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Faust

Faust

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Regie: Peter Gorski
Schauspieler: Will Quadflieg, Gustaf Gruendgens, Elisabeth Flickenschildt
Studio: Kinowelt Home Entertainment/DVD

Kaufen Neu: EUR 5,98



Neu (34) Gebraucht (3) Sammlerstück (1) ab EUR 5,38

Bewertung: 4.0 von 5 Sternen 31 Rezensionen
Verkaufsrang: 940

Format: Dolby, Hifi Sound, Pal
Sprache: Deutsch (Original Language)
Bewertung: Freigegeben ab 12 Jahren
Region: 2
Seitenverhältnis: 4:3
Laufzeit: 124 Minuten
Versandgewicht: 0.2
Maße (innen): 7.5 x 5.3 x 0.6

EAN: 4006680018744
ASIN: B00004RYRZ

Freigabe-Datum: 1960
Veröffentlichung: Oktober 1, 1999
Verfügbarkeit: Versandfertig in 1 - 2 Werktagen
Zustand: NEU & OVP, Sofort Lieferbar

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Redaktionelle Rezensionen:

Aus der Amazon.de-Redaktion
Die Geschichte ist bekannt: Der alternde Wissenschaftler Faust -- bei Gruendgens eher ein Atomphysiker als ein Quacksalber auf der Schwelle zur Aufklaerung -- ist verzweifelt auf der Suche nach Wissen und Erkenntnis -- ohne Erfolg. Um dieser Unwissenheit zu entkommen, wagt er das Aeusserste: Er verbuendet sich mit dem Teufel persoenlich. Mephisto -- erotisch und diabolisch zugleich, verkoerpert von Gustaf Gruendgens persoenlich -- bietet ihm zunaechst ewige Jugend, die Faust in vollen Zuegen geniesst, vor allem, um das reine Gretchen zu becircen und schliesslich, zu seinem vollen Entsetzen, ins Verderben zu stuerzen. Gruendgens Faust -- dargestellt von Buehnenstar Will Quadflieg -- ist ein entsetzlich leidender Sklave, der zwei Seelen in seiner Brust traegt, und verkoerpert damit von Anfang an einen direkten Gegenpol zu Mephisto, dem Verfuehrer aus der Unterwelt.

Es war Gruendgens Rolle seines Lebens: der Mephisto in Goethes Faust. Unzaehlige Male ueber drei Jahrzehnte hinweg war der umstrittene Schauspieler, Regisseur und Intendant Gustaf Gruendgens in die Rolle des Teufels persoenlich geschluepft. Drei Jahre vor seinem mysterioesen Tod in Manila hat er diesen charismatischen Mephisto gluecklicherweise der Nachwelt hinterlassen -- durch eine Verfilmung seiner legendaeren Faust-Inszenierung am Hamburger Schauspielhaus.

Sein damit beauftragter und voellig unerfahrener Adoptivsohn Peter Gorski versucht gezielt filmische Stilmittel (Wechsel der Perspektive und assoziative Zwischenschnitte) einzusetzen, um sich von einer reinen Abfilmung der Inszenierung zu loesen. Dies gelingt allerdings nur bedingt und wirkt eher etwas unbeholfen. Trotzdem ist Faust ein faszinierendes Filmwerk, das, dank der energiegeladenen Theater-Inszenierung Gustaf Gruendgens von der ersten Minute an fesselt. --Annette Link


Kundenrezensionen:   Gelesen 26 mehr Rezensionen...

4 von 5 Sternen Grossartig   April 19, 2008
Bonsai (Muensterland)
0 aus 1 fanden die folgende Rezension hilfreich

Ich habe Faust kuerzlich im Theater gesehen, und mir jetzt diese DVD angesehen.
Klassen besser als das was heute inszeniert wird.
Eine fantastische DVD



4 von 5 Sternen Mephistopheles: " Du bist am Ende - was du bist.   Februar 18, 2008
Helga Koenig
10 aus 13 fanden die folgende Rezension hilfreich

Setz dir Peruecken auf von Millionen Locken,
Setz deinen Fuss auf ellenhohe Soccen,
Du bleibst doch immer, was du bist !"(Zitat aus Goethe, Faust I)

