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The Book Of Air And Shadows | 
vergrössern | Autor: Michael Gruber Urheber: Michael Gruber Verleger: Harpercollins
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Bewertung: 1 Rezensionen Verkaufsrang: 365136
Medium: Taschenbuch Seiten: 576 Versandgewicht: 0.8 Maße (innen): 7.6 x 5.1 x 1.6
ISBN: 0007251904 EAN: 9780007251902 ASIN: 0007251904
Publikation: August 1, 2007 Verfügbarkeit: Versandfertig in 1 - 2 Werktagen Versand: Internationaler Versand möglich Zustand: Restposten: Neuware auf Lager, Rechnung mit ausgewiesener Mwst liegt bei
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8 von 10 in ausgetrockneten Brunnenschaechten deponierten Shakespeare-Manuskripten August 18, 2007 Quagga 4 aus 4 fanden die folgende Rezension hilfreich
Ich gebe zu, ich bin immer etwas voreingenommen - und zwar positiv voreingenommen - wenn es in einem Roman um Buecher geht, um alte Manuskripte, um Palaeographie, um verschluesselte Briefe, um literarische Schatzsuchen. Grubers Buch hat alles dies, aber in Massen, nicht im Ueberfluss, nicht so dominierend, dass es schon wieder laestig wird, denn im Vordergrund stehen eindeutig die Personen der Handlung. Damit fingen fuer mich die Probleme an, denn der eine Protagonist, der New Yorker IPR-Anwalt Jake Mishkin, wird als ziemlich unsympathischer Charakter dargestellt, der seine Frau betruegt und seine Kinder vernachlaessigt. Hinzu kommt die ausfuehrliche Schilderung seiner Familiengeschichte, die am Anfang des Buchs doch etwas langatmig wirkt: der Vater ein amerikanischer Jude, die deutsche Mutter ein SS-Toechterlein mit immer noch faschistoider Ueberzeugung; kein Wunder, dass die Ehe schiefging, Jakes Bruder auf die schiefe Bahn und dann ins Gefaengnis geriet, um hinterher ein streitbarer Jesuitenpater zu werden, waehrend die Schwester als Edelprostituierte Karriere machte. Damit verglichen wirkt Jake fast normal, aber ich wollte kein Buch aus der Perspektive eines arroganten Arschlochs lesen und war deshalb froh, dass der zweite Protagonist, Albert Crosetti, ein Filmfreak ist, der eine Drehbuchschreiber- und Regisseurslaufbahn anstrebt. Zunaechst jobbt er aber in einem Buchantiquariat, um sein Studium zu finanzieren und hier schlaegt das Schicksal in Form eines Brands im Nebenhaus zu und fuehrt zur Beschaedigung einiger wertvoller Buecher, die der Antiquar seiner Assistentin und Buchbinderin Carolyn zum Ausschlachten ueberlaesst. Albert, der Carolyn heimlich anhimmelt, darf mithelfen und beim "Ausziehen" der Baende stellt sich heraus, dass die Ledereinbaende mit alten Briefen von 1642 gefuettert waren. Diese Briefe bilden die dritte Erzaehlperspektive: Dick Bracegirdle schrieb sie auf dem Sterbebett an seine Frau und enthuellt, dass er 1610/1611 im Auftrag von Lord Dunbarton einen gewissen Will Shakespeare, Stueckeschreiber, bespitzelte, den man als Papist (Katholik) verdaechtigte. Hier muss ich ein weiteres Gestaendnis machen. Ich habe naemlich, entgegen meiner sonstigen Lesegewohnheit, gleich nach dem ersten Bracegirdle letter weitergeblaettert und sie alle nacheinander verschlungen, bis zu den fragmentarisch erhaltenen, verschluesselten Briefen mit den Details aus Shakespeares Leben und den Hinweisen, wo das nie aufgefuehrte und nie veroeffentlichte Shakespeare-Stueck "Mary Queen of Scots" versteckt wurde. Erst danach habe ich das Buch komplett und in richtiger Reihenfolge gelesen. Eigentlich ist das ja ein ueberlebensgrosses Plotelement - Shakespeares Originalhandschrift eines unbekannten Stuecks - wuerde bei Auktionen wahrscheinlich Millionensummen erreichen (man erinnere sich an Bill Gates Ersteigerung des Leonardo-Textes) - aber Gruber schafft es, diese Sache plausibel und glaubwuerdig umzusetzen - jedenfalls plausibler als ein paar andere kleine Schwachstellen der Story. Nach dem zaehen Anfang wird es dann schnell temporeicher: ein Literaturprofessor, der schon einmal auf eine literarische Faelschung hereingefallen war, konsultiert Jakes Anwaltskanzlei, uebergibt einige Bracegirdle-Briefe, die Carolyn ihm zu einem Spottpreis verkauft hatte, zur sicheren Aufbewahrung und wird bald darauf gefoltert und ermordet aufgefunden. Nach einer kurzen Liebesnacht mit Albert verschwindet die geheimnisvolle Carolyn spurlos. Albert hat die restlichen Briefe zurueckbehalten und will die codierten Texte mit Hilfe eines Spezialisten entschluesseln. Die russische Mafia und andere zwielichtige Figuren bedrohen ploetzlich die Protagonisten und die am Anfang des Buchs etwas schwerfaellig eingefuehrten Familienmitglieder - sowohl Jakes als auch Alberts - bereichern die Geschichte. Wie sich die Jagd auf das Manuskript einerseits und die Charaktere der Protagonisten andererseits weiter entwickeln, will ich nicht verraten, aber die wechselnden Blickwinkel, vor allem der von Albert, der immer wieder Anspielungen auf Filme in seine Erzaehlung einfliessen laesst und Teile der Handlung in Gedanken gleich in ein Filmskript umsetzt, und, wie gesagt, die Bracegirdle-Briefe - fuer manche amazon.com-Reviewschreiber eher ein Lesehindernis - machen das Buch fuer mich lesenswert. Der Band kommt sicher bald in Deutsch heraus, aber ob die Bracegirdle letters adaequat uebersetzt werden koennen, sei dahingestellt. "What's a play! New a' Tuesday & sennight later they cry have you not some-thynge else, we have hearde this before. Tis a penny-tuppence businesse withal, emplaced curiouslie betwixt the bawds and the bears, of no consequence, a thynge of ayre and shadowes." (Will Shakespeare in einem melancholisch-introspektiven Moment, ueberliefert von Dick Bracegirdle laut Michael Gruber)
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