Die Welle: Bericht ueber einen Unterrichtsversuch, der zu weit ging | 
vergrössern | Autor: Morton Rhue Urheber: Morton Rhue, Hans-georg Noack Verleger: Ravensburger Buchverlag
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Bewertung: 204 Rezensionen Verkaufsrang: 280
Medium: Taschenbuch Ausgabe: Neuauflage. Seiten: 186 Alter: 13 - 15 years Versandgewicht: 0.4 Maße (innen): 7 x 4.8 x 0.8
ISBN: 3473580082 EAN: 9783473580088 ASIN: 3473580082
Publikation: November 1, 2008 Verfügbarkeit: Versandfertig in 1 - 2 Werktagen Zustand: lesespuren einband
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| Redaktionelle Rezensionen:
Aus der Amazon.de-Redaktion Waere Die Welle ein Roman, man koennte den Inhalt des Buchs kaum glauben. Aber so (oder doch zumindest aehnlich) ist es wirklich passiert, in der Klasse des Lehrers Ron Jones in den USA -- einer Klasse an einer Schule also, die sich so weit weg waehnte vom deutschen Nazi-Terror, und die dann doch auf schmerzliche Weise am eigenen Leib erfahren musste, dass die Regeln des Faschismus auch heute noch funktionieren und dass es jeden treffen kann. In Die Welle beginnt alles mit einem Film ueber den Holocaust. Der junge Lehrer Ben Ross zeigt den Schuelern der Gordon High School Bilder von ausgermergelten Juden im Konzentrationslager. Alle sind angewidert und entsetzt, aber eine Gruppe um Laurie Saunders von der Schuelerzeitung "Die Ente" kann und will nicht glauben, dass Menschen zu derlei Grausamkeiten ueberhaupt faehig sind. Um sie und andere zu ueberzeugen, startet Ross ein Experiment, dass auf fast unbemerkte Art und Weise Methoden der Diktatur installiert. Und ploetzlich zerfaellt der Klassenverbund in Opfer und Taeter -- bis die Situation auf schreckliche Weise eskaliert. Inzwischen gehoert Die Welle des 55-jaehrigen Autors Morton Rhue (Ich knall euch ab!, Asphalt Tribe) zum Kanon auch an deutschen Schulen. Und das ist gut so. Denn das Buch raeumt mit dem weit verbreiteten Vorurteil auf, dass der Nationalsozialismus ein historisches Phaenomen war, das nicht wiederkommen kann. "Wie kann man Millionen von Menschen abschlachten, ohne dass jemand etwas davon weiss?" Auch wenn Die Welle Fragen wie diese nicht beantworten kann, so wirft der Roman sie doch auf. Umso wichtiger ist seine Lektuere. --Isa Gerck
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| Kundenrezensionen: Gelesen 199 mehr Rezensionen...
Ein muss fuer alt und jung September 16, 2008 Seehasen Dieses Buch muss man gelesen haben oder (fuer die lesefaulen) zumindest den guten deutschen Film mit Juergen Vogel gesehen haben. Lehrreich, interessant und eine Warnung an jeden Menschen auf dieser Erde. Weil dieses Buch "ein muss fuer alt und jung" ist gibt es natuerlich 5 Sterne von uns.
Hatte mir mehr erhofft Juli 14, 2008 M. Dressler (Heidenau, Sachsen) Nachdem alle dieses Buch in den Himmel gelobt haben, hatte ich doch einige Erwartungen. Es ist nicht schlecht, allerdings doch eher ein Standartwerk auf einfachem Leseniveau. Es haette meiner Meinung nach tiefer gehen koennen. Ich habe es gelesen, kann mitreden, wuerde es aber nicht unbedingt empfehlen.
