Black Robe - Am Fluss der Irokesen | 
vergrössern | Regie: Bruce Beresford Schauspieler: Lothaire Bluteau, Aden Young, Sandrine Holt Studio: Concorde Video
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Bewertung: 7 Rezensionen Verkaufsrang: 2287
Format: Hifi Sound, Pal Sprachen: Englisch (Original Language), Latein (Original Language) Bewertung: Freigegeben ab 12 Jahren Medium: Videokassette Laufzeit: 97 Minuten
EAN: 4010324080028 ASIN: B00004RNWX
Freigabe-Datum: Oktober 4, 1991 Veröffentlichung: November 1, 1993 Verfügbarkeit: Versandfertig in 1 - 2 Werktagen Versand: Internationaler Versand möglich Zustand: gebrauchte Videokasette in gutem Zustand, schneller Versand ...
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| Kundenrezensionen: Gelesen 2 mehr Rezensionen...
Der Raum vor dem Bildschirm Januar 16, 2007 Stephan Bueschel (Klempenow) 7 aus 9 fanden die folgende Rezension hilfreich
"Black Robe" habe ich im Fruehjahr 1999 gesehen, in Yellowknife, knapp 62 n.B. zusammen mit einer Handvoll Chippewyans. Wir sassen in Dianas Wohnzimmer, assen Cookies und redeten, dann schob jemand den Fernseher zurecht und die Kassette in den Recorder. Es war nicht verabredet, dass wir einen Film sehen wuerden, das hatte sich irgendwie so ergeben. Ich war dort, um eine Expedition vorzubereiten, die vom Grossen Sklavensee hoch zur Wasserscheide und dann den Thelon hinunter durch die Barren Grounds bis zu Hudson Bay fuehren sollte; ich denke, dass wir uns mochten. Die Maenner und Diana waren alle ungefaehr in meinem Alter. Alle (ausser mir) waren getauft, katholisch. Alle hatten Namen, die ihnen nicht ihre Muetter, sondern Katholische Missionare gegeben hatten. Alle waren als Kinder aus ihren Familien gerissen worden und in Internatsschulen aufgewachsen. Felix, Chief der athabaskischen Staemme rund um den Sklavensee, haderte immer noch mit seinen Eltern, die ihn "hergegeben" hatten. In Felix Siedlung lebten Maenner, die aus ihren Familien heraus in Missionsschulen gesperrt wurden, Geschwister nach Geschlecht getrennt, eingezaeunt, und wenn die Brueder in ihrer Stammessprache miteinander geredet haben, wurden sie geschlagen, weil sie schneller Englisch lernen sollten. "Black Robe" ist einer der beiden Filme, die man sich mit natives zusammen anschauen kann, ohne in Peinlichkeit zu versinken.
Culture-Clash par excellence! August 16, 2006 Sebastian Fugenzi 11 aus 11 fanden die folgende Rezension hilfreich
Dieser Film ist ein kleines Meisterwerk - auch wenn ich lange gebraucht habe, um das zu verstehen. Das liegt mit Sicherheit auch daran, dass seine Erzaehlstrukturen - die Handlung und ihre Aufloesung - die klassischen Muster der Filme verlassen, die wir heutzutage gewohnt sind. Was mich jedoch bereits beim ersten Anschauen gefesselt hat, ist die die ungeheure Bildsprache, die Beresford zusammen mit der Musik von Georges Delerue zu einem cineastischen Erlebnis zusammenfasst. Ein franzoesischer Priester geht zusammen mit einem Gehilfen und einem Indianerstamm tief in die Waelder der neu entdeckten "Neuen Welt", um dort eine Mission aufzusuchen, die vor Jahren gegruendet wurde und von der man seither nichts mehr gehoert hat. Wer erwartet, dass sich am Ziel der Reise Antworten auftun und Konflikte aufloesen, der wartet vergeblich. Die Reise ist die Antwort. Das Reise dieser Menschen, deren Herkunft und Weltanschauung unterschiedlicher nicht sein koennte, entblaettert mit jeder Szene Antwort um Antwort auf die Frage, warum die Ankuft der Europaeer der indigenen Ur-Kultur Amerikas den Untergang bringen musste. Die Schluss-Szene, in der der Priester / Daemon / Schwarzrock den an Cholera erkrankten Indianern das Sakrament der Taufe anbietet, indem er ihnen die Frage, ob er sie liebe, rueckhaltlos mit "Ja!" beantwortet und die dann uebergangslos in den Schlusssatz muendet, dass die christianisierten Indianerstaemme alle samt und sonders von ihren Rivalen ausgerottet wurden, woraufhin die Missionare ihre Stationen in den Waeldern Nordamerikas aufgaben, gehoert fuer mich zu den tragischsten, ergreifendsten Momenten der Kinogeschichte. Die englische Subline zum Film lautete: "Forget Dances with Wolves - THIS is the real thing." Verdammt richtig.
