Battle for the Abyss: My Brother, My Enemy (Warhammer 40,000 Novels: Horus Heresy) | 
vergrössern | Autor: Ben Counter Urheber: Ben Counter Verleger: Black Lib
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Bewertung: 3 Rezensionen Verkaufsrang: 217
Medium: Taschenbuch Seiten: 416 Versandgewicht: 0.4 Maße (innen): 6.7 x 4.1 x 1.4
ISBN: 1844165493 Dewey Dezimalzahl: 823.92 EAN: 9781844165490 ASIN: 1844165493
Publikation: September 2008 Verfügbarkeit: Gewoehnlich versandfertig bei Amazon in 24 Stunden
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Mehr als Mittelmass war dieses Mal nicht drin. September 12, 2008 C. Wagner (AW) 2 aus 4 fanden die folgende Rezension hilfreich
Battle for the Abyss ist eine ziemlich zwiespaeltige Angelegenheit. Auf der einen Seite haben wir ein Buch, was, dank Ben Counter, endlich in der Lage ist, die bislang ziemlich stiefbruederlich behandelten Raumschlachten in ihrer ganzen Pracht und Dramatik darzustellen und in dem wir so deutlich wie bislang noch in keinem Roman der HH-Serie die Gefahren (und Verfuehrungen) des Warp zu spueren bekommen auf der anderen Seite steht jedoch der Eindruck, dass die ganze Geschichte nicht mehr ist, als ein Lueckenbuesser ein Eindruck, den man schon bei dem ebenfalls unterdurchschnittlichen Descent of the Angels bekommen hatte. Statt sich mit der groessten Schlacht der Ultramarines und Word Bearers auf Calth auseinanderzusetzen und dabei auch einen Blick auf die Primarchen, zu werfen, wird eine hanebuechene Geschichte aus dem Finger gezogen, die ohne jede (Warhammer)historische Grundlage ist und ohne bekannte Charakter (einmalig auch: ohne Primarchen!) auskommen muss: eine bunt zusammen gewuerfelte Truppe aus Marines diverser Orden, die wie eine Sci-Fi-Version einer DSA-Party wirken (Magier = Thousand Sons, Krieger = Ultramarines, Thorwaler = Space Wolves, etc.) und sich mehr oder weniger zufaellig auf einer winzigen Raumstation getroffen haben, versucht, mit ein paar Schiffen ein geheimes Riesenraumschiff der Word Bearers aufzuhalten, das vorhat, einen toedlichen Schlag auf die Streitkraefte der Ultramarines zu unternehmen, um die Legion danach mit einem Schwertstreich voellig vernichten zu koennen. Soweit so gut oder eben auch nicht. Genau in der Fixierung auf die Raumschiffe und Raumstationen liegt ein Knackpunkt (neben der uninspirierten Geschichte an sich): es mangelt an Schauplaetzen. Spaetestens nach der Haelfte des Romans hat man die zahllosen Gaenge, Hallen und Kammern satt, in denen sich sowohl Protagonisten, als auch die Antagonisten tummeln. Selbst wenn diese Raeume so detailliert eindrucks- und stimmungsvoll beschrieben werden, wie auf dem Schiff der Word Bearers, macht sich irgendwann Langeweile breit. Ausserhalb der Schiffe und Stuetzpunkte das immer gleiche Bild: Schwarzer Weltraum und Warp-Daemonen. Auch diese buessen ueber die knapp 400 Seiten einiges an Schrecken und Angst ein, weil sie nicht nur ein- oder zweimal ueber die loyalen Truppen herfallen und in ihr Schiff eindringen und sich auch hier starke Abnutzungserscheinungen zeigen. Werfen wir mal einen Blick auf die Hauptdarsteller: Zwar verfuegt der Roman ueber eine Reihe interessanter Charaktere, doch werden diese der Reihe nach