Das Buch macht einiges klarer Juli 14, 2008 tetaro Bei "Die Welle" handelt es sich um die literarische Aufarbeitung eines Unterrichtsversuchs, der in aehnlicher Form tatsaechlich stattgefunden hat. Ein Lehrer versucht seinen Schuelern, die Entstehung des Faschismus zu zu veranschaulichen, indem er zunaechst lediglich Strukturen von Disziplin und Gemeinschaft erzeugt, die die Schueler begeistern, im weiteren Voranschreiten jedoch zu fuer den Faschismus typischen Ausschreitungen fuehren (Uebergriffe auf andere in Wort und Tat). Beunruhigend - und auch ueberraschend fuer den Lehrer - ist, dass das Experiment eine erhebliche Eigendynamik entwickelt, und nur schwer abzubrechen ist. Hierdurch wird den Schuelern und den Lesern deutlich gemacht, dass prinzipiell jeder fuer entsprechende Denkweisen anfaellig ist. Das Buch ist in einfacher und verstaendlicher Sprache geschrieben und kann schnell durchgelesen weren. Was positiv hervorzuheben ist, ist, dass eindringlich verdeutlicht wird, dass Strukturen von Faschismus und Nationalsozialismus keine historisch einmaligen Vorgaenge sind, die womoeglich dem Geist eines einzelnen Psychopathen entsprungen sind, sondern dynamische Entwicklungen, die beim Vorliegen von gewissen Voraussetzungen "zuenden" koennen. Hieraus ist die Aufforderung fortwaehrender Aufmerksamkeit abzuleiten, solche Entwicklungen vorauszusehen und ihnen bei gegebenem Anlass fruehzeitig entgegenzutreten. Was das Buch allerdings nicht leisten kann, ist, auf Besonderheiten des deutschen Nationalsozialismus einzugehen. Beschraenkt sich die Entwicklung im Buch auf die Schritte: Disziplin - Gruendung einer "Bewegung" - Rekrutierung Aussenstehnder mit "Druck" - Ausgrenzung und Bekaempung nicht rekrutierbarer Personen; so war die Besonderheit in Deutschland ein ausgepraegter Rassismus, der grosse Volksgruppen a priori zu "Feinden" erklaert hat und sie von der Einbeziehung in das System ausgeschlossen hat. In der Folge beschaeftigte sich der deutsche Faschismus groesstenteils mit der Bekaempfung dieser "Feinde", ohne ueberhaupt den Versuch zu unternehmen, diese in das System zu integrieren, woraus sich noch ein erheblich groesseres Gewaltpotenzial ergab, als es durch diesen Versuch angedeutet wird. Ob diese Eigenschaft des deutschen Faschismus mit dem Experiment erfasst werden kann, ist fuer mich fraglich. Um diesen Punkt zu klaeren, muesste man noch die Entwicklung des Rassismus beleuchten und noch weiter in die gesellschaftlichen Voraussetzungen einsteigen. Es soll aber nicht unerwaehnt bleiben, dass auch andere System aehnliche Ausgrenzungen unter anderer Nomenklatur betrieben haben, z.B. galten im Kommunismus bestimmte Klassen ebenso von vornherein als feindlich. Der zweite Punkt, der etwas ungeklaert bleibt, ist die Beleuchtung der Frage, ob das Experiment schon ganz am Anfang Faschismus erzeugt hat, oder ob es einen Punkt gegeben hat, an dem die zunaechst positiv empfundene Hinwendung zu Disziplin und Gemeinschaft "abgeglitten" ist. Man koennte aus dem Geschilderten entnehmen, dass bereits die Praktizierung von Disziplin und Gemeinschaft eine Form von Faschismus ist, und moeglicherweise tut man diesen im Prinzip positiven Haltungen unrecht, wenn man ein spaeteres "Umschlagen" solcher Verhaltensweisen in Gewalttaetigkeiten als unausweichlich begreift. Allerdings kann man solche weitreichenderen Untersuchungen in der Kuerze dieser Seiten nicht erwarten. Im Rahmen der Moeglichkeiten beleuchtet das Buch wesentliche Punkte und ist aeusserst hilfreich im Erzeugen von Aufmerksamkeit, weshalb es auch fuenf Sterne verdient hat.
Nicht schlecht!Interessantes Thema! Juli 1, 2008 Guido Falkenau Also ich fand das Thema sehr interessant und das Buch an sich ist so kein schlechtes. Warum dann nur 3 Sterne? Ganz einfach: Ich persoenlich hab mir mehr davon erhoft. Mehr Tiefgang und mehr Behandlung des "Kernthemas". Ich finde eine so schnelle Abhandlung des Themas nicht passend und ich persoenlich finde das man am Ende doch nicht ganz aufgeklaert ist. Irgendwie fragt man sich "wars das jetzt?"! Aber wie gesagt das ist meine persoenliche Meinung. Trotzdem kein schlechtes Buch.
Einfach genial Juni 20, 2008 rheingold Nachdem ich vor vielen Jahren die amerikanische Version des Films gesehen habe, musste ich mir das Buch sofort zulegen. Die Geschichte ist so realistisch dargestellt, dass ich das Gefuehl bekam, so etwas kann wirklich jederzeit wieder passieren. Ich kann dieses Werk nur jedem Jugendlichen empfehlen, denn vielleicht gelingt es ja, unseren Kindern zu veranschaulichen, wie und warum unsere Geschichte so verlief.
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