Das Maigloeckchen-Phaenomen: Alles ueber das Riechen und wie es unser Leben bestimmt | 
vergrössern | Autoren: Hanns Hatt, Regine Dee Urheber: Hanns Hatt, Regine Dee Verleger: Piper
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Bewertung: 2 Rezensionen Verkaufsrang: 4518
Medium: Gebundene Ausgabe Ausgabe: 2 Seiten: 300 Versandgewicht: 1.1 Maße (innen): 8.3 x 5.2 x 1.3
ISBN: 349205224X EAN: 9783492052245 ASIN: 349205224X
Publikation: November 2008 Verfügbarkeit: Gewoehnlich versandfertig bei Amazon in 24 Stunden
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Wie das Riechen unser Leben bestimmt November 2, 2008 Gunter Menge (Hamburg) 5 aus 5 fanden die folgende Rezension hilfreich
Das Riechen ist der aelteste der menschlichen Sinne und steuert unser Leben massgeblich. Irgendwie geahnt haben wir das schon immer, verfuegen wir doch dank unseres Geruchssinns ueber eine einmalige Datenbank mit Dueften und Geruechen, die seit der fruehesten Kindheit abgespeichert werden und deren meist unbewusste Interpretationen uns durchs Leben geleiten. Fuer mich zum Beispiel beginnt jeder Besuch auf der Insel Sylt mit dem unverwechselbaren inseltypischen Duftcocktail, den Nordsee, Sandstrand, Watt sowie Duenen- und Heidelandschaft produzieren. Einmal tief durchgeatmet, erscheinen lang vergessene Kindheitserinnerungen wieder und werden vertraute Gefuehle und Stimmungen geweckt, als laegen sie erst weinige Tage zurueck. Wie das funktioniert und warum der Geruchssinn unser Dasein nachhaltig bestimmt, das beschreiben der international renommierte Zellphysiologe Hanns Hatt und die Hamburger Journalistin Regine Dee in ihrem kuerzlich im Piper Verlag erschienenen Buch "Das Maigloeckchen-Phaenomen", das nicht nur sehr informativ in den aktuellen Stand der molekular- und zellbiologischen Riechforschung einfuehrt, sondern nebenbei auch spannende Bruecken zu diversen anderen Wissensgebieten schlaegt. Dabei belegen die Autoren eindrucksvoll, dass sich fachliche Tiefe und hoechst unterhaltsame Lektuere anregend verbinden lassen. Das Buch ist dabei auch fuer Nicht-Fachleute durchweg gut lesbar, da zwar auf den sonst ueblichen Anmerkungsapparat zu Recht verzichtet wurde, das sorgfaeltig zusammengestellte Literaturverzeichnis im Anhang jedoch die Forschungslage exakt und anregend dokumentiert. Ausgehend von Hans Hatts eigenen Forschungsergebnissen an der Bochumer Ruhruniversitaet werden faszinierende Fenster in andere Wissensgebiete geoeffnet. Wir erkennen, wie beispielhaft interdisziplinaer und vernetzt das Forscherteam um Hatt arbeitet, wenn Fragen aus den Bereichen Wirtschaft, Medizin, Psychologie, Technik und Gesellschaft aufgeworfen werden. Im Abschlusskapitel Der richtige Riecher fuer die Zukunft stellen die Autoren zum Beispiel dar, wie der Geruchssinn und das genauere Wissen ueber seine physiologischen Zusammenhaenge uns neue Anwendungsgebiete in der Sensorik und Bionik eroeffnen. Insbesondere das wachsende Wissen ueber die biochemische Wirkung von Dueften duerfte den Menschen in immer zahlreicheren Lebensbereichen mit der technischen Nutzung des Geruchssinns konfrontieren. Dies steht dann auch in einem gewissen Kontrast zum Kapitel Liebesgefluester auf Chemisch, in dem wir uns Menschen leicht Augen zwinkernd als geruchsgesteuerte, mitunter blind verliebte Individuen wiederfinden, die ohne den zarten Duft von Maigloeckchen wohl schon laengst ausgestorben waeren, wuerde unser Geruchssinn nicht so oft ueber jede Vernunft triumphieren. Im Kapitel Die geheimen Verfuehrer zeigen die Autoren, wie auch Industrie und Handel uns mit ausgekluegelten Aromen zum Kauf bestimmter Produkte verleiten. Das vielseitige Buch wird abgerundet durch acht Seiten mit sorgfaeltig ausgewaehlten und den Text sinnvoll illustrierenden farbigen Abbildungen. Vielleicht haette man sich noch einige weitere Abbildungen aus dem Elektronenmikroskop bei einzelnen Kapiteln gewuenscht, doch stoert dies keinesfalls den Lesegenuss, denn sehen koennen wir die beschriebenen Duefte ohnehin nicht, wir rufen sie vielmehr beim Lesen aus unserem Gedaechtnis ab. So wie wenn man nach der Ankunft auf Sylt die Fenster im Autozug herunterdreht und tief durchatmet. Fazit: Ein sehr empfehlenswertes Buch, gleichermassen amuesant und informativ zu lesen.
Standardwerk mit Unterhaltungsfaktor September 19, 2008 Marion Schmidtke (Koeln) 21 aus 21 fanden die folgende Rezension hilfreich
Wie funktioniert das Riechen? Warum riechen wir manche Menschen gern und warum stinken uns andere? Welche Duft-Botschaften sende ich selbst aus? Dieses Buch beantwortet umfassend alle Fragen zum Thema Riechen. Die wissenschaftlichen Fakten, die zum Teil auf eigenen Forschungen des Autors beruhen, werden verstaendlich geschildert. Ausserdem machen viele interessante und witzige Geschichten das Buch sehr gut lesbar. Im Kapitel Liebesgefluester auf Chemisch" wird zum Beispiel der Frage nachgegangen, ob Menschen - wie Tiere - Lockstoffe fuer die Liebe besitzen und welchen Einfluss Koerpergerueche haben. Geschildert wird auch, wie man Duefte einsetzen kann, um einen bestimmten Eindruck auf andere Menschen zu machen. Oder im Kapitel Die geheimen Verfuehrer" welchen Duft-Manipulationen wir taeglich begegnen: z. B. der kuenstlichen Beduftung von Handtaschen, Supermaerkten oder Autos, die uns zum Kauf der Produkte verfuehren soll. Alles Geschmackssache" handelt vom Scharfmacher-Nerv Trigeminus und den Aromen im Essen, die ja auch von der Nase wahrgenommen werden, ein anderes Kapitel beschreibt, welche Krankheiten man am Geruch erkennt und welche Gerueche krank machen. Besonders eindrucksvoll fand ich auch, was Menschen berichten, die ganz ohne Geruchssinn leben muessen, ohne Fruehlingsduefte oder den Geschmack eines tollen Essens. Dabei wird einem erst klar, wie wichtig die Nase ist, um das Leben zu geniessen. Am Ende gibt es noch einen Riechtest, der Aufschluss gibt, wie gut man selber riechen kann. Also insgesamt: ein informatives Sachbuch mit erstaunlich hohem Unterhaltungswert
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