Der Film muss auf DVD kommen August 29, 2005 Rami (Muenchen) 30 aus 30 fanden die folgende Rezension hilfreich
Dieser Film aus dem Jahre 1991, ist in vielen Punkten ein absolutes Ausnahmewerk und steht von seiner Art und Thematik ganz alleine in der grossen Film-Landschaft da. Dieser Film ist wohl wirklich einer der wenigen die sich als INDIANER-FILM bezeichnen koennen. Hier werden die Indianer alle von echten Indianern gespielt und nicht etwa von Italienern oder Jugoslawen, auch sind die Kleidungen, die Kanus, die Traditionen, die Sprache, die Kultur, das Essen und vieles mehr so original getreu wie fast nirgends wo dargestellt worden. Die Geschichte ist hart, realistisch, nuechtern und sehr traurig. Die Bildgewalt ist einfach atemberaubend und laesst einen den Film einfach oft nur noch mit offener Kinnlade anschauen. Die Botschaft des Films ist eindeutig, einfach aber zugleich sehr tiefsinnig. Das absolute nicht Verstehen der Europaeer gegenueber einen Naturvolk wird hier sehr gut rueber gebracht. Die Schauspieler sind alle sehr ueberzeugend und tragen sehr stark zu der intensiven Atmosphaere des Films bei. Ich warte nun haenderingend auf eine deutsche DVD-Veroeffentlichung eines so wertvollen Filmes.
Auf jeden Fall besser Januar 3, 2005 Georg Priessnitz (Wien) 8 aus 8 fanden die folgende Rezension hilfreich
Der Film hat sicher Schwaechen, ist aber trotzdem unvergleichlich besser als Produkte der US amerikanischen Filmindustrie ueber denselben Themenkreis in der Art von "Der mit dem Wolf tanzt", "der letzte Mohikaner" oder "Geronimo". Das man z.B das platte Mainstream Epos "Der mit dem Wolf tanzt, problemlos auf DVD bekommt, "Black Robe" aber nur in einer VHS Version ist traurig.
Ein Meisterwerk. Duester und kalt. Juni 7, 2004 S. Klein 22 aus 22 fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Trauerspiel, dass es dieses Werk nicht auf DVD gibt, denn es haette mehr als eine altertuemliche VHS verdient. Insbesondere die Pracht der kanadischen Natur und der wunderbar sakrale Soundtrack (sehr zu empfehlen, komponiert von Georges Delerue) koennen gar nicht kristallklar genug genossen werden. Die Handlung ist ja bekannt... und traurig genug. Die Waerme der Indianer untereinander und die Liebe des schoenen Daniel zur schoenen Haeuptlingstochter sind wie ein einsamer Leuchtturm in der Finsternis des christlichen Missionierungswahns und der unwirtlichen Umgebung. Es froestelt einen beim Zusehen und je laenger man zusieht, desto mehr schaemt man sich fuer die Kirche. Am Ende weiss man nicht zu unterscheiden welche Brutalitaet grausamer ist: die Barbarei der Irokesen, die ihr Land verteidigen oder die Anmassung Roms allen Ernstes zu wissen, was diese Menschen gefaelligst glauben sollen. Ratlosigkeit und Trauer stellt sich ein. Am Ende greift der Schwarzrock zum letzten Mittel, um verzweifelte Kranke im nirgendwo zu taufen: dem versprechen falscher Hoffnungen, sie wuerden durch die Taufe gesunden. Dabei hat man das Gefuehl, der Priester weiss am Ende seiner Reise selber nicht mehr, an was er eigentlich noch glauben soll, so "von Gott verlassen" erscheint ihm das Land. Aber ist es das wirklich? Am Ende geht die Sonne im Schein eines einfachen Kreuzes auf. Oder geht sie unter? Es schneit wieder, ein wunderbarer Knabenchoral erklingt und es wird dunkel. Und man friert und ist ergriffen. Ein Meisterwerk.
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