Dieser Film ist eine Rueckschau auf das "goldene Jahrzehnt" des Boxens - die 70er - als fuenf sehr unterschiedliche, doch annaehernd gleichwertige Boxer (Frazier, Foreman, Ali, Norton und Holmes) die Weltmeisterschaftskaempfe unter sich ausmachten. Das "Zuckerl" des Films ist ein Zusammentreffen der Fuenf Anfang der Neunziger (mit Reggie Jackson), um ueber die Kaempfe zu diskutieren. Erzaehlt wird die Karriere jedes einzelnen aus seiner jeweiligen Perspektive, wobei Ali eine Sonderstellung einnimmt, da er wie kein anderer das Boxen ueber knapp zwei Jahrzehnte dominierte. Die einzelnen Kaempfe werden von den Beteiligten aus der Rueckschau kommentiert, wobei die (jeweils) uebrigen drei sich ebenfalls ins Gespraech einschalten. Der Film raeumt mit einigen Vorurteilen auf (etwa, dass Frazier Foreman 1973 unterschaetzt habe oder Norton Ali nicht ausstehen koenne usw.), praesentiert die Hauptkaempfe jener Zeit in laengeren Ausschnitten und traegt zum besseren Verstaendnis der einzelnen Persoenlichkeiten bei. Man sollte allerdings die Einzelkaempfe bereits gesehen haben, um den Film besser geniessen zu koennen.
In den Kampfausschnitten streckenweise mit schnulziger Popmusik unterlegt, lebt der Film vom Humor der Beteiligten - allen voran Ali - und der Wandlung der Boxer zu reifen, zum Teil bereits aelteren Herren, die das Ganze in aller Gelassenheit noch einmal an sich vorueberziehen lassen.
Foreman sticht ein wenig durch die Tatsache heraus, dass er von allen der geistig wacheste scheint und sich am gewandtesten ausdrueckt; Frazier gewinnt durch seine Emotionalitaet und Liebenswuerdigkeit; Norton durch sein ausgewogenes Urteil; Ali durch seinen Witz - lediglich Holmes verspielt Sympathien durch praetentioese, ueberzogene Behauptungen.
Gedreht als ein Film fuer Eingeweihte, kann man ihn dennoch als guten Einstieg zu den vielleicht aufregendsten Jahren der Boxgeschichte empfehlen.