Geisterfahrer | 
vergrössern | Autor: Tom Liehr Urheber: Tom Liehr Verleger: Aufbau Tb
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Bewertung: 13 Rezensionen Verkaufsrang: 13394
Medium: Broschiert Ausgabe: 2., Aufl. Seiten: 330 Versandgewicht: 0.8 Maße (innen): 7.4 x 4.6 x 1
ISBN: 3746623820 EAN: 9783746623825 ASIN: 3746623820
Publikation: Januar 2008 Verfügbarkeit: Gewoehnlich versandfertig bei Amazon in 24 Stunden
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| Kundenrezensionen: Gelesen 8 mehr Rezensionen...
Hervorragend! Dezember 1, 2008 boerdt (wiesbaden) Tom Liehr - Geisterfahrer Mit gemischten Gefuehlen bestellt ich dieses Buch nach diversen Fehlkaeufen wie Fleisch ist mein Gemuese oder Vollidiot. Auf dem Standpunkt, dass wohl jeder der in der Lage ist eine noch so schlechte Geschichte auf mehr als 100 Seiten zu bringen, diese auch veroeffentlicht bekommt, gab ich die Hoffnung auf die neue Generation deutscher Schriftsteller schon auf. Bis zu diesem Buch. Geisterfahrer ist witzig, schockierend, schwermuetig und Liehr ein guter Beobachter. Er muss es sein, da keine der Figuren gekuenstelt, blass oder zweidimensional wirken. Alle Akteure sind Mensche die man treffen koennte und einige solche, die man treffen moechte oder gar kennt. Ich konnte mit Tim Koehrey mitfuehlen von der ersten bis zur letzten Seite. Der Hauptdarsteller ist ein so normaler Mensch, dass es schwerfaellt zu glauben, aus diesem Leben ein ganzes Buch zu machen, und doch gelingt es Liehr den Leser von der ersten bis zur letzten Seite an dieses zu fesseln. Ein Buch das einen noch lange nachdem man es geschlossen hat beschaeftigt.
Mein erstes Buch von Tom Liehr. Und bestimmt nicht das letzte. August 21, 2008 Jens Heinrich 3 aus 3 fanden die folgende Rezension hilfreich
Nachdem ich lange genug auf ein neues Buch von Tommy Jaud gewartet habe bin ich durch "andere Kunden kauften auch" auf Geisterfahrer gestossen. Und ich muss sagen: Grandios. Toller Schreibstil, fesselnde Geschichte. Bestimmt nicht mein letztes Buch von Tom Liehr!
Ganz nett, aber keine fuenf Punkte Juli 28, 2008 Hendrik Tuerke 3 aus 7 fanden die folgende Rezension hilfreich
Den uebrigen Lobesarien kann ich mich leider nicht anschliessen. Das Buch hat eine ganz nette Story, gerade der Anfang ist sehr fluessig und stimmig erzaehlt. Ab Teil zwei kippt das Ganze jedoch, die Ereignisse werden abstruser und unrealistischer (z. B. bester Freund ever soll Angebetete vergewaltigt haben, das reicht aus, um nie wieder ein Wort mit ihm zu wechseln?) Auch das ewig auftauchende Muster, dass der Hauptdarsteller ploetzlich von jeder Frau, die ihm ueber den Weg laeuft, flachgelegt wird, zieht irgendwann nicht mehr. Die einzige wirkliche Botschaft des Buches (Das Leben kommt immer von vorn) ist auch kein eigenstaendiger Ansatz des Autors, sondern wurde von Herbert Groenemeyer "ausgeliehen". Alles in allem nette Unterhaltungsliteratur aber auch nicht mehr..