geopfert und verheizt, bis am Ende eine immense Reihe von toten Darstellern zu verzeichnen ist. Positiv hervorzuheben sind hier auf loyaler Seite der World Eater Skraal, als auch der Thousand Sons Mhotep, die beide von Counter nicht nur mit den typischen Klischee-Zuegen ihrer Orden bedacht wurden, sondern sich auch beide erfolgreich gegen saemtliche Versuchungen stellen, die der Warp zu bieten hat, und zeigen, dass auch in ihren Orden, die sich ja spaeter dem Chaos zuwandten, Marines waren, die Werte wie Ehre, Treue, Kameradschaft und Ehrlichkeit aufrechterhielten. Auf Seite des Chaos sticht hier als positives Beispiel ganz eindeutig Zadkiel hervor, der nicht nur mit dem fuer seine Legion typischen Fanatismus agiert, sondern auch die (eigenen) Toten ehrt, fuer den Gegner teilweise Respekt uebrig hat und seine Truppen mit harter Hand und kuehlem Kopf gleichzeitig fuehrt. Denen gegenueber steht jedoch der eigentliche Hauptdarsteller Cestus von den Ultramarines, der so gar nicht in das heldenhafte Bild passen will, was man von seinem Orden hat. Im Gegensatz zu Garviel Loken, Saul Tarvitz oder Nathaniel Garro, die in den vergangenen Romanen die Hauptrollen besetzt hielten, faellt Cestus deutlich ab. Ich kann nicht genau sagen, woran es liegt, aber bei mir fehlt einfach irgendwas, um ihn richtig ins Herz zu schliessen was mir bei Skraal und Mhotep sofort gelang. Im Endeffekt bleibt ein Roman, der nett zu lesen ist, einige gute Ansaetze besitzt, mit einigen interessanten Charakteren aufwarten kann, die es verdient haben, dass man ihre Geschichte erfaehrt, aber der ueber die volle Distanz zu gestreckt und langatmig ist, zu wenig abwechslungsreich und nicht nur deswegen ueber den Status des Lueckenbuessers bis zur (hoffentlich besseren) Fortfuehrung der HH-Reihe, dem Roman Mechanicus, nicht hinaus kommt. Aus der Geschichte haette man (wenn man sich auf die bisherigen Fakten konzentriert und diese aufgearbeitet haette) wesentlich mehr rausholen koennen.
Das bislang schlechteste Buch der Horus Heresy Reihe. August 25, 2008 Tino Helmig (Zwickau) 2 aus 3 fanden die folgende Rezension hilfreich
So unterschiedlich koennen Meinungen sein. Ich fand das Buch enttaeuschend. Irgendwie kam es mir so vor als haette der Autor nicht genug Zutaten gehabt um ein wirklich gutes Buch zu zaubern. Das Counter dies jedoch vermag, hat er mit einigen anderen Titeln bereits bewiesen (insbesondere "Chapter War"/Ordenskrieg hat mich positiv ueberrascht). Es fehlen einfach Storywendungen, Ueberraschungen und ganz allgemein Spannung. Die Geschichte laeuft einfach ziemlich lahm dahin und auch das Ende ist sehr vorhersehbar. Fakt ist das man auf grosse Ueberraschungen bzw. Offenbarungen, wie sie bis jetzt in jedem Buch der Reihe das i-Tuepfelchen waren, vergeblich wartet. Fuer Fans der Horus Heresy Reihe ist natuerlich auch dieses Buch "Pflicht", ich hoffe trotzdem das man sich wieder auf besseres Material besinnt und nicht krampfhaft versucht die Horus Heresy mit solchen Lueckenfueller-Geschichten zu strecken. Zumal man aus dem Grundgeruest der Geschichte etwas haette machen koennen...aber ein ganzes Buch mit einer vorhersehbaren Weltraum-Verfolgungsjagd nach dem Schema "David gegen Goliath" zu fuellen. Nein danke.