Die Verfilmung der beruehmten Faust-Inszenierung des Hamburger Schauspielhauses mit Gustav Gruendgens als Mephisto und Will Quadflieg als Faust sah ich als junge Studentin 1976 in Marburg das erste Mal. 1999 sah ich Faust I und II an Goethes 250. Geburtstag in Weimar im dortigen Deutschen Nationaltheater ( sehr gut inszeniert) und gestern Nachmittag habe ich mir abermals die Inszenierung des Hamburger Schauspielhauses auf einer DVD, allerdings bequem auf der Couch liegend, angesehen. Dem Text konnte ich auf diese Weise am besten folgen. Die Buehnenbilder kamen auf der Kino- Leinwand und im Theater natuerlich viel intensiver zu Geltung.
Gleich vorweg: ich schreibe eine Rezension zum Film und nicht zu Goethes Tragoedie. Letzteres ueberlasse ich kundigeren Deutschlehrern, die , wie ich von meinen Weimaraufenthalten weiss, diesbezueglich Interpretationsvorrechte haben. Ob Goethe dies wohl gefallen haette? Eingeraeumt hat er sie ihnen meines Wissens nicht.
Worum es in des Dichters grossem Wurf geht, kann man in knappen Saetzen der Rueckseite der DVD-Huelle entnehmen : " Der Denker Faust hat zwar schon viele Wissenschaften studiert, doch die wahre Erkenntnis ist ihm bisher versagt geblieben.
Der teuflische Mephisto wittert seine Chance, den grossen Dr. Faust zu verfuehren und schliesst mit ihm einen Pakt. Er erfuellt Faust so lange alle geistigen und sinnlichen Wuensche, bis dieser die absolute Erfuellung erlebt. Dafuer gehoert Faust Seele dem Teufel!"
Diese Zusammenfassung moechte ich nicht kritisieren. Man kann sie durchaus so stehen lassen. Die intellektuellen Hoehenfluege werden dem aufmerksamen Zuhoerer im gesprochenen Text gewiss nicht entgehen, auch wenn er diesen zuvor nicht gelesen hat.
Quadflieg spielt den Faust ueberzeugend, zumindest den introvertierten, reflektierenden Faust. Als Liebhaber von Gretchen wirkt Quadflieg etwas steif. Man kauft ihm die innere Glut nicht ab. Ich befuerchte nur Goethe selbst haette Faust wirklich glaubhaft in beiden Positionen ausfuellen koennen. Insofern messe ich Quadflieg an seiner intellektuellen Leistung und die ist ganz hervorragend.
Gruendgens spielt eindeutig am besten. Seine Faehigkeit, Goethes Worten die jeweils notwendige ironische aber auch zynische phonetische Nuance zu verleihen, ist einzigartig. Wirklich zum Niederknien!
Der realistische Blick Mephistos auf die Welt , wie sie ist , verdeutlicht wie lebenserfahren Goethe zu dem Zeitpunkt war als er den Faust schrieb. Die Erkenntnisse, die in seine Dichtung einfliessen ,kann man nur durch intensive Beobachtung und bewusst gelebtes Leben gewinnen, durch blosse Lektuere kluger Buecher keinesfalls!

Gretchen wird Opfer ihrer Liebe und Zutraulichkeit, die man nicht mit Naivitaet gleichsetzen sollte. Sie ist der Mensch , um den es hier zu trauern gilt. Ihr und den vielen Maedchen in gleicher Situation galt Goethes Mitgefuehl. Er war auch hier seiner Zeit weit voraus.
Der Dichter beabsichtigte sein Publikum mit der Tragoedie wachzuruetteln. Die Gretchendarstellerin hat ihre Rolle dabei ueberzeugend gespielt . Besonders beeindruckt hat sie mich als sie vor dem Andachtsbild der Mater Dolorosa betet : Ach neige, Du Schmerzensreiche, Dein Antlitz gnaedig meiner Not.....
Gretchen behaelt bis zum Schluss ihre innere Unschuld. Das hat Ella Buechi beruehrend dargestellt.

Insgesamt sagte mir die Umsetzung der Szenen, mit Ausnahme der Walpurgisnacht, sehr zu.
Goethe haette sich vermutlich entsetzt im Grabe herumgedreht, wenn er sich den im Film aufgefuehrten, futuristischen Hexentanz haette ansehen muessen, der sich mit allem moeglichen, nur leider nicht mit der Walpurgisnacht assoziieren laesst. Diesen Wermuttropfen sollte man aber sogleich wieder vergessen. Er ist unwesentlich fuer die Beurteilung der Gesamtqualitaet der filmischen Inszenierung.
Gruendgens Faehigkeit, kluge Worte gescheit zu artikulieren, laesst am Ende in erster Linie dessen Text, genauer viele Einzelsentenzen Mephistos als Quintessens der 123 Laufzeitminuten in Erinnerung bleiben . Ob dies von Goethe goutiert worden waere?
Empfehlenswert!



5 von 5 Sternen Meisterwerk   Januar 29, 2008
taunushexi
2 aus 2 fanden die folgende Rezension hilfreich

Die beste Faust-Inszenierung, die ich je gesehen habe!
Meine Hochachtung vor den Schauspielern und dem Regisseur.



5 von 5 Sternen Des Pudels Kern !   September 25, 2007
Graf Haunsperg (Frankfurt/London)
5 aus 5 fanden die folgende Rezension hilfreich

Nicht nur, dass 80% der deutschen Sprichwoerter von Goethe sind - es ist ein Genuss diese Sprache zu hoeren. Wenn dann noch die Schauspieler, allen voran Gustaf Gruendgens als Mephisto - so perfekt agieren und die Figuren mit Leben fuellen - dann kann man schon sagen, dass es eine legendaere Auffuehrung ist.

Kaum ein Werk hat die deutsche Seele so erfasst und die deutsche Literatur so beeinflusst, wie Goethes Faust und wir koennen heute noch Schiller dankbar sein, dass er damals in Weimar einen resignierenden Goethe dazu bewegt hat, dieses fantastische Werk zu vollenden.

Und ploetzlich macht klassische Literatur Spass und zieht einen in ihren Bann! Ein wahrhaft diabolisches Werk !!!



3 von 5 Sternen Sehr nett...aber gekuerzt!   Juli 20, 2007
Rick Zumwalt (Saigon)
2 aus 7 fanden die folgende Rezension hilfreich

Man muss den Faust natuerlich vorher gelesen haben, um Gefallen an dieser Verfilmung haben. Als Schueler habe ich mir damals diese Verfilmung angeschaut - ohne den Faust gelesen zu haben - und habe mit ihr kaum etwas anfangen koennen. Jetzt habe ich sie mir noch einmal auf DVD angeschaut und war angenehm ueberrascht ueber ihren Unterhaltungswert. Die Darsteller haben ihre Sache sehr gut gemacht - ich finde, dass Will Quadflieg im Hinblick auf die Unterstreichung der Reimform etwas langsamer, vielleicht auch akzentuierter haette sprechen koennen!? Ansonsten: sehr stimmig und originell inszeniert! Toll!

Sehr schade finde ich allerdings, dass das Stueck arg gerafft wurde. Mir waere eine wortgetreue Inszenierung sehr wichtig gewesen... Daher Punktabzug