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Jenseits der Stille

Jenseits der Stille

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Regie: Caroline Link
Schauspieler: Tatjana Trieb, Sylvie Testud, Howie Seago
Studio: Touchstone

Kaufen Gebraucht: EUR 4,98



Neu (2) Gebraucht (15) Sammlerstück (2) ab EUR 4,98

Bewertung: 4.5 von 5 Sternen 29 Rezensionen
Verkaufsrang: 1052

Format: Dolby, Pal, Surround Sound, Widescreen
Sprachen: Englisch (Original Language), Deutsch (Original Language), Spanisch (Original Language)
Bewertung: Freigegeben ab 6 Jahren
Medium: Videokassette
Laufzeit: 108 Minuten

EAN: 4011846202219
ASIN: B00004RTMN

Freigabe-Datum: Juni 5, 1998
Verfügbarkeit: Versandfertig in 1 - 2 Werktagen
Zustand: ehem. Buechereiexemplar, Huelle mit Gebrauchsspuren, Kassette in gutem Zustand, Versand erfolgt umgehend in gut gepolstertem Umschlag!

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Redaktionelle Rezensionen:

Aus der Amazon.de-Redaktion
Wunderschoene, witzige und wunderbar beruehrende Coming-of-Age-Geschichte von Caroline Link, die fuer ihr Regiedebuet mit etlichen deutschen und bayerischen Filmpreisen ueberschuettet wurde. Erwachsen und selbstaendig wird darin Lara (Entdeckung Sylvie Testud, die auch in Caroline Links Nachfolgefilm, der modernen Adaption des Kaestner-Klassikers Puenktchen und Anton eine wichtige Rolle spielt), die als Tochter gehoerloser Eltern nicht so schnell von ihnen losgelassen wird. Als Kind uebersetzt sie alte Liebesmelodramen im Fernsehen fuer die Mutter in Gebaerdensprache und nutzt ihre Uebersetzerfunktion schon mal beim Elterntag in der Schule zu ihren Gunsten aus. Als sie aelter wird, beginnt sie sich fuers Klarinettenspiel zu interessieren. Ihr Vorbild ist Clarissa (Sibylle Canonica, die sonst in den Muenchner Kammerspielen auf der Buehne steht), die Berufsmusikerin ist und von ihrem Mann (TV-Veteran Matthias Habich in einer praegnanten Nebenrolle) getrennt lebt. Doch Laras Vater, der keinen Sinn fuer die Welt der Musik hat, will ihr die Musikhochschule verbieten. Lara muss sich entscheiden, ob sie ihren eigenen Weg gehen will.

In wunderschoenen, poetischen Bildern (Kamera von Profi Gernot Roll), z.B. Schneefall vor den Fenstern oder ein Tanz auf dem Eis, erzaehlt Kinoregiedebuetantin Link ihre ergreifende Geschichte ohne die Behinderten-Thematik kitschig-suesslich oder paedagogisch-engagiert auszuwalzen. Zur melancholisch-lebensfrohen Stimmung des Sleeperhits, der knapp zwei Mio. Menschen in die deutschen Kinos zog, bei Filmfestivals in Tokio und Chicago Preise gewann und sogar beim Oscar-Rennen mitmachen durfte, traegt massgeblich die Musik von Niki Reiser bei, der beim Score sowie bei Vorfuehrstuecken von Lara Klezmer-Musik einbaute. --Heike Angermaier


Kundenrezensionen:   Gelesen 24 mehr Rezensionen...

5 von 5 Sternen Schoenster Film ueberhaupt   August 21, 2008
Jane86
"Jenseits der Stille" ist ein wunderbar gefuehlvoller, nachdenklicher und gleichzeitig auch witziger Film, ohne dabei auf die Traenendruese zu druecken oder respektlos mit dem Thema umzugehen. Die Figuren sind so gut entworfen und schauspielerisch umgesetzt, dass man von Anfang an in die Geschichte und die Probleme der Figuren involviert ist. Ich habe den Film ungelogen bestimmt 50x angeschaut und er ruehrt mich jedes Mal wieder.
Beeindruckt von der Atmosphaere des Films habe ich sogar Klarinette gelernt :-) und alle, denen ich den Film gezeigt habe, waren begeistert.
Er ist mein absoluter Lieblingsfilm und ich empfehle jedem, den Film zu erstehen, bevor es ihn nicht mal mehr gebraucht zu kaufen gibt.



5 von 5 Sternen Der Zauber von Musik.   April 22, 2008
Lothar Hitzges (Schweich, Mosel, Germany)
1 aus 1 fanden die folgende Rezension hilfreich

Das Maedchen Lara lebt bei seinen gehoerlosen Eltern wohlbehuetet. Durch das Handikap ihrer Eltern wird Lara zu deren Dolmetschern zur Aussenwelt. Durch ihren Grossvater und ihre Tante Clarissa lernt Lara den Zauber der Musik kennen. Fortan uebt sie auf der Klarinette, die ihr Clarissa schenkte.

Lara bekommt noch ein Schwesterchen und die Jahre ziehen dahin. Als die Zeit gekommen ist, moechte Lara auf die Musikhochschule in die Grossstadt. Ihr Vater ist dagegen, aber Lara setzt sich durch. Sie lernt einen netten Gehoerlosenlehrer kennen. Da stirbt ihre Mutter und Lara muss sich erneut mit ihrem Vater auseinandersetzen.

