografisch" und zu einseitig.
Precht meint wohl, er htte jetzt die Weisheit gepachtet und lsst aber dadurch nur seine Oberflchlichkeit und Weltfremdheit durchblicken. Er verzettelt sich und das verwirrt, erst recht den philosophisch ungebten Leser, der aber gerade durch dieses Buch an die Philosophie herangefhrt werden soll.
Menschen, die sich mit Philosophie beschftigen, sehen darin eigentlich "Viel Lrm um nichts".
Immer dann, wenn es spannend wird und man denkt, jetzt kommt was Aufschlussreiches, wird abgebrochen. Und man geht zum Nchsten ber.
Dieser Ramschladen der Philosophie ist zu viel des Schlechten.
Gut gemeint, mies gemacht.
Die Philosophie soll auch die Menschen berhren und in ihnen etwas bewegen.
Hier, in diesem Buch, besttigt sich aber nur der Verdacht, dass Geisteswissenschaftler und demnach auch Philosophen gro und kompliziert sowie umschweifend herumlabern, damit es sich wissenschaftlich auch anhrt.
Precht mag zwar auch die Naturwissenschaften, man bedenke, dass die Physik auch in der alten Philosophie ihren Ursprung hat, aber da sollte er sich doch ein wenig mehr in die Materie einarbeiten.
Konfus und zu persnlich wirkt das Buch.
Leider nur ein Sternchen!



3 von 5 Sternen Philosophische Interpretation   August 24, 2008
 4 aus 4 fanden die folgende Rezension hilfreich

Richhard David Precht versucht unsere Gegenwart mit der "antiken" philosophischen Gedankenwelt von Kant Immanuel, Schopenhauer Arthur, Sartre Jean-Paul und des unvermeidlichen Nietzsche Friedrich zu erklren.
Diese philosophische Reise fhrt den Leser zu unterschiedlichen Themen wie z.B. Sterbehilfe, Klonen, was darf die Hirnforschung oder dem Umgang mit Tieren.

Und wieder einmal versucht sich ein selbsternannter Homo superior an der Frage aller Fragen:
Gibt es Gott und welchen Sinn hat das Leben?

Doch diese Entdeckungsreise ist weder, wie auf dem Buchcover marktschreierisch versprochen, humorvoll noch unterhaltsam beschrieben.

Vielmehr besttigt dieses Elaborat das Zitat:
Philosophie nennt man die geistreiche bersetzung des Unerklrlichen ins Unverstndliche."

Noch am besten gefallen mir die Anekdoten ber die kleinen menschlichen Schwchen der groen Philosophen.
Auerdem zeigt David Precht gekonnt auf, das wir eigentlich nichts von der Welt in der wir leben wissen. Die meisten unserer Glaubens- und Wissensschtze beruhen auf Spekulationen von bigotten Menschen. Menschen gefangen in ihrer Zeit, ihrer Umwelt und in ihrer eingeschrnkten Denkweise.
Heutige Schriftsteller und Gelehrte besitzen oft einen aufgeblasenen, blasierten Habitus. Ihr selbstherrliches Auftreten suggeriert den *Normalos* unter den Homo Sapiens, diese Denker seien im Besitz des *Stein der Weisen*.
Die meisten wissenschaftlichen und philosophischen Wahrheiten sind nur Thesen einiger Koryphen, die von der Mehrheit des Fuvolkes anerkannt werden.
Hier schlgt der *Frequency-Validity-Effekt* durch.
Darunter verstehen wir die Wirkung, dass uns eine Behauptung um so glaubwrdiger erscheint, je hufiger wir sie zu Kenntnis nehmen.

Der Schaffer dieses Elaborats zeigt keinerlei neue Gedankenwelten, oder philosophischen Anstze.
Alles schon mal da gewesen und irgendwo schon mal gelesen.

Der Autor David Precht interpretiert die alten philosophischen Meisterdenker und gibt ihnen nur ein neues, modernes Outfit.
Da habe ich mir etwas mehr erwartet.

Fazit: An der Philosophenfront nichts Neues.



3 von 5 Sternen Hier steh ich nun ....   August 21, 2008
 3 aus 5 fanden die folgende Rezension hilfreich

... und bin so klug wie zuvor. (Sorry, nicht ganz korrektes Zitat.)
Warum hatte ich blo nach dem Lesen des Buches das Gefhl, einen berlangen Focusspiegelstern-Artikel gelesen zu haben?



3 von 5 Sternen gut fr Zwischendurch   August 14, 2008
 3 aus 6 fanden die folgende Rezension hilfreich

nach den vielen Lobhuligungen des Buchs in Funk und Presse habe ich mehr erwartet. Das Buch hat mich sicher nicht glcklich gemacht wir es zum Beispiel Frau Heidenreich versprochen hat.
Aber es hat mich doch ganz gut unterhalten, mich zum Nachdenken gebraucht und mir einen "Einstieg" in die Philosphie vermittelt.



