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Der Chinese | 
vergrössern | Autor: Henning Mankell Urheber: Henning Mankell, Wolfgang Butt Verleger: ZSOLNAY-VERLAG
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Bewertung: 40 Rezensionen Verkaufsrang: 154
Medium: Gebundene Ausgabe Ausgabe: 1 Seiten: 603 Versandgewicht: 1.5 Maße (innen): 8.2 x 5.3 x 1.7
ISBN: 3552054367 EAN: 9783552054363 ASIN: 3552054367
Publikation: Mai 19, 2008 Verfügbarkeit: Versandfertig in 1 - 2 Werktagen Zustand: Buchumschlag hat leichte Gebrauchsspuren
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| Redaktionelle Rezensionen:
Aus der Amazon.de-Redaktion Erik Huddn und Vivi Sundberg sind noch arg geschockt, als sie im Januar 2006 nach einer Besichtigung des Tatorts an die Haustr von Tom Hansson klopfen. Der halbnackte Mann, der in den Pistolenlauf der Polizistin schaut, wei noch gar nicht, dass er und seine Frau die einzigen berlebenden eines bestialischen Massakers sind, dem die restlichen achtzehn Bewohner seines schwedischen Dorfes zum Opfer fielen. Sie alle waren untereinander verwandt, zwei sind die Adoptiveltern der Richterin Birgitta Roslin. Diese ermittelt auf eigene Faust -- und argwhnisch von Vivi Sundberg beugt. Durch Zufall fhrt sie ein rotes Band zur Spur eines mysterisen Chinesen: eine Spur, die die Richterin bis hin nach China verfolgt. In der bedrckenden und bedrohlichen Atmosphre von Peking im Vorfeld der Olympischen Spiele wird sie fndig -- und stt auf eine schier unglaubliche Geschichte rund um kommunistischen Machtwahn und kapitalistische Korruption, die tief zurckfhrt in die chinesische Vergangenheit... Der Zufall spielt eine groe Rolle im Roman Der Chinese von Henning Mankell, ein etwas zu groe Rolle vielleicht. Auf der anderen Seite ist allzu viel konstruiert in dem Buch, das man trotz der Beteuerungen des Verlags kaum einen Kriminalroman oder gar, wie im Klappentext, einen atemberaubenden Thriller nennen kann. Denn nach dem fulminanten Beginn, der immerhin ber einhundert Seiten wirkt, verliert sich Mankell in der Herleitung des Mordmotivs, das im groen, auf dem Rcken der Chinesen ausgetragenen Eisenbau Mitte des 19. Jahrhunderts seinen Ursprung hat, mit dem die Weien die Indianergebiete im Norden Amerikas zu erschlieen suchten. Das wirkt fr einen Kriminalroman, der zudem Kder auslegt, an die in der Folge nichts und niemand mehr anbeit, alles etwas weit hergeholt -- und lsst die Fans von Kommissar Kurt Wallander ratlos zurck. Wer sich aber unbefangen auf den Chinesen einlsst, wird trotzdem auf seine Kosten kommen. Denn Mankell kann (immer noch) brillant schreiben und erzhlen. Und das macht seinen Roman jenseits aller Schwchen lesenswert.-- Thomas Kster, Literaturanzeiger.de
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| Kundenrezensionen: Gelesen 35 mehr Rezensionen...
Ein guter Mankell - auch wenn es doch kein Wallander geworden ist September 2, 2008 Mankell beginnt das Buch in der Tradition eines Wallander Kriminalromans. Dem Leser wird von einem blutrnstigen Massenmord in der nordschwedischen Provinz berichtet. Ein Massaker hat stattgefunden, brutal und bestialisch ausgefhrt. Ohne erkennbares Motiv wurde nahezu die gesamte Dorfgemeinschaft gettet, berwiegend alte Menschen, die in dem fast verlassenen Dorf wohnten. Die Polizei steht vor einem Rtsel, die Presse und die Medien belagern den Ort, die Aufklrung des Verbrechens macht keine Fortschtritte. Einzig eine engagierte Richterin aus Sdschweden beschftigt sich aus privaten Motiven mit dem Fall und findet erste Anhaltspunkte, die von der rtlichen Polizei aber nur widerwillig in die Ermittlungen miteinbezogen werden.
Dann macht Mankell mit der Geschichte einen Zeitsprung zurck ins mittlere bis spte neunzehnte Jahrhundert. Der Leser begibt sich mit einem jungen Chinesen auf eine Reise voller Qualen, Entbehrungen und Tod. Mit seinen zwei Brdern flieht ein junger chinesischer Bauer vor der Wilkr eines Grogrundbesitzers und landet schliesslich als Sklavenarbeiter beim Eisenbahnbau im nrdlichen Nevada unter der Knute eines brutalen und menschenverachtenden schwedischen Vorarbeiters. Seine zwei Brder berleben nicht, nur er schafft es, nach Jahren wieder nach Hause zu kommen, lernt schreiben und zeichnet seine Erlebnisse in Tagebuchform fr die Nachwelt auf.
