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vergrössern | Autor: Michael Winterhoff Urheber: Michael Winterhoff Verleger: Guetersloher Verlagshaus
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Bewertung: 99 Rezensionen Verkaufsrang: 80
Medium: Gebundene Ausgabe Ausgabe: 7., Aufl. Seiten: 191 Versandgewicht: 0.8 Maße (innen): 8.7 x 5.7 x 0.9
ISBN: 3579069802 EAN: 9783579069807 ASIN: 3579069802
Publikation: September 2008 Verfügbarkeit: Versandfertig in 1 - 2 Werktagen
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| Kundenrezensionen:
Grosse Enttaeuschung! Oktober 30, 2008 R. Rullmann (Leipzig) 14 aus 28 fanden die folgende Rezension hilfreich
Mit hohen Erwartungen habe ich dieses Buch zur Hand genommen - und wurde masslos enttaeuscht. Schon der Titel ist unverschaemt: Wer wirklich auf der Seite der Kinder steht, sollte sie weder als Monster noch als Tyrannen bezeichnen, wie Winterhoff es hier immer wieder tut. Dies ist kein hilfreicher Ratgeber, sondern eine Anklageschrift an alle Eltern und Erzieher, die ihre Kinder nicht mit absoluter Autoritaet und Strafen erziehen, sondern sich in sie einfuehlen, fragen, erklaeren und Verstaendnis zeigen. Mag Winterhof in einigen grundlegenden Punkten Recht haben, so muss man ihm doch masslose Uebertreibung, Pauschalisierung sowie eine heftige Verdrehung von Tatsachen vorwerfen, die der Problematik und ihrer Loesung deutlich mehr schaden als nuetzen. Besonders seine immer wieder aufgestellte Behauptung, in frueheren Generationen waere alles viel besser gewesen, die Eltern haetten ihre Kinder mit ihrer Erziehung zu vernuenftigen, sozialen, selbstaendigen Menschen gemacht, moechte ich als absolut haltlos zurueckweisen. Die Zeiten, in denen Kinder noch mit dem Rohrstock und unantastbarer Autoritaet gefuegig gemacht wurden, als die glorreichen Zeiten der Erziehung zu bezeichnen, ist eine haarstraeubende Verdrehung historischer Tatsachen. Zudem bleibt Winterhoff im Stadium der Vorwuerfe stecken, Loesungswege werden nicht aufgezeigt. Und dass, wie Winterhoff nicht muede wird zu behaupten, die Probleme "tyrannischer" Kinder ein Phaenomen des 21. Jahrhunderts sind, widerlegt folgendes, bereits 2500 Jahre alte Zitat: "ie Kinder von heute sind Tyrannen. Sie widersprechen ihren Eltern, kleckern mit dem Essen und aergern ihre Lehrer."(Sokrates). Eltern, denen Themen wie Vertrauen, Respekt, Grenzen setzen und Werte in der Familie wichtig sind, moechte ich die Buecher des daenischen Familienexperten Jesper Juul ans Herz legen. Ganz im Sinne der Kinder und ihrer liebevollen Erziehung zu lebensfrohen, verantwortungsbewussten Erwachsenen mit einem gesunden Selbstwertgefuehl gibt er wertvolle Anregungen und zeigt verstaendlich und alltagstauglich Wege auf, um dieses Ziel zu erreichen.
Pflichtlektuere!!! Oktober 27, 2008 A. (Niedersachsen) 10 aus 16 fanden die folgende Rezension hilfreich
Ich weiss gar nicht, was diese ganze Aufgeregtheit anderer Rezensenten hier eigentlich soll! Dieses Buch von Michael Winterhoff will sich doch gar nicht als Ratgeber verstehen. Es ist eher eine Art Statistik; eine Dokumentation aus der Sicht und Arbeits- sowie Lebenserfahrung des Autors als Kinder und-Jugendtherapeut und Vater eigener Kinder. Winterhoff zeigt auf, wie sich die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen in der Gegenwart verhaelt. Ohne zu beschoenigen oder zu dramatisieren. Wer davor die Augen verschliessen will, hat ein bedauerliches Realitaetsproblem und sieht weg, wo eigentlich noch viel genauer hingesehen werden sollte. Wer sich angegriffen und kritisiert fuehlt, findet sich offensichtlich in den sachlich beschriebenen Fallbeispielen des Buches wieder und fuehlt sich ertappt. Aber anstatt sich selbst in Frage zu stellen, wird lieber dem Autor die Schuld fuer die defizitaere Entwicklung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland in die Schuhe geschoben und polemische Kritik am Buch ausgesprochen. Mir jedenfalls spricht Winterhoff aus der Seele. Endlich bringt er das zur Sprache, was schon lange haette gesagt werden muessen. Allein in meinem kinderreichen Umfeld spielen sich Szenen ab...da kann ich -selbst Mutter eines Sohnes- nur die Haende ueber dem Kopf zusammen schlagen: da geht ein Fuenfjaehriger (obwohl er jeden Morgen zum Kindergarten muss) nie vor 23.00 Uhr ins Bett, weil "seine Seele ja die entsprechende Entfaltung braucht". Da tyrannisiert und schlaegt ein Vierjaehriger seine kleineren, mittlerweile voellig eingeschuechterten Geschwister, weil er "ja so eine starke Persoenlichkeit ist". Da schlaegt und provoziert ein Dreieinhalb jaehriger mit groesstem Vergnuegen seine Mutter bis aufs