5 von 5 Sternen Philosophie meets Hirnforschung   August 13, 2008
 17 aus 20 fanden die folgende Rezension hilfreich

"Lernen ohne Genieen verhrmt, Genieen ohne Lernen verbldet" (16f.). Schade eigentlich, dass ich nicht selbst darauf gekommen bin, diese naheliegende Weisheit in so prgnanter und allgemein verstndlicher Form auszudrcken. Nun ja, es bleibt auf jeden Fall neidlos anzuerkennen, dass Precht definitiv der richtige Mann war, das passende Buch zu diesem Aphorismus zu schreiben. "Wer bin ich und wenn ja, wie viele?" zeigt, dass sich Lernen und Genieen nicht, wie so oft angenommen, widersprechen mssen. Das Buch ist so eine Art "Sofies Welt" ergnzt um die Erkenntnisse der Neurophysiologie. Bei seiner Reise durch die abendlndische Philosophiegeschichte legt Precht Wert darauf, zu verdeutlichen, inwiefern die Ergebnisse der Hirnforschung die Gedanken Descartes, Kants, Schopenhauers, Nietzsches oder Sartres besttigen oder widerlegen.

Das Buch ist unterteilt in drei Kapitel, die jeweils unter der berschrift einer der drei groen Fragen der Menschheitsgeschichte stehen, so wie Kant sie definiert hat: "Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen?"

Die Kapitel des ersten Abschnitts "Was kann ich wissen?" beschftigen sich mit den Erkenntnismglichkeiten des Menschen. Descartes sah die Grundlagen allen menschlichen Erkennens im Akt des Denkens, legendr ausgedrckt in der Formel: "Ich denke, also bin ich". Precht geht hier ausfhrlich auf den gegenwrtigen Forschungsstand der Gehirnforschung ein, der besagt, "dass es nicht ein Ich gibt, sondern viele verschiedene Ich-Zustnde" (69), wie zum Beispiel das Krper-Ich, das Verortungs-Ich oder das autobiografische Ich. Die Frage nach dem, was ich wissen kann, ist somit viel schwerer zu beantworten als es scheint, da man ja berhaupt nicht wei, was das ich ist, oder vielmehr, aus wie vielen Ich-Zustnden ein Mensch besteht.

Die Kapitel des zweiten Abschnitts "Was soll ich tun?" beschftigen sich mit den moralischen Fragestellungen der menschlichen Existenz. Precht gelingt es hervorragend, die Frage nach dem richtigen Handeln im Spannungsfeld zwischen Philosophiegeschichte und Hirnforschung darzustellen. Dazu ein Beispiel: Benjamin Libet, einer der Pioniere der Hirnforschung, stellte 1979 seiner Versuchsperson folgenden Auftrag: Sie sollte anhand einer vor ihr laufenden Uhr genau den Zeitpunkt festhalten, an dem sie willentlich die Entscheidung traf, die rechte Hand zu heben und diese Handlung dann auch so zeitnahe wie mglich ausfhren. Das Ergebnis verblfft: Es zeigt sich, dass die entsprechenden Gehirnaktivitten bereits eine halbe Sekunde vor der willentlichen Entscheidung der Versuchsperson einsetzten. Die daraus resultierende Frage gehrt noch immer zu den am heiesten diskutierten berhaupt: Hat der Mensch einen freien Willen? (vgl. S. 152) Die Frage nach dem freien Willen hat fr alle Untersuchungen die Moral betreffend erhebliche Konsequenzen. Kann ein Mensch fr sein Handeln berhaupt zur Rechenschaft gezogen werden, wenn dieses nicht auf seinem freien Willen beruht? Unter anderem unter dieser Prmisse diskutiert Precht Themenfelder wie Abtreibung, Sterbehilfe, Umwelt- und Tierschutz oder das therapeutische Klonen.

Der abschlieende Teil, der unter der Leitfrage "Was darf ich hoffen?" steht, behandelt Fragen des Glaubens, der Liebe und ganz allgemein Fragen nach dem Sinn des Lebens. Die Frage nach dem Sinn begann eigentlich erst mit Kant, da vorher alle Sinnfragen lapidar mit der Existenz Gottes als erledigt betrachtet worden waren. Kant skularisierte diese Frage und erklrte die Erfllung seiner moralischen Pflicht zum Sinn des Lebens eines Menschen. Des Weiteren beleuchtet Precht, wie sich Denker wie Nietzsche oder Sartre diesem Problem auseinandersetzten. Absoluter Hhepunkt ist das finale Kapitel, welches Precht mit einer kurzen Besprechung des Films "Matrix" beginnt, um davon ausgehend seine persnliche Sicht die Sinnfrage betreffend darzulegen. Leo Tolstoi zitierend, schreibt er: "Das Glck besteht also [...] 'nicht darin, dass du tun kannst, was du willst, sondern darin, dass du immer willst, was du tust'" (371).

Fazit: Absolut zu Recht steht Wer bin ich und wenn ja, wie viele? seit Monaten an der Spitze zahlreicher Bestsellerlisten. In klar verstndlicher Sprache und prgnant auf den Punkt gebracht, fhrt er ein in philosophisch-moralisch-ethische Fragen der Menschheit und beleuchtet diese mit einem Blick auf die Philosophiegeschichte sowie mit den neuesten Erkenntnisse der Gehirnforschung. Dass es bei einem populrwissenschaftlichen Buch wie diesem zu inhaltlichen Reibungsverlusten kommen muss, ist klar. Kant und Sartre kann man halt nicht auf jeweils 15 Seiten abhandeln. Precht bringt jedoch die wichtigsten Punkte dieser Denker, die fr seine Leitfrage relevant sind, klar zum Ausdruck, weshalb das Buch absolut die volle Punktzahl verdient.


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