Weltraumschlachten und Daemonen - eine gute Mischung August 2, 2008 Volker P. 3 aus 4 fanden die folgende Rezension hilfreich
Der Verrat wird nun immer offensichtlicher. Beinahe alle Verraeterlegionen haben ihren Platz an Horus Seite gefunden. Offene Feindseligkeiten fanden jedoch in den Buechern der Horus-Heresy-Reihe bisher nur selten statt (Ausnahme: Beginn des imperialen Buergerkriegs in Ben Counter's Galaxy in Flames" mit der Schlacht um Istvaan III & Graham McNeill's Fulgrim" mit der Schlacht um Istvaan V). Nun sollen also auch die Ultramarines ins Spiel gebracht werden. Um seinen Angriff auf Calth und die dort versammelten Ultramarines zu unterstuetzen entsendet Lorgar, Primarch der Word Bearers, eine speziell fuer diesen Zweck angefertigtes Ueberkampfraumschiff, welches alleine in wenigen Momenten ganze Feindflotten auszuloeschen vermag. Es soll die Heimatwelt der Ultramarines angreifen und zerstoeren, um zu erreichen, dass selbige ihre Kraefte teilen, so dass die einen im Orbit von Ultramar durch dieses Monstrum von Raumschiff vernichtet und die anderen problemlos von den anlandenden Word Bearers auf der Oberflaeche von Calth abgeschlachtet werden koennen. Eine kleine Streitmacht aus Marines verschiedener Legionen unter dem Kommando von Ultramarine Cestus macht sich auf diesen Plan zu vereiteln und das Weltenvernichterraumschiff aufzuhalten. Dieses Buch ist temporeich geschrieben. Langeweile kommt nie auf. Es gibt interessante Wendungen innerhalb der Geschichte und zwischen den Personen. Es handelt von den unterschiedlichen Lebensweisen der Legionen, die oftmals im Konflikt selbst unter Verbuendeten enden. Da haben wir den kuehlen Taktiker der Ultramarines, der dem ungezuegelten Berserker der World Eaters gegenuebersteht. Da haben wir den Space Wolf, der sehr gerne den Thousand Son wegen seiner verbotenen Hexerei durch die Luftschleuse stossen wuerde, obwohl der Thousand Son vermeintlich der einzige Mann an Bord ist, der sich mit den Gefahren des Warp auskennt. Genau diese Gefahren sind es, die im Buch endlich auch mal haeufiger, nicht nur als bedrohlicher Schatten auftreten. Der Warp ist auf Seiten der Word Bearers und unterstuetzt diese, wo er nur kann. Daemonen und Besessene fallen ueber die bisher noch unwissenden Space Marines und die Raumschiffbesatzungen her. Da der Imperator jedes Wissen ueber deren Bekaempfung zurueckgehalten hat, scheinen die Auseinadersetzungen mit den Warpbestien aussichtslos. Ebenfalls interessant sind die verschiedenen, von den Word Bearers eingesetzten Warpwaffen und deren Funktionsweise. Aber man sollte das Buch nicht wie einen ueblichen Space-Marine-Roman sehen. Cestus ist schliesslich ein Space-Marine-Flottencaptain, der einen imperialen Schlachtkreuzer uebernimmt und die Verfolgung beginnt. Das Buch beinhaltet dementsprechend grosse Anteile, die sich mit der Raumfahrt und eben auch Raumschlachten und Enteraktionen befassen. Was mir generell an beinahe allen Horus-Heresy-Buechern gefaellt und auch hier deutlich wird, ist die unterschiedliche Stimmung im Vergleich zum Zeitalter, in dem normalerweise die Roman spielen. Es herrscht tatsaechlich so eine Art Aufbruchstimmung, die die ganze Menschheit zu umfassen scheint. Jeder, ob normaler Mensch oder Astartes, moechte den Grossen Kreuzzug vorantreiben. Es gibt noch technologischen Fortschritt, und es herrscht groessere Einigkeit unter den Menschen. Mit letzterem Punkt meine ich z.B., dass die Astartes-Krieger keine legendaeren Gestalten sind. Sie sind viel mehr als in spaeteren Zeitaltern in die Gesellschaft integriert. Sie leben nicht abgeschottet unter sich. Jeder kennt sie, jeder weiss wozu sie faehig sind, sie sind ein alltaeglicher Anblick fuer die "Normalos". Ihre Stellung wird auch schnell offensichtlich: Ihr Wort ist Gesetz. Sie muessen sich noch nicht mit anderen Institutionen um Kompetenzen und Zustaendigkeiten streiten. Einzige Kritik ist, dass zumindest eine Figur verheizt wird. Skraal von den World Eaters wird ab einem Zeitpunkt ueberhaupt nicht mehr erwaehnt, obwohl er eigentlich eine Schluesselstellung innehaben sollte, bloss um am Ende des Buches nochmal auf recht fantasielose und altbekannte Weise zurueck in die Handlung gebracht zu werden. Das aber nur am Rande. Ich habe das Buch an zwei Abenden gelesen. Es hat mir gefallen. 5 Sterne. EDIT: Im Nachhinein bin ich noch zu der Meinung gelang, dass hier dringend noch gesagt werden muss, dass in diesem Buch nicht eine der grossen Schlachten, eines der grossen Ereignisse der Horus Haeresie behandelt wird. Insgesamt scheint die ganze Buchreihe mittlerweile daran zu kranken, dass Black Library sie auf dutzende Romane dehnen will und somit immer mehr Nebenschauplaetze eroeffnet, Nebengeschichten erfindet. Wer also hier eine packende Schilderung der Schluesselereignisse imperialer Geschichte erwartet, wird mit Sicherheit enttaeuscht. Das Buch und seine Geschichte an sich werden aber dadurch nicht schlechter. Dies als Hinweis.
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