Der Film erzaehlt mit leisen Toenen den Lebensabschnitt eines jungen Menschen mit ganz besonderen Eltern. Altklug und pfiffig geht die junge Lara mit der Aufgabe des Sprachrohrs fuer ihre Eltern um. Der Gegensatz, Leben ohne Musik und Liebe zur Musik, erzeugt eine filigrane Dramatik und wirkt wie ein duennes Seil auf dem die Protagonisten tanzen.



5 von 5 Sternen Diesseits der Herzenswaerme   April 14, 2008
KATHARINA KLAGES
2 aus 2 fanden die folgende Rezension hilfreich

Ein sensibles Maedchen waechst bei taubstummen Eltern auf. Das Maedchen Lara kann hoeren, und es ist die Bruecke fuer die Eltern zur Welt der Geraeusche. Lara verbringt Stunden ihres Lebens, um fuer die Mutter vor dem Fernseher Liebesfilme zu "dolmetschen". Lara uebersetzt auf Banken und bei Gespraechen mit der Lehrerin. Sie liebt ihre Eltern leidenschaftlich und schaemt sich, denn ihre Familie setzt Prioritaeten anders und holt sie schon mal aus dem Unterricht, weil Laras Dolmetscherqualitaeten wichtiger erscheinen als die schulischen Anforderungen.

Laras Tante ist Musikerin und das Idol des Kindes. Das Verhaeltnis zum Vater, dem Bruder, ist gespannt: Der Bruder hatte nie eine Beziehung zur Welt der Musik. Und die Schwester fuehlte sich vom taubstummen Bruder, dem die Liebe der Mutter gehoerte, erdrueckt. - Der Bruder litt zeitlebens unter der genialen Schwester und der Verachtung des musikbegeisterten Vaters...

Lara lernt entgegen des vaeterlichen Widerstandes Klarinette und entdeckt eine den Eltern fremde Welt. Die kleine, zum Glueck des Kindes HOeRENDE Schwester entlastes Lara in manchen Pflichten. Lara zieht zum Musikstudium nach Berlin.

Doch da verunglueckt die Mutter auf einer Radtour toedlich. Der Vater gibt Lara moralisch die Schuld daran: Die Mutter hatte seinerzeit nur wegen der Tochter das fuer Taube so gefaehrliche Radfahren erlernt...

Lara versucht, sich um den Vater zu kuemmern, da zu sein. Doch die Stille im Haus raubt ihr jeden Lebensverv. Ein junger Musiklehrer, ausgebildet an einer Gehoerlosenschule, fuehrt sie zur Lebensfreude zurueck, zum Wunsch nach Selbstverwirklichung. Ein Giora-Feidman-Konzert, eine Nacht voller Musik und Leidenschaft... Sie zerstreitet sich mit dem Vater und geht wieder nach Berlin, zur Musik...

Die kleine Schwester, wesentlich impulsiver und unbedarfter als Lara, leidet nicht nur, sondern handelt: Sie haut ab und faehrt zur Schwester. Irgendwie muessen doch Vater und Schwester wieder zu vereinen sein, wenn sie sich doch eigentlich so lieben...

Die Tante uebernimmt es, die kleine Marie wieder zurueck zu fahren. Im Auto sitzend, uebt sie erstmals die Taubstummensprache, um sich mit ihrem Bruder probeweise zu verstaendigen...

Und der Vater ueberwindet sich und faehrt tatsaechlich zur Aufnahmepruefung seiner grossen Tochter. Er akzeptiert, wenn auch schmerzlich, deren Entscheidung fuer den eigenen Weg, den der Klaenge und Toene...

Keiner ist hier der Buhmann. Jede Figur geht ihren Weg, erfaehrt, erleidet, erkennt. Und akzeptiert, letztendlich...

Einer der warmherzigsten, leisesten, leidenschaftlichsten Filme, die ich je gesehen habe...



5 von 5 Sternen Ein bezaubernder, brillanter Film   November 4, 2007
bigbug21 (Dresden)
Seit Jahren stand diese DVD in meinem Schrank, ohne sie gesehen zu haben. Gestern Abend schub ich das gute Stueck endlich in den Player und bereute 108 Minuten spaeter, dass die Scheibe so lange in meinem Schrank stand.

"Jenseits der Stille" ist ein einfuehlsamer, spannender, interessanter, gefuehlvoller Film und zweifellos eine Sternstunde des deutschen Films. Einmal mehr habe ich die Erfahrung gemacht, dass ein Film von Caroline Link immer einen Kauf wert ist, nachdem mich "Nirgendwo in Afrika" bereits sehr begeisterte. "Jenseits der Stille" hingegen beruehrte mich noch mehr -- mein neuer Lieblingsfilm.



5 von 5 Sternen besonders wertvoll!   August 30, 2007
Sillydog (Sachsen)
Der Film besticht durch seine klare Erzaehlweise, ohne viele Schnoerkel, ohne kitschig zu sein auch bei den traurigen Erlebnissen, die die junge Lara hat. "Wie hoeren sich Schneeflocken an" - fragt der gehoerlose Vater. Wie erklaert man das? Ganz besonders schoen war fuer mich auch die zarte Liebesgeschichte. Wie viel Einfuehlungsvermoegen der junge Mann hatte und wie viel da noch an Verstehen zwischen den Zeilen stand! Ich mag Klarinettenmusik sehr und hatte spaeter noch die Gelegenheit, ein Konzert mit Giora Feidman zu erleben, das genauso begann wie im Film gezeigt.
Jenseits der Stille wird mir immer unvergesslich bleiben!