Wieder macht Mankell einen Zeitsprung und wir finden uns im modernen China des Jahres 2005 wieder. Der Leser lernt einen Chinesen mittleren Alters kennen, der viel Geld, Einfluss und Macht besitzt. Aber nicht nur dies, er besitzt auch ein 130 Jahre altes Tagebuch von einem seiner Vorfahren. Schnell wird klar, dass es sich bei dem Tagebuch um die Aufzeichnungen des ehemaligen chinesischen Sklavenarbeiters handelt, der zum Ende seiner Chronik ber die Schmach und die verlorene Ehre berichtet, unter der er und seine Familie zu leiden hatten und sich dafr Genugtuung wnscht, die er nun jenen berlassen muss, die nach ihm kommen, da er selbst nun zu alt und zu schwach dafr sei. Der Nachfahre im modernen China ist mit den ntigen Mitteln und dem ntigen Einfluss ausgestattet, diesem Wunsch seines Vorfahren endlich nachzukommen. Er bauftragt einen Vertrauten ins ferne Ausland zu reisen und das zu tun, was zu tun ist.
Nun geht Mankell wieder zurck nach Nordschweden zu der engagierten Richterin, die immer mehr Hinweise zu Tter und Tatmotiv findet und sich immer intensiver der Auflsung des Falls widmet. Sie reist sogar nach China, stsst dabei an Grenzen und gert in Situationen, die ihr viel abverlangen. Der Roman beginnt nach dieser Vorgeschichte quasi erst und entwickelt sich zu einer dramatischen und spannenden Kriminalgeschichte mit vielen politischen, kulturellen und sozialkritischen Aspekten, wie man es von Mankells Romanen gewohnt ist. ngste des Autors vor einer Kolonialisierung Afrikas durch die Chinesen werden laut und seine kritische Haltung gegenber einem chinesischem System, das mittlerweile weltweit zu greifen beginnt, wird sprbar. Eine zugegenermassen sehr konstruierte Geschichte, aber es ist ja schliesslich das Privileg eines Schriftstellers, gute Geschichten zu konstruieren. Und diese Geschichte ist gut, sogar sehr gut, wie ich finde. Ein starkes Buch von Henning Mankell, das nach meiner Meinung zu seinen besten Nicht-Wallander-Romanen gehrt. Fr Mankell Fans ohnehin ein Muss, fr alle anderen gebe ich die Bewertung vier Punkte.
enttuschen August 27, 2008 insgesamt ein sehr enttuschendes werk - wie hufig, wenn "serien"-schriftsteller zu viel schreiben...
der chinesen-passus ist an sich interessant, pat nur nicht zum rest der story.
fr krimi-fans, die wert auf qualitt legen, eine enttuschung und schade ums geld!
Gelungener Spagat August 24, 2008 Zu diesem Buch ist bereits sehr viel geschrieben worden, daher nur ganz kurz: Die hufigste hier vorgebrachte Kritik bezieht sich darauf, dass sich Mankell angeblich nicht entscheiden konnte, ob er nun einen Krimi oder ein politisches Buch schreiben mchte ... Ich verstehe den damit konstruierten knstlichen Gegensatz nicht. Warum kann man nicht beides versuchen? Ich jedenfalls finde, dass der Versuch ganz gut gelungen ist. Das Buch ist spannend geschrieben und berhaupt nicht langatmig. Wer allerdings eine ewige Wiederholung des bekannten Musters der Wallander Krimis sucht, ist hier falsch ...
Mordfall wie zu alten Wallander-Zeiten, allerdings mit schwieriger politischer Message August 20, 2008 Was die politische zweite Hlfte dieses Buches betrifft, ging es mir wie den meisten Lesern, die hier bereits ihre Meinung kundgetan haben.
* Achtung - beinhaltet inhaltliche Details * Auch ich fragte mich, ob es Mankell darum gegangen ist, die Vorteile der maoistisch-alten Lebensweise speziell herauszustreichen - oder ob er eben genau diesen Konflikt zwischen dem "alten" und dem "modernen" China einfach aufzeigen wollte. Genauso wie andere Leser htte ich mir gewnscht, dass das moderne China nicht ausschlielich durch einen macht/geldgierigen Ya Ru vertreten wird, sondern beide Seiten ein wenig mehr im Gleichgewicht geschildert werden. So entsteht fr nicht-China-Interessierte der Eindruck, dass die marktwirtschaftlichen Einflsse ausschlielich negativ bzw. vielmehr noch: das alt-maoistische China hauptschlich positiv gewesen sei. * inhaltliche Details zu Ende *
Trotzdem muss ich hier festhalten, dass ich groe Freude beim Lesen dieses Buches hatte. Jedes Mal, wenn ich es weglegte, freute ich mich schon auf den Moment, an dem ich es weiterlesen wrde. Das passiert mir nicht so oft, vorallem hlt es bei mir nur selten an wenn ein Buch mehr als 500 Seiten besitzt.
Mir persnlich hat "Der Chinese" weitaus besser gefallen als "Kennedys Hirn" und ich fand auch die Rahmenhandlung rundherum wieder ganz wie zu alten Wallander-Zeiten. Spannender Mordfall mit einem Hauptcharakter beschrieben voller Einfhlsamkeit und sehr menschlich.
der chinese August 19, 2008 0 aus 2 fanden die folgende Rezension hilfreich
ber den Inhalt wurde genug geschrieben. Fr mich ist es das beste Mankell Buch berhaupt!
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