Der Geschmack von Apfelkernen | 
vergrössern | Autor: Katharina Hagena Urheber: Katharina Hagena Verleger: Kiepenheuer & Witsch Verlag
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Bewertung: 55 Rezensionen Verkaufsrang: 92
Medium: Gebundene Ausgabe Seiten: 256 Versandgewicht: 0.8 Maße (innen): 8.3 x 5.3 x 1
ISBN: 3462039709 EAN: 9783462039702 ASIN: 3462039709
Publikation: Februar 25, 2008 Verfügbarkeit: Versandfertig in 1 - 2 Werktagen
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Aepfel in Romanform November 15, 2008 Heidi Zengerling (Heyerode) Nach einer Lesung am Freitag, d. 7. November 2008 in Muehlhausen in der wunderschoenen Stadtbibliothek in der Jakobikirche moechte ich euch nun ueber das dort vorgestellt Buch von Katharina Hagena berichten. Der Geschmack von Apfelkernen VORWEG ZUR ALLGEMEINEN BELUSTIGUNG: ===================================== Angeblich (o-ton eines maennlichen Zuhoerers der Lesung) sei dieses Buch ein reines Frauenbuch (der Frauenanteil der Lesung war nicht erhablich hoeher als der der Maenner) Der Witz dabei ist, dass dieser Mann im Anschluss an die Lesung der Autorin erzaehlen wollte, dass dieses Buch keine Handlung haette und halt nur fuer Frauen geeignet waere. Auf die Frage, ob er das Buch gelesen haette, meinte er, nein, das habe er nicht, seine Frau hat es gelesen. Sowas finde ich dann doch etwas witzlos gerade gegenueber der Autorin, die uns mit ihrer Lesung einen so schoenen und stimmungsvollen Abend bereitet hatte. Ich habe sie bewundert, wie sie diesen Mann gekonnt in einem Gespraech verwickelt hat und mit uns, nach seinem Abgang noch kurz darueber gesprochen und unsere Meinung hoeren wollte. Katharina Hagena ist eine sehr weltoffene und aeusserst sympatische Frau, die gewiss ueber sehr viel Wissen verfuegt und voll im Leben steht. Ich finde, dass dieses Buch kein Frauenroman ansich ist, was ist ueberhaupt ein Frauenroman, ich glaube, dass kann man heutzutage nicht mehr so genau definieren. Frauen lesen z.b. Dan Brown und Maenner lesen Katharina Hagena *g*. Das sollte jeder fuer sich entscheiden, wo seine Interessen liegen. Soviel dazu, jetzt zum Buch ansich: kurze Inhaltsangabe und eigene Meinung: ================================= Das Buch handelt von einer jungen Bibliothekarin (die Autorin hat eine Bibliothekarin zur Protagonistin gewaehlt, weil diese fuer das Erinnern zustaendig ist, Buecher helfen uns zu erinnern ....) Diese Bibliothekarin liest aber selbst nicht. Das Buch ist voller Erinnerung - voller Erlebnisse der Kindheit in diesem Haus, voller Erinnerungen an Erlebnisse mit den Kameraden. Und diese Erlebnisse und Erinnerungen werden so bildhaft und praktisch "riechhaft" fuer uns aufs Blatt gebannt, dass man foermlich die Aepfel schnuppert, die Kaefer kriechen sieht, die die Kinder damals als Mutprobe assen, dass man foermlich das Wasser auf dem See spuert und mit der Hauptperson durch diesen schwimmt. So eindringlich und den Leser mit in das Buch hineinziehend habe ich kaum einen anderen Roman erleben duerfen. Frau Hagena hat eine eigene und besondere Schreibweise, die sehr bildhaft, verstaendlich und zu Herzen gehend, sehr sinnlich und beruehrend ist, die einfach alles um einen herum vergessen laesst. Man sollte dieses Buch unbedingt gelesen haben. Drei Generationen einer Familie und deren Frauen sind Gegenstand des Romans und deren Handlung. Grossmutter Bertha stirbt und Enkelin Iris erbt das Haus ihrer Kindheit. Was sie dort erlebt hat taucht wieder in ihrer Erinnerung auf. Cousine Rosmarie ist eine weitere Person im Roman. Viel woertliche Rede und Gedanken sind im Buch vorhanden, die den Stoff so leicht und schwungvoll lesen lassen. Man spuert und fuehlt foermlich, was Katharina Hagena dem Leser mitteilen moechte. Ich finde, dass dieses Buch es wirklich Wert ist, ein Bestseller genannt zu werden. Das Buch ist so still, aber auch so mitreissend, so spannend aber kein Krimi, so einfuehlsam und zu Herzen gehend, so real, so unuebertrieben, so von Herzen kommend. Auch gefaellt mir die Aufmachung und das Cover des Schutzumschlages sehr gut, ich finde ihn sehr passend gestaltet. Zum Schluss sei gesagt, dass die Autorin mir auf meine Frage hin verraten hat, dass sie Sage und Schreibe 5 Jahre am Buch gearbeitet hat, vom Zusammentragen der ganzen Ideen bis zur Kompletten Umsetzung. Zwischendurch hat sie noch ihr Kind geboren, was dazu beitrug, dass diese 5 Jahre daraus wurden. Ganz so schnell wird auch kein neue beletristischer Roman von ihr zu erwarten sein, da sie sich erstmal wieder von diesem Stoff, diesem Thema loesen muss. Man koennte noch weiter von diesem Buch schwaermen, ich habe mich darin verliebt, und ich kann sagen, dass dieses Buch sicher ein Roman ist, denn man auch nicht nur einmal sondern zweimal oder oefter lesen kann, ohne ihn langweilig zu finden, immer wieder findet man mitreissende Metaphern und lustige, witzige und nachdenkliche Szenen, die immer wieder sehr anregend sind. TOP TITEL !!!