Blut, weil " der kleine Racker so viel ueberschuessige Energie hat"! Da pinkelt und kotet ein Zweieinhalbjaehriger eine gesamte Wohnung (inklusive Moebel) voll, weil man ihm das "aufs-Toepfchen-gehen" so sanft beibringen muss, dass seine Seele keinen Schaden nimmt und er kein Trauma erleidet. Da frage ich mich manchmal wirklich, wo ich lebe und womit diese Kinder die Nachlaessigkeit und Inkonsequenz ihrer Eltern verdient haben. Da faellt es einem zunehmend schwerer, ueberhaupt noch Sympathie fuer diese Kinder zu empfinden, die als Leidtragende ob des Unvermoegens ihrer Eltern am allerwenigsten dafuer koennen. Wo man hingeht und steht sieht man Kinder foermlich nach Grenzen betteln. Aber Mami und Papi stellen sich taub und blind und meinen, ihren Kindern damit auch noch etwas Gutes zu tun. Ich bin froh und dankbar, dass sich mal einer mit entsprechendem Sachverstand getraut hat, die Dinge beim Namen zu nennen. Dieses Buch darf nicht wegdiskutiert werden. Es sollte werdenden Eltern, Paedagogen und eigentlich allen, die auch nur im Entferntesten mit Kindern zu tun haben, zur Pflichtlektuere gemacht werden. Ich kann dieses Buch nur uneingeschraenkt empfehlen. Winterhoff oeffnet einem die Augen...wenn man bereit ist, es zuzulassen!
Ein wichtiges Buch! Oktober 21, 2008 K. Daniel 5 aus 10 fanden die folgende Rezension hilfreich
Es ist ein wichtiges Buch, weil es Anstoss zur Diskussion bietet. Es ist Ueberfaellig, weil sich vorher niemand an das Thema wagte. Es ist nicht neu, aber es scheint, das Menschen das Thema vergessen haben. Als ich hier im Formum einige 1 Sterne Rezesionen lass, war ich mir nicht sicher, ob die anderen Menschen das Buch auch wirklich gelesen oder verstanden haben. Ich glaube nicht, leider! Leider werden paedagogische Buecher falsch verstanden und als "Zeigefinger"-Werk abgetan. So ist das auch mit diesem Buch. Der Inhalt ist schnell erklaert. Auffaellige Kinder sind das "Opfer" von nicht guter Erziehung. Leider muss sich da jeder selber an die Nase packen, weshalb ich die 1 bis 2 Sterne Rezesionen verstehen kann. Es ist nicht leicht sein (paedagogisches) Weltbild zu hinterfragen oder zu kippen. Alles worum es geht ist die Psyche des Kindes mit der koerperlichen Reife in Einklang zu bringen. Anders als "Lob der Disziplin" (von mir mit 2 Sternen bewertet) hat der Mann Ahnung von Erziehung. Fuer Kinder ist es schwer sich zwischen 100.000 Sachen zu entscheiden, so wie wir auch als Erwachsene (zumindest ich) Probleme haben ein Glas Gurken zu kaufen, vor einem Regal das gefuehlte 5 Meter breit und 2 Meter hoch ist, voll mit Gurkenglaesern von 20 Marken in 33 verschieden Varianten. Das kann man zu Hause selber ausprobieren. Bieten Sie ihrem Kind statt ein uebervollem Kinderzimmer mit 55 verschieden Spielen und 30 Buechern usw. einfach mal nur (nach Alter) 7-10 Spiele und 3-5 Buecher an. Es ist naemlich manchmal einfach nur das Zuviel! Auch mit der Projektion (Eltern projezieren ihre Beduerfnisse ins Kind) und der Symbiose (Verschmelzung der Erwachsenen Psyche mit der des Kindes; Man ist nahezu eine Person mit dem Kind; das Kind ein Koerperteil der Eltern) trifft er auf den Punkt. Dies ist nicht immer die Regel, aber man kann aehnliches feststellen, mit beobachtendem Blick oder bei sich. Beispiel: Man wollte als Kind reiten. Die Eltern sagten: nein, zu teuer! Nun will das eigene Kind reiten. Auch wenn es zu teuer ist, man gewaehrt den Wunsch! Warum nur? Auch die Partnerschaftlichkeit ist ein wichtiger Punkt. Wie oft sagen die Eltern, wenn sie ihr Kind aus der Kita abholen: "Na, sollen wir gehen?" Was sagt das Kind in 99% aller Faelle? "Nein!" Ist klar, oder! Nur manche Eltern haben es verstanden. Sie sagen: "Wir gehen jetzt!" Und machen es wahr. Das Kind geht mit, ohne ewige Diskussionen. Dabei heisst weniger Partnerschaftlichkeit nicht ohne Liebe! Das unterstreicht Winterhoff, Liebe ist das wichtigste in der Erziehung. Liebe heisst aber nicht: alle Wuensche erfuellen. Das verwechseln wir nur, weil wir glauben: Liebe haette was mit materiellen Wuenschen zu tun. Nein - Liebe kommt von innen. Dabei heisst weniger Partnerschaftlichkeit nicht autoritaer! Aber es muss sein das Erwachsene Autoritaet(!) sind (evtl. mal im Lexikon die beiden Begriffe nachlesen!). Wenn ein Jugendlicher seine Mutter mit "Hallo Schla**e" anspricht, was ich tatsaechlich schon erlebte und die Mutter sich schaemend laechenlnd abwendete, da muss man sich doch schon fragen??? Ich kann auch keine 100% Belobigung aussprechen, (worauf ich nicht naeher eingehen will), deshalb (nur) 4 Sterne, aber lesen sollte man es, sofern man als Eltern, Grosseltern, Leherer oder Erzieher betroffen ist.