Ein tolles Buch - mit ganz kleinen Abstrichen Mai 25, 2008 M. Schmidt (Berlin) 3 aus 3 fanden die folgende Rezension hilfreich
Mit seinem vierten Roman hat es sich Tom Liehr endgueltig in seinem Metier gemuetlich gemacht. Er ist bewusster strukturiert und sorgfaeltiger geschrieben als "Idiotentest": manchmal etwas zu sorgfaeltig, wenn eine Metapher unbedingt her muss, auch wenn sie vielleicht ein bisschen muede wirkt. Das lenkt aber kaum von dem immer noch wilden und unerhoert flapsigen Stil ab, der selten zum Lachen, dafuer umso oefter zum schmunzelnden Nicken anregt. Die groesste Staerke liegt mit Sicherheit in den wundervoll lebendigen Charakteren, die einem ganz unaufdringlich naeher kommen, wie alte Freunde; und wenn nach rund 100 entspannt ziellosen Seiten eroeffnet wird, in welche Richtung die Geschichte sich nun eigentlich bewegen wird, registriert man verdutzt, wie lieb man selbst die kaum angerissenen Nebenfiguren gewonnen hat. In Wirklich gibt es sie aber gar nicht, die undeutlichen Nebenfiguren, denn bis das Buch vorbei ist, werden noch viele Hintergruende ausgeleuchtet und wird immer wieder auf die fruehen Erlebnisse zurueck gekommen. Das ist leider auch die groesste Schwaeche: So befriedigend es auch ist, jeden Lebenslauf sauber abgeschlossen zu sehen, entsteht hier doch viel mehr als bei den Entwuerfen der Charakterzuege der Eindruck einer geordneten Komposition waehrend der reine Schreibstil locker hingeworfen erscheint, zeigt sich in der Struktur eine Ordentlichkeit, die mitunter zur buerokratischen Abarbeitung verkommt. Der Lesefreude tut das alles ueberhaupt keinen Abbruch. Trotz der kleinen Einbrueche kann man durchgehend den Spass erkennen, den Tom Liehr beim Schreiben offensichtlich hatte, und es bleibt gar keine Wahl, als sich anstecken und mitreissen zu lassen. Zum Ende kommt dabei ein derartiger Fahrtwind auf, dass man es eigentlich gleich noch einmal lesen koennte. Tom hat gesagt, dass dies wahrscheinlich sein letzter Roman dieser Machart sein wird. Das ist sehr schade aber was soll jetzt auch noch kommen? Es bleibt nur zu hoffen, dass er sich in seinen zukuenftigen Gefilden genauso souveraen bewegt.
Auf der Flucht April 10, 2008 H. P. Roentgen 6 aus 6 fanden die folgende Rezension hilfreich
Tim Koehrey ist sechs, als seine Eltern bei einem Autounfall sterben. Er kommt in eine Pflegefamilie, die ihn aufnehmen, weil sie das Pflegegeld brauchen. Auf dem Gymnasium befreundet er sich mit dem dicken - genauer gesagt: fetten - Kuhle. Tims Vater hat ihm wenig vermacht, aber unter dem wenigen befindet sich ein primitives, selbstgebasteltes Mischpult und eine grosse Plattensammlung. Mit deren Hilfe koennen die beiden Jungen Tapes aufnehmen und mischen, eine Taetigkeit, die sie bald perfekt beherrschen und die ihnen auf Partys Anerkennung verschafft. Leider knutscht die Freundin mit einem anderen und Kuhle versucht, ein Maedchen zu vergewaltigen. Tim laesst alles stehen und liegen, geht auf ein anderes Gymnasium und will Freundin wie Freund nie mehr sehen. Wieder einmal schildert Liehr die Achtziger Jahre, wieder einmal Berlin und Musik und jemand, der davonlaeuft. Klingt das, als ob es nur ein Remake von "Radio Nights" und "Idiotentest" ist? Es klingt so. Aber ist nicht so. Weil Tom Liehr jedes Mal einen anderen Mann schildert, weil die Geschichten dann doch anders verlaufen, trotz des gemeinsamen Themas im Hintergrund und weil er so rasant erzaehlt, das man das Buch nicht mehr weglegen will. Diesmal ist auch der Erzaehlstil ein ganz anderer. Nicht mehr die coole Sprache, der Witz, der den Leser auch ueber traurige Szenen lachen laesst. Dieses Buch erzaehlt sehr viel ernster, dramatischer. Verpasste Chancen, kleine und grosse Fluchten, die Mauern, die man selbst errichtet und dann als unverrueckbar begreift und das Leben, das laengst nicht so spannend und cool wird, wie man sich das mit zwanzig ertraeumt hatte. Wieder ein echter Tom Liehr und doch kein Remake, sondern ein Buch, dass einen nicht mehr loslaesst. (C) Hans Peter Roentgen
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