Der Geschmack der Kindheit November 13, 2008 Weinpflaume (Koeln) Monatelang bin ich um dieses Buch herumgeschlichen, war angetan vom zauberhaften Cover und dem verheissungsvollen Titel. Monatelang habe ich meine Vorfreude, dieses Buch zu lesen, noch ein wenig mehr ausgekostet. Nun konnte ich aber nicht mehr laenger warten. Ich hatte mir viel von diesem Leckerbissen versprochen, als ich dann aber anfing zu lesen, war ich erstmal ein wenig geknickt. Zu sprunghaft war mir die Geschichte, zu viele Wechsel zwischen den Personen. Ich wollte schon fast enttaeuscht aufgeben, doch ab der Haelfte des Buches fesselte es mich dann doch immer mehr. Die zart knospende Liebesgeschichte und das Geheimnis um Rosemaries Tod hatte mich in ihren Faengen. Als das Buch endete, hatte ich ein Laecheln auf den Lippen und ich freute mich, dass dieses Buch doch noch meine Erwartungen erfuellt hat. Einige Szenen haben sich regelrecht ins Gedaechtnis gepraegt und ich haenge auch nach dem Buch noch in Gedanken daran. Ich konnte mich herrlich hineinversetzen in die kuriosen Spiele und Traeume der Kinheit, aber auch in die wunderschoene Liebesgeschichte und letztendlich habe ich mitgelitten beim raetselhaften Tod von Rosemarie und der armen verwirrten Bertha.
Bewegende Familiengeschichte Oktober 14, 2008 Frl. Brotmann 0 aus 1 fanden die folgende Rezension hilfreich
Ich muss gestehen, auch ich habe mich vom Einband verfuehren lassen. Die guten Kritiken hatte ich nicht gelesen, aber nachdem ich in 3 Laeden ueber das Buch an exponierter Stelle gestolpert bin konnte ich mich der Einbandzeichnung nicht mehr verweigern. Ich habe es nicht bereut. Katharina Hagena spricht eine schnoerkellose, direkte Sprache und erzaehlt die Geschichte von Iris und ihrer weitverzweigten Familie. Hagenas Ich-Erzaehlerin blaettert ein ueberquellendes Fotoalbum auf und zeichnet das Bild dreier Generationen und ihrer Zeit. Das gelingt Hagena grossartig und laesst den Leser in Erinnerungen an die eigene Familie und die eigene Vergangenheit fallen. Die funkenspruehende Tante und die ueber Nacht ergrauten Johannisbeeren erinnerten mich ein wenig an den Geist in Annegret Helds "Die letzten Dinge" und ist fuer mich aehnlich unnoetig, da es mich an der Glaubwuerdigkeit dieser ansonsten so ehrlich scheinenden Geschichte zweifeln laesst. Aber das ist sicher Ansichtssache und hat mein Lesevergnuegen nicht geschmaelert. Die Familiengeschichte wird mit grosser Klugheit und Waerme erzaehlt und koennte in meinen Augen fast grosse Literatur sein. Fast. Das Zeug dazu hat Hagena allemal. Leider wird die Erzaehlerin an manchen Stellen geschwaetzig und dadurch verwaessert sie oft einen starken Satz und beraubt ihn seiner beeindruckenden Wirkung im Nachhinein. Ich moechte ausserdem nicht jedes einzelne "Aeh" lesen, das sich die Erzaehlerin abstottert, wenn sie ihren strahlenden Helden Max trifft. Diese Liebesgeschichte mit ihrem leichten Hang zu ChickLit ist es, die bei mir zu einem Punkt Abzug fuehrt. Aber - im Meer der Belanglosigkeiten, von dem wir taeglich umspuelt werden, ist dieses Buch eine seltene kostbare Perle. Ich freue mich aufrichtig auf das naechste Buch von Katharina Hagena.
Erinnerungen reloaded September 11, 2008 Christa Berger 0 aus 1 fanden die folgende Rezension hilfreich
Dies war das erste Buch seit meiner Kindheit, das ich nie aus der Hand legte, waehrend ich es las. Vielleicht gerade, WEIL es mich so sehr an meine eigene Kindheit und Adoleszenz erinnerte. Ich konnte nicht nur Iris' "Apfelkerne" schmecken, sondern auch meine eigenen - bereits lang vergessenen! Ich konnte wiedereintauchen in die Welt des Verkleidens, in der man in der Kindheit zuhause ist, weil man noch keine feste Gestalt angenommen hat. Ein Ein- und Austauchen in die und aus der Realitaet...das macht das Erwachsenwerden leichter und gibt Zeit und Gelegenheit zur Selbstdefinition. Die Autorin zeigt anhand der ineinander verwundenen Frauenschicksale, dass du bist, wo du warst und warst, wo du bist - die Zeit hat keine Bedeutung dabei. Das Buch hat mich juenger und zugleich reifer gemacht. Ich hatte einige kg Aepfel von der Grossmutter zuhause und wusste nicht, was ich damit anfangen sollte. Ich legte das zu Ende gelesene Buch mit Traenen in den Augen weg und kochte Apfelmus. (inklusive geschaelter und geschnittener Apfelkerne)
Klebrig wie bonbonpapier August 22, 2008 Dauerleser (Berlin) 3 aus 9 fanden die folgende Rezension hilfreich
was fuer ein geraune, gefluester und gesaeusel an der grenze zum kitsch und meistens deutlich drueber. gefuehlige suessliche erinnerungsprosa, da les ich lieber proust!
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