Zwar groesstenteils wahr, aber redundant und nicht grad neu.... Oktober 15, 2008 oliver 8 aus 11 fanden die folgende Rezension hilfreich
Als ich vor ueber 20 Jahren meine paedagogische Ausbildung gemacht habe (schon lange dran gegeben, ich will mich hier nicht als Fachmann aufspielen wie scheinbar jeder dritte), waren die Phasen der Persoenlichkeitsentwicklung nach Freud oder differenzierter nach einigen seiner Schueler, schon Bestandteil der Ausbildung. Ebenso die Fehler und Schwaechen verschiedener Erziehungsstile welche diese Entwicklungsstufen ignorierten und vom Kind Dinge verlangten oder bei ihm vorraussetzten die es nicht zu leisten vermag. Fein, und sicher gut dies populaerwissenschaftlich der breiten Masse in Zeiten der 'Uebertherapiertheit' und 'wir sind doch alle so nett zueinander und unseren Kindern' immer mal wieder nahe zu bringen. (Wie so vieles andere auch...) Aber leider ist dies kein Stein der Weisen und muss auch nicht mit dem '17'ten Beispiel im selben Buch immer wieder durchgekaut werden... Herrn Winterhoff aber hier vorzuwerfen er befuerworte eine Erziehung mit 'Zuckerbrot und Peitsche', 'Fuehrer befiehl - Kind gehorche' etc ist absurd. Seine Aussage, verkuerzt: Akzeptieren Sie, dass ein Kind ein Kind ist, es braucht kindliche Freiheit und ebenso Anleitung und Lenkung durch Erwachsene. Es ist nicht gleichberechtigter Partner der Eltern und kann komplexe gesellschaftliche Regelsysteme nicht 'partnerschaftlich erarbeiten'. Ein Erwachsener ist im besten Falle eine 'Autoritaet' im positiven Sinne, jemand der weiss wie die Gesellscahft und ihre Regeln funktionieren und vermittelt eben dieses Wissen seinem Kind. Wenn ein Kind ein anderes schlaegt ist dies falsch und dass muss es merken, nicht durch Schlaege oder 'in den Keller sperren', aber konsequent und deutlich um sein eigenes Verhalten einordnen zu koennen. Aber ist das wirklich neu und einen Hype wert?! 3 Sterne dafuer, dass es immerhin wahr und gut lesbar ist.
Erschreckend niedriges Niveau mit nur wenigen guten Ideen Oktober 12, 2008 Chaim Koch (Zuerich) 10 aus 18 fanden die folgende Rezension hilfreich
Winterhoff stoesst mit seinem Buch eine ueberfaellige Diskussion ueber die Grundsaetze der Erziehung an und bringt in diesem Zusammenhang vereinzelt gute Erklaerungen fuer taeglich erkennbare Defizite jugendlicher Persoenlichkeiten. Diese erklaert Winterhoff mit der mangelhaften psychischen Trennung von Eltern und Kindern auch noch in spaeteren Entwicklungsstadien, die seiner Meinung nach durch das in Mode gekommene Partnerschaftsverhaeltnis zwischen ihnen provoziert wird, und zu einem Zustand der elterlichen Projektion" bzw. Symbiose" fuehren kann, wobei die Kinder letztlich die emotionale Kontrolle ueber ihre Eltern erlangen. Vor diesem Hintergrund erlernen Jugendliche nicht mehr, andere Menschen von nahezu unbegrenzt kontrollierbaren Gegenstaenden zu unterscheiden und verhalten sich ihnen gegenueber entsprechend machtbewusst und intolerant. Diese fuer jedermann leicht nachvollziehbaren Zusammenhaenge stellt Winterhoff auf erschreckend niedrigem Niveau mit zahlreichen redundanten Passagen teilweise unreflektiert dar und reduziert weitaus komplexere Fallbeispiele auf die fuer seine Thesen hilfreichen Faktoren. Bedauerlicherweise wurden diese offensichtlichen inhaltlichen Schwaechen noch durch ein auffallend sorgloses Lektorat seitens des Guetersloher Verlagshauses potenziert. Im Ergebnis hinterlaesst das Buch einen
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